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Sibirien 2016

Jenseits des Bosporus

Sibirien 2016

Beitragvon Kuhtreiber » 18.11.2015 10:51

Ich würde 2016 gerne eine Motorradreise nach Sibirien unternehmen. Für ca. 6 Wochen kann ich frei bekommen; entweder vor oder nach den Schulferien. Also ab Mitte Juni bis Ende Juli, oder eben ab Mitte September; Ich denke Juni ist wettertechnisch besser. Die Reise will ich mit meiner R1150 R machen, Motorrad soll mit Spedition entweder nach Wladiwostok oder Ulan-Bator gebracht werden. Zurück will ich dann auf eigener Achse fahren. Wladiwostok wäre für mich reizvoller als Startpunkt, da gibt es aber noch einige Fragen zu klären, die mir vielleicht hier jemand beantworten kann, bzw. suche allgemein Tipps bezüglich Sibirien:
1. Wer ist die Strecke zwischen Tschita und Wladiwostok in jüngster Zeit gefahren, wie ist deren Zustand, wieviel Zeit muss ich dafür einplanen?
2. Wer kann mir eine zuverlässige Spedition empfehlen, die meine BMW nach Wladiwostok bringen kann? Wie hoch ist der Bürokratie-aufwand bei Empfang des Motorrades in Wladiwostok, ist es vergleichbar mit der Zollerklärung die man bei der Einreise über den Landweg ausfüllen muss?
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Re: Sibirien 2016

Beitragvon klausmong1 » 18.11.2015 17:56

Ich kann Dir zumindest über den Weg was sagen:

Der ist komplett asphaltiert.
Bis auf Baustellen halt, wenn welche sind

Frag bei Pan Europa, Hr. König nach, der macht auf jeden Fall Ulan Bator mit Motorrad Transporten, eventuell macht er auch Vladivostock.
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Re: Sibirien 2016

Beitragvon sushi » 18.11.2015 19:57

Kuhtreiber hat geschrieben:1. Wer ist die Strecke zwischen Tschita und Wladiwostok in jüngster Zeit gefahren, wie ist deren Zustand, wieviel Zeit muss ich dafür einplanen?
2. Wer kann mir eine zuverlässige Spedition empfehlen, die meine BMW nach Wladiwostok bringen kann? Wie hoch ist der Bürokratie-aufwand bei Empfang des Motorrades in Wladiwostok, ist es vergleichbar mit der Zollerklärung die man bei der Einreise über den Landweg ausfüllen muss?

Hallo

Ich fuhr die Strecke Vladivostok - Ulan Ude im Mai 2013.
Warnung, die langweiligste Strecke die man auf dieser Welt fahren kann.

https://www.youtube.com/watch?v=D6zR7tFKVR4
3500 km Birkenwälder.........


Bild
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Alles Teer aber Baustellen können bei schlechtem Wetter lustig werden :oops:
Tagesetappen waren bei mir so 500km sind aber weitaus mehr möglich.
Zwischen den Städten sind die Unterkünfte etwas rar, für Camping abseits der Strasse ist schnell mal eine leichte Enduro zu empfehlen.

DER Kontakt in Vladivostok, 2013 hatte er eine Angestellte die sehr gut Deutsch sprach.

Yuri Melnikov, General Manager Links, Ltd.
89 Svetlanskaya str.,
office 312, 690001,
Vladivostok, Russia.

Tel/fax: +7(423)222-15-78 Tel: +7(423)222-08-87
Mobile: +7 902 5243447

ymelnik@links-ltd.com

Viel Spass
sushi
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Re: Sibirien 2016

Beitragvon Kuhtreiber » 20.11.2015 09:00

Ok, erst mal danke für die schnellen Antworten und die Bilder. Sieht also erst mal nach Kilometerfressen aus, aber ich finde das hat durchaus auch seine Reize… Ich denke es wird auf der Reise einige Tage geben, an denen ich über 1000 KM auf dem Motorrad sitzen werde; aber ich werde hier und da auch mal einige Tage Verweilen, ist eben meine Art zu Reisen...
Bezüglich Transport werde ich mal ein Schreiben aufsetzen und bei verschiedenenden Speditionen anfragen. Z.B InTime in Hamburg hat eine interessante Homepage, auch Links-LTD hat eine Homepage in deutsch!
Die Motorräder, die in die nach Ulan-Bator transportiert werden, werden vermutlich über Wladiwostok verschifft. Entscheidungskriterien für mich werden sein: Preis, Serviceleistungen in Russland, Abgabeort und Service in Deutschland.
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Re: Sibirien 2016

