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Kaufberatung von den Erfahrenen =)

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Kaufberatung von den Erfahrenen =)

Beitragvon TravelJoe » 22.05.2020 07:32

Guten Tag Zusammen =)

Ich bin ganz neu in diesem Forum und freue mich schon sehr auf Hilfreiche Tipps, Ideen, Austausch usw =)

Seit über 10 Jahre fahre ich mittlerweile begeister Motorrad und war auch knapp 4 Jahre auf der Welt unterwegs (Allerdings nicht mit dem Motorrad) und wärend dessen habe ich in Vietnam mit einer kleinen Honda Win (125ccm) eine 3 monatige Motorradtour gemacht quer durch das Land was meinen Reiz und - über Reiseenduros enorm angestrieben hat! Seit her will ich nichts anderes mehr wie eine Reiseenduro und mich tief in das Leben der Reisenden mit dem Motorrad über Stock und Stein sowie Asphalt stürzen =) ABER ... wie wahrscheinlich jeder schon mal hatte... das "Kauf" Problem..... Welche Reiseenduro ... ?

Zu mir ein wenig: Ich bin 28ig und wiege knapp 72/73 kg und bin 184 cm groß. Angefangen damals habe ich mit einer GSXR 750 bin dann übergestiegen zum "Naked" Bike Kawasaki Z1000 und geendet ist dies mit einer BMW R1200R die ich sehr lange gefahren habe und ich einfach nur eins mit diesem Bike war (bisehr mein absoluter Fav von den Bikes die ich besessen habe) denn ich liebe Boxer Motoren ^^
Selbst habe ich nicht sehr "Viel" Erfahrung im Reiseenduro fahren bzw Off Road. Klar habe ich eine 3 monatige Tour durch Vietnam getätig wo ich sehr sehr sehr viel Off Road gefahrne bin aber dennoch war dies mit einer 125ccm was ich vermutlich keineswegs mit einer Reiseenduro vergleichen kann/könnte.

Bisher habe ich folgende Modelle getestet (reines Probefahren): BMW F800gs Adv., BMW F850gs Adv. , BMW R1200GS & Honda Africa Twin

All diese Bikes die ich "Probe gefahren bin" habe mir sehr sehr gut gefallen mit nur sehr wenigen "Negativen" Punkte

BMW F800 GS Adv. Negatives: Tank unter dem Sitz

BMW F850 GS Adv. Negatives: Motor hört sich zu steril an (Staubsauger mässig)

BMW R1200GS Negatives: etwas zu Bullig und das Gewicht (Gewicht is tbeim fahren keinThema aber beim Handling vom rangieren ist es doch ne kräftige Summe geschweige den wenn man stecken bleibt oder es aufheben muss)

Honda Africa Twin Negatives: Optisch ist es nicht 100%tig mein geschmack.

dennoch finde ich im Fahrverhältniss und Komfort alle sehr sehr gut und das macht es mir wiederrum sehr schwer...

Ktm, Yamaha, Kawasaki, Triumph sowie Ducati gefallen mir Optisch überhaupt nicht.. daher habe ich mich mit diesen Reiseenduros nicht befasst....


Freu michsehr über anregende Antworten, Informationen und Tipps für den "richtigen" Kauf (Auch wenn dies am ende immer eine Persönliche Entscheidung ist) denke ich das Ihr mir sehr helfen könnt!

Selbsverständlich freue ich mich ebenso auf Kritik um zu lernen oder Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen sowie Vorschläge usw für andere Modelle.

Vielen Vielen Dank im Vorraus!
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Re: Kaufberatung von den Erfahrenen =)

Beitragvon klausmong1 » 22.05.2020 08:29

Kommt wohl auch darauf an, was Du damit vorhast.

Willst Du in Europa rumfahren oder eher Richtung Weltreise gehen?

Welche Länder werden bevorzugt?
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Re: Kaufberatung von den Erfahrenen =)

Beitragvon TravelJoe » 22.05.2020 08:37

klausmong1 hat geschrieben:Kommt wohl auch darauf an, was Du damit vorhast.

Willst Du in Europa rumfahren oder eher Richtung Weltreise gehen?

Welche Länder werden bevorzugt?



