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Braucht es umbedingt eine Reise Enduro für die große Reise?

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Braucht es umbedingt eine Reise Enduro für die große Reise?

Beitragvon MaOts Garage » 14.01.2020 11:16

Moin, hab da mal ne Frage. Bei den einschlägig bekannten sieht man nur die Gattung Reise Enduro für Ihre Welt Reisen. Ist das aber wiklich nötig ? Geht so eine Weltreise nicht auch mit einem Naked Bike ? Was sind die Gründe die für eine Reise Enduro sprechen ? Wenn ich meine CB 1300 richtig aufsattel ist sie nicht weniger bepackt und damit schwer wie ein BMW GS oder dergleichen. Denke mal so um die 400kg sind es locker was so ein Motorrad auf die Waage bringt. Und Schotterwege bzw ganz leichtes Gelände geht mit der CB 1300 auch. Mehr würde ich mit soviel Gepäck auch garnicht machen wollen. Also warum noch eine Reise Enduro ?

Ein einziegen hab ich auf Youtube gefunden,der nicht mit einer Reise Enduro unterwegs war. :[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=Stu45JW42W4[/youtube]
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Re: Braucht es umbedingt eine Reise Enduro für die große Rei

Beitragvon klausmong1 » 14.01.2020 11:48

Ich hab Leute getroffen die mit einer Harley auf Weltreise waren.

Der Typ ist Strecken gefahren, das würden viele mit eine Enduro nicht machen.

Harley auf Weltreise

Ebenso sind schon Einige mit Sportmotorrädern um die Welt, da gibt es genug Idealisten die das machen.


Eine Reiseenduro ist halt von der Sitzposition, Bodenfreiheit usw angenehmer zu fahren.

Ich hab früher auch naked Bikes herumbewegt, und bin viel gefahren damit, auch auf Schotterstrecken.
Da mußten sie halt manchmal Schäden aushalten.

Aber mit Reiseenduros ist es meist angenehmer zu fahren, vor Allem längere Strecken.

googel mal nach Ashim Ranadive oder Andreas Sailer
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Re: Braucht es umbedingt eine Reise Enduro für die große Rei

Beitragvon sushi » 14.01.2020 12:41

MaOts Garage hat geschrieben:Moin, hab da mal ne Frage. Bei den einschlägig bekannten sieht man nur die Gattung Reise Enduro für Ihre Welt Reisen.

Hallo

Entscheidend ist deine Reise, und nur die.
Wo willst du hinfahren?
Welche Art Moppeds magst du, worauf fühlst du ich wohl?
Willst du jede üble Schotterpiste mitnehmen oder parallel lieber auch mal auf Teer bleiben?
etc.

Reiseenduros sind praktische Allrounder.
Aber auch da macht es einen Unterschied ob du eine 150/200/250 kg Reiseenduro nimmst.
Klein/leicht vs. gross/bequem/schwer.
Auch auf schlechtem Teer sind die langen Federwege praktisch.

Viele die ich unterwegs traf fuhren einfach mit dem Mopped das sie schon hatten.
Es geht vieles mit Moppeds die nicht jeder so wählen würde.
z.B. schöner Bericht:
https://www.horizonsunlimited.com/hubb/ ... gsxr-98852
oder so:
http://www.horizonsunlimited.com/forwood/

Egal wie, Hauptsache losfahren. 8)

gruss sushi
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Re: Braucht es umbedingt eine Reise Enduro für die große Rei

Beitragvon Blindschleiche » 14.01.2020 14:57

MaOts Garage hat geschrieben:Moin, hab da mal ne Frage. Bei den einschlägig bekannten sieht man nur die Gattung Reise Enduro für Ihre Welt Reisen. Ist das aber wirklich nötig ?

Notwendig nicht, aber wie schon erwähnt, darauf sitzt man echt bequem auch über längere Strecken. Wenn es Regnet ist man hinter einem Tourenschild besser geschützt als auf einem Naked Bike.
Ein weiterer Punkt den ich schätze, durch die aufrechte Sitzposition hat man auch einen guten Überblick was rund um einen herum geschieht. Wenn ich da an die eine oder andere russische Stadt denke war ich schon froh einen guten Überblick über die Kreuzung vor mir zu haben, zudem die Fahrzeuge rechts und links von mir zu sehen und nur schon zu erahnen was die vorhaben. :wink:

Aber am Ende muss einem selbst das Fahrzeug passen und gefallen mit dem man los fährt.
In diesem Sinne, nur Mut -fahr einfach los.
Gruss Marco
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Re: Braucht es umbedingt eine Reise Enduro für die große Rei

Beitragvon dä Jetriebene » 14.01.2020 18:27

Jau, eigentlich müssten die Reiseenduros, einfach nur Reisemotorräder heissen. Aufrechte Sitzhaltung. Freie Kofferauswahl (wer baut schon AluContainer an 'ne RT?), bequemer Soziasitz. Bodenfreiheit. . .