Beitragvon sandy71 » 20.11.2015 10:12

Das einzigste das ich über Sibirien weiß hilft dir vielleicht nicht wirklich weiter, aber ich finde sie trotzdem angebracht. Hab mich vor längerer Zeit mit zwei Weltreisenden unterhalten die unter anderem auch Sibirien befahren haben. Natur und Landschaft war beeindruckend . Doch die Mücken dort waren schlimmer als so manch Schwarzbär auf dem Campingplatz irgendwo in Kanada . Sobald man das Visier aufmachte freuten sich diese blutsauger . Aufs Klo gehen musste sehr abenteuerlich gewesen sein . Doch die zwei waren sehr einfallsreich und zogen sich ein feinmaschiges Netz über ihren kompletten Körper . Also, auch die Mücken bedenken! Gruß Sandy
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Re: Sibirien 2016

Beitragvon klausmong1 » 20.11.2015 15:06

Hallo

meines Wissens werden die Motorräder nach UB nicht über Vladivostock transportiert.
Aber sicher bin ich nicht.

Was die Stechmücken betrifft, die sind hauptsächlich im Juli sehr aktiv.
Wenn man im August fährt ist es deutlich besser.
Gilt aber nicht für alle Gegenden.

1000km am Tag ist schon etwas sehr optimistisch.

Ich bin eher ein Vielfahrer und sitze echt viel im Sattel, aber auf den Strassen dort hab ich vielleicht 5 x 850 -890 km gemacht.

Und wenn man nur etwas sehen will, sollte man eher mit 600km rechnen, und das ist dort eher viel
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Re: Sibirien 2016

Beitragvon Kuhtreiber » 21.11.2015 10:01

Das Thema Mücken bereitet mir tatsächlich ein wenig Kopfzerbrechen im Bezug Auswahl der günstigsten Reisezeit. August ist bei uns Haupturlaubszeit, da bekomme ich nicht so einfach Frei; zumindest nicht so lange am Stück. Denkbar wäre vielleicht auch Ende August und September zu Reisen da steigt eben wieder die Regenwahrscheinlichkeit. Fakt ist ich werde da ein Kompromiss zwischen Wetter und Mücken machen müssen!
Übrigens, das Zeug das die Viecher fernhalten? soll heist Комарэкс; wenn man nach Kamarex fragt, wissen die Verkäufer was mann will.
Ich bin noch auf der Suche nach einem guten Reiseführer für Sibirien, gibt scheinbar nicht so viel auf dem Markt, zumindest nicht mit guten Rezessionen. Im März soll beim Trescher Verlag eine neue Auflage erscheinen, werde bis dahin wohl warten müssen...
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Re: Sibirien 2016

Beitragvon sushi » 21.11.2015 14:47

Hallo

Zu den Mücken, die genauen Zeiten wo welche aktiv sind kann man sicher googeln. Ein wirkliches Problem sind die aber nur wenn man Campen will, in Russland heisst dies Wildcampen also runter von der Strasse ins Unterholz, Zecken nicht vergessen, die sind überall. Dazu ist aber ein Motorrad zu empfehlen das sich in schlammigen Waldwegen gut macht.

Lässt man das Campingzeugs zuhause, ich würde dies bei meiner nächsten Russlandreise tun, bleibt man in Unterkünften und isst mal im Freien am Strassenrand lässt sich das Mückenproblem chemisch lösen.

Zu den Strassen, Etappen über 1000km sind möglich aber nicht die Regel, ich würde keine einplanen eventuell als Notlösung wenn man keine Unterkunft findet.
Schnitte über 80 km in der Stunde sind eher selten, die Teerstrassen haben Schäden von dem Frost und werden "russisch" unterhalten. Sobald es Verkehr hat ist hohe Aufmerksamkeit gefordert, die fahren wirklich so wie in den Videos im Netz zu sehen.
Daher würde ich nicht mehr als 750 km einplanen, das heisst dann aber früh aufstehen, fahren, schlafen.

