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Versicherung für Motorrad mit US Zulassung in Alaska

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Versicherung für Motorrad mit US Zulassung in Alaska

Beitragvon kuebeldoc » 08.06.2018 23:59

Ich habe mir soben bei einem Händlerr in Anchorage eine KLR 650 gekauft.
Zulassung incl Registrierung laut Händler -als Ausländer ohne Adresse in den USA- kein Problem. Ich möchte aber das Thema Versicherung gern vorab in Deutschland klären.
Da es wohl in den letzten Monaten ziemlich viel Bewegung im Versicherungsmarkt für Ausländer mit Fahrzeugen in den USA gab, daher meine aktuelle Frage
Hat jemand frische Erfahrungen bezüglich Motorradversicherung in den USA ? Gern auch über Verträge die weniger als ein Jahr laufen...ich möchte die Maschine nur 1-2 Monate versichern (da anschließend wieder Einlagerung) Scheint schwierig, die meisten Versicherer die ich angefragt habe (sathers, lionsgroupinsurance) versichern nur Bikes die in Kalifornien oder Florida zugelassen sind:
Mein einziges Angebot was funktionieren würde hat eine Mindeslaufzeit von 12 Monaten und soll 800 Dollar kosten (thum insurance)

Fräänk
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Re: Versicherung für Motorrad mit US Zulassung in Alaska

Beitragvon sushi » 09.06.2018 10:18

Hallo

Schau mal im HUBB, da gibts einiges zu Versicherungen:
http://www.horizonsunlimited.com/hubb/north-america/

gruss sushi
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Re: Versicherung für Motorrad mit US Zulassung in Alaska

Beitragvon kuebeldoc » 10.06.2018 08:45

hier nun kurz die Lösung fü alle Interssierten, bzw. für alle die im "Amiland" eine Versicherung benötigen:
(noch mal zur Erinnerung: ich habe eine Versicherung gesucht, die mein Motorrad (welches in den USA gekauft wurde und eine US Zulassung -in Alaska- bekommt) versichert.

Nachdem ich mehrere Reiseforen und die Erfahrungen von ehemaligen "Panamericana"-Fahren in "zwei halben Nächten" recherchiert habe, kann ich sagen, dass:
-es im Prinzip nur eine Handvoll amerikanische Versicherungen gibt, die Ausländer versichern
-es dazu noch einige Versicherungsbroker gibt, die aber alle über die großen US-Versicherungen verichern
-sich leider die meisten der US Versicherungen so langsam aus dem Thema "Versicherungen für non residents" zurückziehen. Das hat, meinen Recherchen nach, unter anderem mit der neuen europäischen Datenschutzverordnung zu tun. Ich vermute die Amis wollen sich da nicht "die Finger verbrennen" (..aber: seit wann interessiert eigentlich die Amis was die Europäer an Vorgaben machen :-)

Ich habe letzlich ein Angebot von "Thum Insurance" (von Sue...hier im Forum sicher bekannt) erhalten, was aber eine minimale LAufzeit von 12 Monaten hat, keine Rückzahlungsmöglichkeit für "nicht verbrauchte Monate" enthält und nur mit Vollkasko abzuschließen ist. Das ganze soll dann locker 800 Dollar für 12 Monate (für ein 9 Jahre altes Motorrad !) kosten

Letzlich bin ich nach vielen Hinweisen bei der Versicherung "progressive.com" gelandet und habe dort online eine Versicherung abgeschlossen. Das Ganze war so einfach, das ich mich mehrfach gefragt habe ob das den nun alles wirklich funktioniert. Man gibt dort bei dem Erstellungsprozess eine US Adresse an (hier: mein Motorradhändler in Anchorage) und die Fahrgestellnummer (VIN) des Motorrades. Sonst mehr oder weniger nichts anderes. Die ganze Kommunikation, Bereitstellung der Police etc erfolgt ausschließlich per Mail. Die Police kann im Anschluss über einen Online Account gepflegt, gecheckt und verändert werden. Als Versicherugsschutz habe ich die höchste Haftpflicht (für US Verhältnisse ist das "hoch") genommen die es da gab (250.000 Dollar pro Person/500.000 pro geschädigtem Fahrzeug) plus einen Fahrzeugbrief der Abschleppkosten übernimmt. Das Ganze hat jetzt gesamt ca. 80 Dollar für eine Laufzeit von 12 Monaten (!...vergleiche die Versicherung von thum...siehe oben) gekostet.
Das hat jetzt super geklappt, die ID card mit den Daten der Versicherung kann man auch gleich da ausdrücken. Ich bin schwer begeistert.
Fazit: wenn ihr eine Versicherung braucht: schaut bei progressive vorbei
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Re: Versicherung für Motorrad mit US Zulassung in Alaska