Gut das du das Fragst denn das habe ich glatt vergessen ^^

Also vorerst und hauptsächlich erstmal Europa Stück für Stück erkunden sowie hier und da längere Trips von 1 bis 3 Monate tätigen. also auf Europe und umliegende länder von DE aus gesehen ist erstmal Hauptsche und was danach oder in paar jahren so auf mich zukommt werde ich dann mit der Zeit herrausfinden =)
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Re: Kaufberatung von den Erfahrenen =)

Beitragvon GS Tom » 22.05.2020 08:50

Du bekommst 20 Vorschläge. Mach ein persönliches Anforderungsprofil und vergleiche es mit den Angeboten. Gruss
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Re: Kaufberatung von den Erfahrenen =)

Beitragvon TravelJoe » 22.05.2020 11:04

GS Tom hat geschrieben:Du bekommst 20 Vorschläge. Mach ein persönliches Anforderungsprofil und vergleiche es mit den Angeboten. Gruss
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Was meinst du damit genau?
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Re: Kaufberatung von den Erfahrenen =)

Beitragvon sushi » 22.05.2020 12:33

Hallo

Da du ja schon Reiserfahrung hast kannst du wie oben erwähnt für dich die wichtigen Punkte aus den Freds nehmen.
Das kann schon einige deiner Fragen beantworten und dann kannst du viel gezielter fragen.

Punke die du dir im klaren werden solltest:
-Gewicht
-Strassenoberfläche und wie oft du etwas "gröberes" fahren willst.
In Europa (grüne Karte) gibt es nur wenige Strassen wo nicht geteert ist und davon noch weniger die nicht auch mit einer Goldwing befahren werden könnten.
-Zulandungsmöglichkeiten, Camping oder Hotel, dein Level an Komfort.
-Alt/Neu
-Langsstreckentauglichkeit pro Tag, nur du weisst was da geht.
-etc noch vieles mehr.

gruss sushi
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Re: Kaufberatung von den Erfahrenen =)

Beitragvon klausmong1 » 22.05.2020 14:05

TravelJoe hat geschrieben:
GS Tom hat geschrieben:Du bekommst 20 Vorschläge. Mach ein persönliches Anforderungsprofil und vergleiche es mit den Angeboten. Gruss
viewtopic.php?f=10&t=9203
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Was meinst du damit genau?

Er meint damit, das Du von 20 Leuten vermutlich 30 Vorschläge bekommst, weil Jeder eine Eigene ( und auch teilweise Andere ) Meinung hat.
Es führen viele Wege nach Rom, oder auch zu einer Reiseenduro.
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Re: Kaufberatung von den Erfahrenen =)

Beitragvon pip » 22.05.2020 19:09

Wieviel Gepaeck denkst Du dabei zu haben? Campingausruestung? Bei wochenlangen Touren auf einer 125er kommst Du ja vielleicht mit eher wenig aus - oder hast Du vor, die Maschine haushoch mit Klapptisch, Kletterausruestung, Kanu und Drone zu bepacken?
Je mehr Gepaeck Du dabei hast, desto angenehmer ist, es ein grosses Motorrad zu haben - da macht das Zusatzgewicht weniger aus. Andererseits ist ein leichtes Fahrzeug nervig beim Rangieren oder wenn Du mehr zu unbefestigten Wegen tendierst.
Zu den leichteren Fahrzeugen gehoeren die KTM 690, Husquarna 701 und aeltere Modelle, wie die DR650. Oft sind einige Aenderungen noetig, um genug Sprit und Gepaeck unterzubringen.
Dann gibt es weniger schwere Modelle mit 2-Zylinder, die mehr Laufruhe, aber oft auch emotionslosen Klang bieten: CB500X, Transalp, Versys 650, Tenere 700 und so fort. 800GS, Tiger, usw. bieten oft etwas mehr, sind aber wieder schwerer. Schliesslich landest Du bei den Grossreiseenduros, wie 1200GS.

Wenn Du Dich da eingeordnet hast, gibt es oft noch die Frage, ob Du 21" Vorderrad und Speichenraeder fuers Gelaende oder lieber 19" und Aluguss fuer gute Strasseneigenschaften haben willst. Bei Deiner Groesse wuerde ich zudem auf Kniewinkel und Sitzhoehe zu achten, damit Du entspannt sitzt. Damit solltest Du das Angebot einigermassen zusammenstreichen koennen.
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Re: Kaufberatung von den Erfahrenen =)

Beitragvon TravelJoe » 23.05.2020 15:42

So jetzt versuche ich weitgehenst mal alles zu beantworten von den oben genannten Fragen =)

klausmong1 hat geschrieben:
TravelJoe hat geschrieben:
GS Tom hat geschrieben:Du bekommst 20 Vorschläge. Mach ein persönliches Anforderungsprofil und vergleiche es mit den Angeboten. Gruss
viewtopic.php?f=10&t=9203
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Was meinst du damit genau?