Stephan
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Re: Braucht es umbedingt eine Reise Enduro für die große Rei

Beitragvon Streuner » 15.01.2020 20:53

--- In jungen Jahren führte mich meine erste längere Tour nach Nordspanien.

Auf einer Honda NS400R. (Wer das Möp nicht kennt, ruhig mal danach googeln ... :wink: )

In 28 Stunden.

Das will man(n) heute einfach nicht mehr ... :lol:
The world is a book, and those who do not travel read only a page.
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Re: Braucht es umbedingt eine Reise Enduro für die große Rei

Beitragvon sualkbn » 16.01.2020 01:29

Wenn man, so wie ich, abwechselnd mit einer Straßenmaschine und dann wieder mit einer Reiseenduro unterwegs ist, lernt man noch einen anderen, wichtigen Aspekt kennen: Die Sitzhöhe. Auf der Straßenmaschine komme ich auch in ungünstigen Situationen immer mit beiden Füßen auf den Boden. Wenn dann, wie bei meinen diversen Boxer-BMWs, der Schwerpunkt tief liegt, fühle ich mich immer und überall sicher. Mit meiner eigentlich viel leichteren G650 Sertao bin ich dagegen meist gezwungen auf einem Bein zu stehen und das hat auch schon zum ein oder anderen Umfaller geführt. Was Schotterqualitäten, Sitzposition und Witterungsschutz der Straßenmaschine angeht: Enduro-Reifen drauf, Motorschutz drunter, Lenkererhöhung und Tourenscheibe dran, schon ist alles vom Feinsten. Warum fahre ich dann trotzdem häufig mit der Sertao? Irgendwie geht für mich von dem Einzylinder, der eigentlich viel zu weichen Federung mit ihren langen Federwegen und dem 21" Vorderrad eine unglaubliche Ruhe aus, die ich vor allem auf schlechten Straßen genieße.

Alles in allem: Mit beiden mache ich das gleiche, manchmal habe ich einfach Lust auf das eine und dann wieder auf das andere.
Grüße, Klaus
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Re: Braucht es umbedingt eine Reise Enduro für die große Rei

Beitragvon GS Tom » 16.01.2020 09:27

Nach einer größeren Tour meine Empfehlung:
Leistung 50 -60 PS genügt völlig (Solo)
Niedrige Sitzhöhe aber in Kombination mit günstigem Kniewinkel
Reichweite 300 km +
Reparaturmöglichkeit, z.B. Lampenwechsel ohne das ganze Moped auseinander schrauben zu müssen, Reifen-Rep.
Stabiles, abschließbares Koffersystem
Federweg 150 - 200 mm
Gehäuseschutz
Umfallschutz
Ggf. geänderte Sitzbank/Lenker
Organisierte Ersatzteilversorgung von daheim aus.
Generell ein Motorrad, das seine Zuverlässigkeit schon bewiesen hat.

Da gibt es einige.
Gruss
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Re: Braucht es umbedingt eine Reise Enduro für die große Rei

Beitragvon MaOts Garage » 16.01.2020 18:12

Ich sehe schon,werde wohl bis zu meiner großen Reise doch noch eine Reiseenduro anschaffen. Aber bis dahin die Reisen onroad mit meiner CB 1300 genießen. Und für Europa sollte die Maschine wohl reichen. Für die große Runde ostwärts und die Amrika Querung suche ich mir dann eine Enduro die zu mir passt. Weiß noch nicht ob ne olle Afric Twin 750 oder eine GS 1150. Aber das ist ein anderes Thema und das wird zur gegebenen Zeit hier eröffnent. :D
Soweit schonmal vielen Dank für Eure Meinungen.
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Re: Braucht es umbedingt eine Reise Enduro für die große Rei

Beitragvon mic_schaf » 16.01.2020 20:59

Nö!

Weder eine Reise Enduro, noch eine große Maschine mit über 1000ccm!

Wenn man nicht vor hat "offroad Pisten" zu fahren, ist eine Tourenmaschine die beste Wahl... darum heißt sie ja auch so.

Wenn man alleine reist (so wie ich) sollte man auch nur ein Motorrad nehmen, das man voll beladen noch alleine aufgerichtet bekommt... oder aus dem Matsch geschoben.

Ich merke den Unterschied jedes mal, wenn ich auf´m Campingplatz mit der fetten 1200er durch die matschige Wiese muss und die Kiste schon bei Standgas hinten weg geht... bei der kleinen 600er habe ich diese Probleme nicht.

Ich habe mal in Norwegen auf einem Campingplatz am Hang gezeltet... wäre die Wiese da morgens nass gewesen, wäre ich da nicht herauf gekommen... und das mit der kleinen 600er.