Beitragvon dä Jetriebene » 10.06.2018 15:11

Naja, aber 80USD?!? Wollen wir mal nie hoffen das du diese wirklich mal brauchst und dann die Haken daran bemerkst. . .


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Re: Versicherung für Motorrad mit US Zulassung in Alaska

Beitragvon MathiasH » 10.06.2018 20:01

80$ pro Jahr kommen wir auch sehr wenig vor... Zumal mit den höchsten Deckungssummen und Schutzbrief? Das wäre wirklich sehr günstig.

Vielleicht noch für andere interessant: Ich hatte damals meine amerikanische DRZ bei Geico versichert, das waren auch nur etwas über 100$/Jahr, aber mit der geringsten Deckungssumme (wollte eh nur Offroad fahren) und einer geringen Kilometerleistung pro Jahr.
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Re: Versicherung für Motorrad mit US Zulassung in Alaska

Beitragvon kuebeldoc » 11.06.2018 12:09

erst mal Danke für die Hinweise und Beiträge.
Bezüglich des Preises bzw. der Deckung. Ja, ziemlich günstig, aber die Übersicht in meinem Online Account bei der Versicherung zeigt mir an was ich gekauft habe. Und das ok aus. Was soll es...... Ich starte sowieso erst nächstes Jahr. Ich werde abwarten ob innerhalb der nächsten Wochen/Monate irgendwas von der Versicherung kommt. z.B. das sie mich rauswerfen , etc, etc. Ich habe noch genug Zeit bevor es losgeht. Und bei dem Preis war mir es mir den Testballon wert.

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Re: Versicherung für Motorrad mit US Zulassung in Alaska

Beitragvon kuebeldoc » 11.06.2018 13:48

WICHTIG: Update und Info an alle die vielleicht diesen Sommer noch Ihre Fahrzeug/Motorrad (mit deutschen Kennzeichen) in die USA transportieren wollen. Ich habe gerade mit einem deutschen Anbieter (toutinsure) länger telefoniert. Aktuell ziehen sich alle US Anbieter zurück deutsche Fahrzeuge mit Versicherungen auszustatten !!!!!! Das Ganze hängt mit dem neuen Datenschutzgesetz zusammen, da wollen die Amis sich nicht die Finger verbennen. Wer also dieses Jahr noch transportieren/fahren will (und ohne Versicherung bekommt ihr Eure Maschine nicht in den USA aus dem Zoll) der wird fast niemanden finden der ihn noch versichert.
Anmerkung: Meine Versicherung (progressive) versichert mir ja kein deutsches Motorrad sondern ein US Modell was schon vor Ort ist....das ging also.

Fazit (evtl auch eine wichtige Info für Olaf aus Hamburg..der hier evtl mitliest:-):
Keine Versicherung, kein Transport. ich würde mich freuen wenn ihr jeweils eine Lösung findet, aber es scheint aktuell nahezu aussichtslos bis sich die Amiversicherungen wieder beruhigen...

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Re: Versicherung für Motorrad mit US Zulassung in Alaska

Beitragvon wok » 11.06.2018 14:57

Ich habe auch über Progressive eine Versicherung abgeschlossen, bin sicherheitshalber aber über einen Broker/Agenten (Jens Haselhuhn, jens@lionsgroupinsurance.com) gegangen, der sogar auch in Deutsch kommunizieren kann, obwohl das nicht unbedingt notwendig gewesen wäre.
Im Unterschied zu Frank habe ich mein deutsches Motorrad, mit deutscher Zulassung als Ausländer mit ausländischem Führerschein und ohne Wohnsitz in den USA versichert. Das Motorrad wird mit AC nach Calgary geflogen.