Er meint damit, das Du von 20 Leuten vermutlich 30 Vorschläge bekommst, weil Jeder eine Eigene ( und auch teilweise Andere ) Meinung hat.
Es führen viele Wege nach Rom, oder auch zu einer Reiseenduro.



Erstmal Danke für die "Übersetzung" ^^ so macht dies natürlich Sinn und da gebe ich Ihm auch recht... ist leider wie mit allem so, man bekommt xxxx Vorschläge am Ende liegt es natürlich an meinen persönlichen Preferenzen =)


sushi hat geschrieben:Hallo

Da du ja schon Reiserfahrung hast kannst du wie oben erwähnt für dich die wichtigen Punkte aus den Freds nehmen.
Das kann schon einige deiner Fragen beantworten und dann kannst du viel gezielter fragen.

Punke die du dir im klaren werden solltest:
-Gewicht
-Strassenoberfläche und wie oft du etwas "gröberes" fahren willst.
In Europa (grüne Karte) gibt es nur wenige Strassen wo nicht geteert ist und davon noch weniger die nicht auch mit einer Goldwing befahren werden könnten.
-Zulandungsmöglichkeiten, Camping oder Hotel, dein Level an Komfort.
-Alt/Neu
-Langsstreckentauglichkeit pro Tag, nur du weisst was da geht.
-etc noch vieles mehr.

gruss sushi



ja ein "wenig" Erfahrung habe ich schon und die 3 Monate in Vietnam mit einer kleinen 125erle waaren auch ne Dicke Erfahrung Wert ^^ Eins ist klar! Ne 125er kommt mir für sowas nicht mehr ins Hause ^^ auch wenn diese sehr gut durchgehalten hat und mich über Stock und Stein gefahren hat war diese mir deffinitiv zu Leistungsarm und auch viel zu unbequem ..... sowie kein wirklichen Platz für Gepäck wirklich.


Zu deinen Fragen:

Gewicht: Ich vermutte mal stark du meinst das Gewicht des zukünftigen Motorrad´s. Das ist deffinitiv ein wichtiger Punkt. Es sollte natürlich nicht unmengen an Kg besitzen dennoch darf es etwas wiegen =). Die 1200 GS Adv. schlage ich mir genau aus dem "Gewichtsgrund" aus dem Kopf auch wenn ich absolut überzeugt von den Boxer Motoren bin aber dennoch sind mir die hie rund da 20 bis 25 Kg mehr zum vergleich der 850gs oder 800 gs zu viel... und dadurch das ich eben als Reiseenduro doch ein "Anfänger" bin denke ich das dies die Falsche Wahl wäre

Straßen & Länder: Straßen technisch wird natürlich viel auf normaler Straße gefahren aber dennoch ist mein Ziel so oft wie möglich der Straße auszuweichen und auf unbefestigten Untergrund zu stoßen. Wie oft oder wie viel dies am Ende tatsächlich sind kann jetzt leider noch nicht sagen, aber dennoch ist klar das ich versuchen werde dies so oft es nur geht auszunutzen und die anzahlt der "normalen" Straßenfahrten zu reduzieren =) Vorallem habe ich im Moment noch keinerlei Ahnung wo in meiner und nähren Umgebung Solche Offroad Tracks sind bzw wo die allgemein Europa weit sind. Dazu muss ich mich noch deutlich mehr Informieren.

Zuladung: Ich bin ein Camping und Outdoor Fan =) daher wird es bei Touren die über eine Tagestour hinausgehen sehr of Camping sein. Natürlich hier und da mal Hostel oder so aber hauptsächlich wird gecampt .

Alt/Neu: Gute Frage ^^ aber ich denke schwer das es auf etwas Gebrauchtes hinauslaufen wird bzw gut bis sehr gut gebraucht =) Was neues brauche ich da nicht unbedingt .