Außerdem braucht die große mindestens 1l/100km mehr Benzin... auf längeren Reisen kostet das auch richtig Geld.

Btw: Straßenreifen halten bei mir 25000 - 30000 km... wie lange halten wohl Stollenreifen :?: :mrgreen:

Das ich beim Stehen immer mit beiden Füßen komplett auf den Boden komme, ist auch ein großer Vorteil...

Als Reise-Enduro würde ich höchstens eine 400-500 ccm Maschine verwenden... und die sind gebraucht richtig teuer. Eine alte Tourenmaschine gibt´s für´s halbe Geld.
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Re: Braucht es umbedingt eine Reise Enduro für die große Rei

Beitragvon klausmong1 » 16.01.2020 21:46

mic_schaf hat geschrieben:Nö!



Btw: Straßenreifen halten bei mir 25000 - 30000 km... wie lange halten wohl Stollenreifen :?: :mrgreen:



Ohne Worte.

Ich fahre auch auf Langstrecken anders, aber 25.000 -30.000km ist Wunschdenken.

Ausser man trägt die Mopeds..........

Ich finde, 15.000 auf Fernreisen sit schon ein guter Schnitt
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Re: Braucht es umbedingt eine Reise Enduro für die große Rei

Beitragvon MaOts Garage » 16.01.2020 22:55

Also bei mir hielt der Metzeler rodtatech 01 12 000km und der Sport Reifen BT 16 6000km. Und ich habe mit den Kleinen Maschinen das Problem, dass sie meist nicht nur klein sind vom Hubraum sondern auch gesamt. Bin ja ein großer Wickinger (2,05m ) Und komme auch bei einer 1250 GS mit hohem Sitz mit beiden Füssen locker auf den Boden. Eine KLR 500 von Kawa sieht unter mir aus wie ein Pocked Bike. :D

Also wenn ich mir eine Reise Enduro hole wird es wohl ne große werden, deshalb hab ich ja auch die CB genommen.
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Re: Braucht es umbedingt eine Reise Enduro für die große Rei

Beitragvon klausmong1 » 16.01.2020 23:12

Ich bin früher Transalp gefahren und war sehr glücklich damit ( hab immer noch eine und finde das ein super Motorrad )

Bin dann die Strecken in der Mongolei und im Pamir mit einer 1150 GS gefahren und war begeistert.

Obwohl das Motorrad ja wegen seines Gewichtes gar nicht gehen dürfte war das wirklich viel Spaß und kein Stress.

Würde ich immer wieder mit dem Moped machen.

Und ja, leichte Mopeds machen angeblich weniger Stress.
Trotzdem war es nie ein Problem mit der GS.
Zugegeben, ich bin auch nie in Sand oder Schlamm stecken geblieben.
Dann würde ich vermutlich auch anders denken.

Aber der tiefe Schwerpunkt der GS ist schon ein Hammer und macht das Moped ziemlich handlich.
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Re: Braucht es umbedingt eine Reise Enduro für die große Rei

Beitragvon sushi » 17.01.2020 08:19

MaOts Garage hat geschrieben:Für die große Runde ostwärts und die Amrika Querung suche ich mir dann eine Enduro die zu mir passt. Weiß noch nicht ob ne olle Afric Twin 750 oder eine GS 1150.

Hallo

Wo möchtest du denn hin, alles in einer Reise einmal um die Kugel oder in Teilreisen?
Die beiden Enduros sind ja schon sehr alt, nimm die nur wenn du ein guter Schrauber bist.
Fall du wegen dem Preis eine alte willst, kannst du auch in Amerika vor Ort etwas kaufen, dann sparst du dir den Transport dahin.
(Nicht einfach aber machbar, genau recherchieren dann geht sowas, braucht aber Zeit vor Ort)

gruss sushi
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Re: Braucht es umbedingt eine Reise Enduro für die große Rei

Beitragvon mic_schaf » 17.01.2020 11:15

aber 25.000 -30.000km ist Wunschdenken


Nö! Fahre ich seit 10 Jahren und da ist sogar etwas Profil noch drauf... :mrgreen:

Sjaak Lucassen hat mir mal erzählt, er fahre seine Reifen bis man die Karkasse sieht... :mrgreen:

http://www.sjaaklucassen.nl/en

So sind dann sogar über 30000 km drin! :mrgreen: :mrgreen:

Btw. Motorrad in Südamerika kaufen, fahren und dann weg schmeißen, ist billiger als der Transport eines BMW-Reisedampfers!

Kleine Kisten gibt´s da schon für 700$ oder etwas mehr:
https://www.walmart.com.mx/deportes/mot ... de-trabajo

Habe ich damals so (ähnlich) gemacht und würde es (trotz allem) wieder so machen...
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