Ich habe so um die 90 Euro bezahlt für eine Deckung bis 500000 US$ über den Zeitraum eines Jahres. Mir kam das im Vergleich zu den Angeboten der üblichen Verdächtigen (Tourinsure und Motorcycleexpress) zwar auch wenig vor, aber alle meine Nachfragen haben keinerlei Ungereimtheiten erkennen lassen und legen eher den Schluss nahe, dass die genannten Versicherungsmakler einen guten Schnitt machen.

Ein kanadischer Freund bestätigte mir, dass Progressive eine bekannte und große amerikanische Versicherung sei.

Auf HUBB (in Facebook) gibt es einen Thread, in dem behauptet wird, dass Progressive bei Leuten mit ausländischem Führerschein, Wohnsitz und Zulassung unter bestimmten Umständen im Versicherungsfall die Versicherung als ungültig erklärt hat. Meine Nachfragen bei einem Typen, der das behauptet hat, hatten allerdings m.E. etwas merkwürdige und zum Teil widersprüchliche Antworten zur Folge und ergeben für mich kein schlüssiges Bild. Ich habe mit Verweis auf diesen Thread (unter Zitierung der entsprechenden Textstellen) auch bei meinem Broker/Agenten nachgefragt, der mir nochmals bestätigte, dass sie seit 2015 mit Progressive zusammenarbeiten und noch keine Probleme hatten. Auch ich kann (wie Frank) in meinem Account bei Progressive nachvollziehen, dass dort alle Angaben korrekt hinterlegt sind. Anstelle meiner Adresse in Deutschland hat der Broker/Agent deren Büroadresse eingetragen. In meinem Rechtsverständnis ist die Versicherung also gültig und ich denke, dass es mit Progressive eigentlich keine Probleme geben sollte, selbst wenn der Haftpflicht-Schadensfall eintritt. Allerdings sehe ich natürlich auch, dass man als Ausländer ziemlich schlechte Karten hat, wenn die amerikanische Haftpflichtversicherung einem im Schadensfall eine lange Nase dreht und behauptet, die Versicherung sei ungültig (vielleicht haben die ihren Präsidenten zum Vorbild, der ja auch so seine Probleme mit Vertragstreue hat). Wer will sich denn schon in Amerika mit einer Klage gegen eine Versicherungsgesellschaft versuchen?

Für mich ist entscheidend, dass ich erst mal eine gültige Haftpflichtversicherung und damit keine Probleme habe, mein Motorrad in Kanada (Calgary) aus dem Zoll heraus und auf die Straße zu bringen, wobei einige Leute auch behauptet haben, dass das den Zoll dort nicht interessiert. Würde ich mich aber auch nicht drauf verlassen wollen.

Der Geschichte mit der Datenschutzverordnung betrifft meines Erachtens nur diejenigen Versicherungen, die über europäische Makler abgeschlossen werden, also Tourinsure und Motorcycleexpress. Diese müssten nämlich, da sie ja nur Makler und keine Versicherer sind, wegen der Weitergabe persönlicher Daten an amerikanische Versicherungsfirmen gewährleisten, dass diese Daten auch bei den amerikanischen Firmen entsprechend der europäischen Datenschutzverordnung behandelt werden. No way! Sofern man direkt mit einem amerikanischen Versicherer oder auch Makler abschliesst, greift die Datenschutzverordnung definitiv nicht, da sich ihr Gültigkeitsbereich ja nur auf Europa erstreckt.

Hoffen wir alle mal darauf, dass keiner von uns jemals mit einem Schadensfall konfrontiert ist und alles glatt läuft.

Wolle
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Re: Versicherung für Motorrad mit US Zulassung in Alaska

Beitragvon MathiasH » 11.06.2018 17:22

"Wer also dieses Jahr noch transportieren/fahren will (und ohne Versicherung bekommt ihr Eure Maschine nicht in den USA aus dem Zoll)..." - das ist so nicht ganz korrekt bzw. vielleicht nur im Einzelfall. Ich hatte mein Motorrad dieses Jahr mit Knopftours rübergeschickt und die Zollabwicklung wurde natürlich erledigt, obwohl ich die Versicherung erst später und nur für den Zeitraum meiner Reise (ein paar Monate später) abgeschlossen hatte. Spielt ja keine Rolle, ob das Motorrad unversichert in einer Lagerhalle steht.