Langstreckentauglichkei pro Tag: also meine bisher längste Strecke an einem Tag waren knapp 700 Km aber das war zu 90 % Autobahn und die reinste Kathastrophe damals ^^ aber es lie subns damals keine andere Wahl da wir Zeitlich limitiert waren und eben unsere geplante Tour durch Italien und Frankreich absolvieren wollten ^^. Generell sollte das Motorrad Langstreckentauglich sein und dafür auch dementsprechen "bequem". also Zwischen bis zu 600/700 km sollten drin sein (was natürlich nicht so oft vorkommt aber da sorge ich lieber vor wenn ich mir schon eine Reiseenduro besorge)



pip hat geschrieben:Wieviel Gepaeck denkst Du dabei zu haben? Campingausruestung? Bei wochenlangen Touren auf einer 125er kommst Du ja vielleicht mit eher wenig aus - oder hast Du vor, die Maschine haushoch mit Klapptisch, Kletterausruestung, Kanu und Drone zu bepacken?
Je mehr Gepaeck Du dabei hast, desto angenehmer ist, es ein grosses Motorrad zu haben - da macht das Zusatzgewicht weniger aus. Andererseits ist ein leichtes Fahrzeug nervig beim Rangieren oder wenn Du mehr zu unbefestigten Wegen tendierst.
Zu den leichteren Fahrzeugen gehoeren die KTM 690, Husquarna 701 und aeltere Modelle, wie die DR650. Oft sind einige Aenderungen noetig, um genug Sprit und Gepaeck unterzubringen.
Dann gibt es weniger schwere Modelle mit 2-Zylinder, die mehr Laufruhe, aber oft auch emotionslosen Klang bieten: CB500X, Transalp, Versys 650, Tenere 700 und so fort. 800GS, Tiger, usw. bieten oft etwas mehr, sind aber wieder schwerer. Schliesslich landest Du bei den Grossreiseenduros, wie 1200GS.

Wenn Du Dich da eingeordnet hast, gibt es oft noch die Frage, ob Du 21" Vorderrad und Speichenraeder fuers Gelaende oder lieber 19" und Aluguss fuer gute Strasseneigenschaften haben willst. Bei Deiner Groesse wuerde ich zudem auf Kniewinkel und Sitzhoehe zu achten, damit Du entspannt sitzt. Damit solltest Du das Angebot einigermassen zusammenstreichen koennen.



Also wie viel Gepäck dabei sein soll kann ich dir so jetzt noch nicht sagen... aber für den Anfang definitiv genug für bis zu 3 bis 4 Wochen Reisen inkl Camping. Früher oder Später je nach Finanzieller Lage sowie Job abhängig wird dann auch mal 2 bis 3 Monate Gepäck benötigt. Aber das wird erst mit der Zeit kommen.

Ich habe mir jetzt mal die Bikes durchgeschaut die du oben so genannt hast und bisher bin ich bei der GS800 Adv. hängen geblieben sowohl vom Optischen aber auch von den Feebacks her was man so in den ganzen Foren und Testberichten Lesen und sehen kann. das einzige wa smir Optisch der GS800 Adv. nicht so gefällt ist der seitliche Tankeingang sowie den Tank hinten aber ich denke hier und da muss man einfach auch mal beide Augen zudrücken und einen Kompromiss in kauf nehmen.

Was mir auch gut gefallen hat war die Honda Africa Twin. Zwa rnicht so 100%tig vom Aussehen aber von den Feebacks und Testberichten her schneidet diese auch sehr sehr gut ab.

Und a smir da aufgefallen ist ist das eine sehr gut erhaltene BMW F800GS Adv. von bj 2014/15 und max 25.000 km genau gleich viel kostet wie eine sehr gut erhaltene Honda Africa Twin vom Bj 2016/2017 mit den ähnlichen Km Stand...... hat dies einen Grund oder liegt das rein daran das es halt "BMW" also der Name ist das die "ältere" modelle deretwas "neueren" Modele von Honder gleich stehen im Presiverhältnis?
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Re: Kaufberatung von den Erfahrenen =)

Beitragvon TravelJoe » 23.05.2020 15:45

Ich beobachte dies schon eine Weile und habe mit dem Besitzer auch schon einiges hin und her geschrieben.

was haltet Ihr von diesem Preis/Angebots verhältnis?

https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/deta ... 4a72c45125
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Re: Kaufberatung von den Erfahrenen =)

Beitragvon klausmong1 » 23.05.2020 18:18

TravelJoe hat geschrieben:Gewicht: Ich vermutte mal stark du meinst das Gewicht des zukünftigen Motorrad´s. Das ist deffinitiv ein wichtiger Punkt. Es sollte natürlich nicht unmengen an Kg besitzen dennoch darf es etwas wiegen =). Die 1200 GS Adv. schlage ich mir genau aus dem "Gewichtsgrund" aus dem Kopf auch wenn ich absolut überzeugt von den Boxer Motoren bin aber dennoch sind mir die hie rund da 20 bis 25 Kg mehr zum vergleich der 850gs oder 800 gs zu viel... und dadurch das ich eben als Reiseenduro doch ein "Anfänger" bin denke ich das dies die Falsche Wahl wäre

Straßen & Länder: Straßen technisch wird natürlich viel auf normaler Straße gefahren aber dennoch ist mein Ziel so oft wie möglich der Straße auszuweichen und auf unbefestigten Untergrund zu stoßen. Wie oft oder wie viel dies am Ende tatsächlich sind kann jetzt leider noch nicht sagen, aber dennoch ist klar das ich versuchen werde dies so oft es nur geht auszunutzen und die anzahlt der "normalen" Straßenfahrten zu reduzieren =) Vorallem habe ich im Moment noch keinerlei Ahnung wo in meiner und nähren Umgebung Solche Offroad Tracks sind bzw wo die allgemein Europa weit sind. Dazu muss ich mich noch deutlich mehr Informieren.


Also nur mal so:
ich war mit einer Transalp, die um die 200kg hat schon viel unterwegs, auch Pamir und Mongolei.
Westalpen, LGKS, Albanien usw.

Hab mir dann zusätzlich noch eine 1150GS zugelegt, die so um die 260kg hat.

Und was soll ich sagen, vom reinen Handling her ist die GS deutlich einfacher.
Das Gewicht merkt man erst, wenn es im Sand oder Schlamm feststeckt, aber da bekommt man eine Transalp mit 200kg auch alleine kaum raus.

Ich will damit nicht sagen das man jetzt ein schweres Motorrad nehmen soll, aber man soll es auch nicht überbewerten.

Gerade in der Mongolei oder auch am Pamir mit der GS hab ich manche Passagen mit dem schweren Motorrad als Einfacher empfunden, weil der Schwerpunkt deutlich niedriger ist.

Wenn man auf ein leichtes Motorrad geht, dann ist für mich sowas wie ein 160kg Motorrad wieder interessant.

Die 800er GS hat mich schon 2 x mit Bekannten durch die Mongolei begleitet, das ist ein gutes Motorrad.
man muß nur schauen das es nicht die Modelle mit den Fehleranfälligen Lichtmaschinen sind.
Das muß so um die Baujahre von 2013 herum sein.
Die kühlen nicht ordentlich und rauchen dann ab.
Passiert sehr häufig, man muß dann um viel Geld eine leue geänderte Lichtmaschine komplett tauschen.
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Re: Kaufberatung von den Erfahrenen =)

Beitragvon pip » 23.05.2020 21:47

Die Tankposition bei der 800GS ist insofern nett, als dadurch der Schwerpunkt schoen niedrig gehalten wird. Insbesondere bei Abschnitten ohne Gepaeck kann man das bestimmt merken. Auch meine 650er hat dort den Tank, und es ist in keiner Weise ein Problem, auch beim Tanken nicht.
Ich wuerde das jedenfalls nicht negativ sehen.
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Re: Kaufberatung von den Erfahrenen =)

Beitragvon sushi » 24.05.2020 08:38

TravelJoe hat geschrieben:Zu deinen Fragen:
...
Gewicht: Ich vermutte mal stark du meinst das Gewicht des zukünftigen Motorrad´s.

ähnlichen Km Stand...... hat dies einen Grund oder liegt das rein daran das es halt "BMW" also der Name ist das die "ältere" modelle deretwas "neueren" Modele von Honder gleich stehen im Presiverhältnis?


Hallo
"Meine Fragen" sind nicht für mich sondern die sollst du dir stellen um eine gute Wahl zu treffen. :wink:
Das funktioniert aber schon mal gut.