Soweit ich das mitbekommen habe, war Dairyland so ziemlich die einzige große Versicherung, die Policen ausgestellt hat und bei der sich die anderen Anbieter/Vermittler/Makler die Policen geholt haben - unter anderem auch motorcycleexpress, Fernet etc. Ich hatte z.B. im Mai auch bei motorcycleexpress abgeschlossen und die Police von Dairyland bekommen. Dairyland hat nun mit Verweis auf die Datenschutzverordnung das Programm gestoppt (https://www.fernet.com/Pages/overseas.htm), aber eben für alle Makler, nicht nur europäische. Fernet sitzt beispielsweise in Florida, und laut einer Mail des Kundenservice sind die derzeit sehr bemüht, Ersatz zu finden.

Mich betrifft das auch direkt, da ich im August nochmal rüberfliege und dann eine neue Versicherung brauche. Ich habe jetzt mal bei Geico angefragt, Progressive werde ich auch nochmal mailen. Und falls das nicht klappt, finde ich garantiert ne mexikanische Versicherung, die die USA mit abdecken :mrgreen:
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Re: Versicherung für Motorrad mit US Zulassung in Alaska

Beitragvon kuebeldoc » 11.06.2018 21:09

Hallo Mathias,

kleiner Hinweis: du brauchst -im Prinzip- Progressive nicht anmailen. Geh einfach direkt auf die Seite und schließe online deine Versicherung ab. Alles easy
du kannst dann auf "Kommunikation per Mail" einstellen und bekommst entsprechend alles per Mail
Allerdings brauchst du zum Abschluss eine amerikanische Postadresse (die fragen da nach Mail-adress...ich habe fünf mal falsch meine EMail eingetragen bis ich endlich gecheckt habe das die die klassiche Briefpost-Adresse meinen). Ich habe die Adresse meines Motorradhändlers angegeben. Im Prinzip geht wohl auch alles andere. Evtl hast du einen Kontakt in den USA, dessen Adresse du nutzen kannst.?
Aber der Hinweis von Wolfgang einfach über den Kollegen Haselhuhn zun gehen und entsprechned dann seine Büroadresse zu verwenden ist auch nicht schlecht.
Bei dem Kollegen Haselhuhn war ich auch vorstellig...aber der hat mir gesagt das er (noch ?) europäische Fahrzeuge und US Fahrzeuge mit Zulassung in Florida versichern kann. Alaska geht bei ihm nicht...und ich habe ja schon ein Bike mit Alaska Registrierung...daher mein weg zu progressive dann direkt.

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Re: Versicherung für Motorrad mit US Zulassung in Alaska

Beitragvon MathiasH » 11.06.2018 21:50

Ja, danke, aber ich hatte schon mal ein (amerikanisches) Motorrad in den USA auf mich zugelassen und versichert, damals auch mit der Adresse eines Bekannten. Mail ist insofern angebracht, da ich zwei weitere Fahrer hinzufügen will und das per Online-Formular nicht so einfach ist - dafür muss man nämlich, zumindest bei Progressive, die Führerscheinnummer eines amerikanischen Führerscheins angeben :roll:
Ich werde berichten, wie es letztendlich ausgeht.
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Re: Versicherung für Motorrad mit US Zulassung in Alaska

Beitragvon wok » 12.06.2018 08:27

Zur Konkretisierung:
Jens Haselhuhn hat gegenüber Progressive die Postadresse seines Büros verwendet, nicht ich.
Ich würde derzeit möglichst nur über einen Agenten bei Progressive eine Versicherung abschliessen, denn es gibt eben die von mir genannten Berichte, dass Versicherungen im Nachhinein für ungültig erklärt wurden. Dies betrifft anscheinend nur die online bei Progressive abgeschlossenen Versicherungen für Ausländer ohne Wohnsitz in den USA, mit ausländischem Führerschein und ausländischer Zulassung. Aber wie gesagt: Ich konnte die entsprechenden Berichte nicht schlüssig verifizieren.

Grüße,

Wolle
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