Gewicht, da gibt es 3 Eckpunkte:
Motorradgewicht, Gepäck und auch Fahrergewicht.
Die stehen zueinander in einem Verhältnis, wird eines zu gross wird es schwieriger.
Ich habe eine XT660Z und eine XT1200Z, auf beide kann ich die gleichen Koffer montieren und obendrauf noch die gleichen Gepäckrollen.
Durch die Bauart und Gewicht, nackt +/- 50kg Unterschied, verschiebt sich der Schwerpunkt unterschiedlich stark nach hinten/oben.
Auf der Strasse ist dies bei der XT1200Z weitaus angenehmer zu fahren, auf anspruchsvollen Schotter/Sandpassagen würde ich die XT1200Z aber verfluchen und mir IMMER die XT660Z wünschen.
Fahrergrösse Kraft und Gewicht, je grösser und muskulös schwerer der Fahrer umso besser kann er so ein beladenes Mopped herumwuchten.
Fahrergewicht, ein heikles Thema, kurz ein dicker Bauch hilft nie beim Moppedreisen, falls du da verbesserungspotential hast, setze es um. :D
Ich habe auf meiner Weltreise +/- 20-30 kg reduziert, hat sich so ergeben und kam leider alles zurück als ich wieder TV/Kühlschrank/Geld hatte.
150kg Fahrer auf "Gepäckoptimierter 140kg Rallyenduro" macht wenig Sinn, ein 70kg Fahrer wird es leichter haben.

Ich kenne die BMW Welt zu wenig, habe mich mal für eine 800GS interessiert und bin die einen Tag lang in Hechlingen Probegefahren.
War etwas teuer aber wo sonst kannst du ein Mopped so testen, ich fand den 2 Zylinder Motor bei den "Turnübungen" leichter zu fahren als meine XT660Z obschon dei 800GS auf dem Papier etwas mehr Gewicht hat.
Kurz es wurde dann eine XT1200Z und ein halbes Jahr später nochmal eine XT660Z. 8)

Die 1200GS habe ich nur auf Teer gefahren, gefiel mir vor 10 Jahren optisch aber der Boxermotor, ein absolutes no-go.
Wenn du sie möchtest dann kauf sie und fahre damit alles was geht in Europa, die paar anspruchsvollen Strecken die es noch gibt kannst du dann auch mit Tagesgepäck fahren.

1200GS vs. 800GS kann ich nichts sagen, XT1200Z vs. XT660Z/XTZ660 aber schon.
Bin z.B. den Col de Sommeiller mit beiden ohne Gepäck gefahren.
Vor Jahren mit der XTZ660 mit leichter "Offroaderfahrung" war es ein Kinderspiel da hochzufahren, später mit der XT1200Z trotz viel mehr "Offroaderfahrung" war es ein Kampf, ich musste sehr viel im stehen fahren weil die Federung einfach zu kurz und zu hart war.
Auf Teer in den Bergen nehme ich aber viel lieber die dicke XT1200Z.

Nicht jedes Mopped fährt sich im "Gelände" gleich bei gleichem Gewicht.
Grundsatz ist aber, je leichter je einfacher zu fahren, je schwerer je mehr Fahrkönnen ist gefragt.
Kein Mopped kann mehr als der Fahrer, der Spruch wird gerne von Fahrern verwendet die sich eine zu grosse und schwere Kiste gekauft haben für die Schotter/Sandstrecke auf der sie ihr Limit erreichen.

Zu den Preisen bei Gebrauchtmoppeds.
Für mich sind Motorräder Gebrauchsgegenstände die eine lineare aber endliche Lebensdauer haben.
Neu ist das 100% vom Kaufpreis, gegen ende lässt sich ein Motorrad nur mit jährlich hohen Kosten strassentauglich halten.
Bei Einzylindern sehe ich 100'000km oder 10 Jahre als Ende der brauchbaren Lebensdauer, bei Zwei/Mehrzylindern 150'00km oder 10 Jahre.
Also bei 50% der Lebensdauer würde ich max. 50% bezahlen.
Eher weniger da man bei einem Gebrauchtkauf selten Garantie hat und nie weiss was der Vorbesitzer schon damit gemacht hat.
Dies ist aber nur meine Einschätzung wofür ich mein Geld ausgeben würde, die Verkäufer von Mopped mit Mondpreisen sehen das jeweils anders.
Gibt es mein Wunschmopped nicht zu vernünftigen Preisen kaufe ich dieses eben neu und habe dann 100% Lebensdauer oder ich schaue mich nach einem anderen Motorradtyp um.

Hoffe du kannst mit meinen Gedanken etwas für dich gewinnen.

gruss sushi
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Re: Kaufberatung von den Erfahrenen =)

Beitragvon klausmong1 » 25.05.2020 12:14

sushi hat geschrieben:
Gewicht, da gibt es 3 Eckpunkte:
Motorradgewicht, Gepäck und auch Fahrergewicht.
Die stehen zueinander in einem Verhältnis, wird eines zu gross wird es schwieriger.
Ich habe eine XT660Z und eine XT1200Z, auf beide kann ich die gleichen Koffer montieren und obendrauf noch die gleichen Gepäckrollen.
Durch die Bauart und Gewicht, nackt +/- 50kg Unterschied, verschiebt sich der Schwerpunkt unterschiedlich stark nach hinten/oben.
Auf der Strasse ist dies bei der XT1200Z weitaus angenehmer zu fahren, auf anspruchsvollen Schotter/Sandpassagen würde ich die XT1200Z aber verfluchen und mir IMMER die XT660Z wünschen.
Fahrergrösse Kraft und Gewicht, je grösser und muskulös schwerer der Fahrer umso besser kann er so ein beladenes Mopped herumwuchten.
Fahrergewicht, ein heikles Thema, kurz ein dicker Bauch hilft nie beim Moppedreisen, falls du da verbesserungspotential hast, setze es um. :D
Ich habe auf meiner Weltreise +/- 20-30 kg reduziert, hat sich so ergeben und kam leider alles zurück als ich wieder TV/Kühlschrank/Geld hatte.
150kg Fahrer auf "Gepäckoptimierter 140kg Rallyenduro" macht wenig Sinn, ein 70kg Fahrer wird es leichter haben.

gruss sushi



Also ich bin auch nicht gerade ein Leichtgewicht, aber für mich macht das Gewicht des Motorrades den Unterschied.
Es geht weniger um das Fahren beim Gewicht, sondern um Balance auf schlechten Strassen und da habe ich zwischen Transalp und BMW kaum einen Unterschied gemerkt.

Das wirkliche Gewicht merkt man dann, wenn man es aufheben muß ( da geht die 1150er auch leichter wie die leichtere Transalp - Stichwort Schwerpunkt ) und vor Allem wenn man wo im Sand oder Schlamm ist, das Motorrad wieder eine Böschung raufbringen muß usw.

Und auch ein Aspekt beim Motorradkauf:
kann man selber gut schrauben, oder kann man es nicht.
Daran sollte man sich auch orientieren.
Neu gegen älter ist da das Thema.....
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Re: Kaufberatung von den Erfahrenen =)

Beitragvon charly » 25.05.2020 16:07

Hi,

ich finde Du hast hier schon eine Menge guter objektiver, Kriterien an die Hand bekommen. Was vielleicht noch fehlt: Ein aktuelles Gelände ABS ist eine feine Sache, besser können es inzwischen auch die Profis kaum (sagen sie selbst).

Daneben gibt es aber noch das berühmte "Bauchgefühl". Mein persönlicher Rat also: Kauf Dir die Maschine, die Dir am besten gefällt ;). Dann wirst Du ihr auch ein paar Schwächen verzeihen, die "beste" Reiseenduro kannst Du eh nicht kaufen, es gibt sie meiner Meinung nach nicht.

Aber wenn Du es mit dem Fahren abseits des Asphalts ernst meist: Dann buch Dir ein 2 Tage Training in Hechlingen. Ich war nach meinem ersten Training dort komplett "von den Socken" was ich mit der richtigen, sprich passenden Fahrtechnik alles in der Lage war mit meiner 1200 GSA zu fahren. Und ich hatte vorher Trainings bei KTM, aber die Technik passte z.T. halt nicht bzw. es hatte zu viele Lücken.
Eventuell macht es sogar Sinn so ein Training vorher zu machen und z.B. auf einer 1200 GS zu starten und dann zu versuchen auf eine andere Maschine zu tauschen. Habe ich letztes Jahr gemacht, um für mich die Unterschiede zwischen einer aktuellen R 1200 GS und einer F 850 GS herauszufinden.

Viele Grüße
Carsten
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(Augustinus Aurelius 354-430)
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