Die Entfernungen selber zu "erfahren" ist eindrücklich aber leider auch sehr monoton. 8)

gruss sushi
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Re: Sibirien 2016

Beitragvon Kuhtreiber » 21.11.2015 20:00

Danke @sushi das macht mir etwas Hoffnung. Zelten ist allen Falls als Notlösung vorgesehen, wobei ich noch nicht sicher bin ob ich überhaupt Campingausrüstung mitnehmen werde. Weniger Gepäck bedeudet mehr Freiheit. Bei meiner letzten größeren Tour in Russland hatte ich keine dabei und habe oft in Motels übernachtet. Ich weiß nicht wie es jenseits der Wolga ist, aber sonst gab es entlang der Fernstraßen immer genügend Motels, zumindest, wenn ich gerade keines gebraucht habe. Bei Einbruch der Dunkelheit wenn ich müde geworden bin, schienen es dann weniger zu werden. Und so kommen halt manchmal hohe Kilometerleistungen zusammen, das ist jetzt kein „Muss“. Es gibt manchmal Fahrtage, an denen ich eben nur zum Tanken und Pinkeln anhalte, kleinen Snack beim Stop reinschiebe und weiter… und dafür sind die monotonen Strecken besonders geeignet.
Gruß Hans
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Re: Sibirien 2016

Beitragvon volkerastrath » 22.11.2015 01:06

2010 waren wir zu zweit am Baikalsee.
In den insgesamt 6 Wochen haben wir nur 4x gezeltet.
Einmal davon bei einem Motorradfestival im Kemerovo,.
Allerdings haben wir bei einigen "Unterkünften" schon aus hygienischen Gründen unsere Schlafsäcke genutzt.
Hüttenschlafsack o.ä. aus Baumwolle, Fleece, o.ä. hätte da auch genügt.
Kocher und Töpfe, etc. hatten wir garnicht dabei.

Sollten wir nochmal durch Sibirien fahren, würden wir den Zeltkram keinesfalls mehr mitnehmen.
--
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Re: Sibirien 2016

Beitragvon klausmong1 » 22.11.2015 09:31

Wenn es nur um Sibirien geht, benötigt man kein Zelt.

Allerdings, wenn man auch in die Mongolei oder andere Länder fährt, empfiehlt sich das schon.

Einerseits wegen der Landschaft, da kommt man mit Zelt an Plätze, wo es keine Hotels gibt, und dann auch wegen der oft fehlenden Hotels, wenn man eben in der Pampa unterwegs ist.
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Re: Sibirien 2016

Beitragvon sushi » 22.11.2015 10:31

Kuhtreiber hat geschrieben:... Zelten ist allen Falls als Notlösung vorgesehen
... Bei meiner letzten größeren Tour in Russland hatte ich keine dabei und habe oft in Motels übernachtet.
... gab es entlang der Fernstraßen immer genügend Motels, zumindest, wenn ich gerade keines gebraucht habe. Bei Einbruch der Dunkelheit wenn ich müde geworden bin, schienen es dann weniger zu werden.

Hallo

Da du ja schon mal in Russland warst, weisst du ja wie es dort auf der Strasse zugeht.
Der Verkehr nimmt gegen Osten ab, die Fahrer sind die selben. 8)

Jenseits des Urals, je weiter östlicher du kommst, umso seltener werden bezahlbare Unterkünfte, also wenn du am Nachmittag eine siehst, dann nimm sie und bleib dort.

Als Notlösung würde ich das Campingzeugs nicht mitnehmen. Ich hatte es als 1.Wahl, fand aber sehr wenige Plätze zum Campen.
Im Mai war es "rund um China rum" abseits der Strasse zu sumpfig um in die vielen Seitenwege vom Teer weg zu fahren.
Kurz vor dem Ural hab ich mal einen Feldweg probiert der gut aussah, kam 10m rein, 2h Mopped rückwärts ziehen mit Helm, Handschuhen, Jacke (Mücken) bei gefühlten 25 Grad war nicht lustig.
Das letzte mal Camping war im Altai danach bis Finnland keine Möglichkeit mehr gefunden.

gruss sushi
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Re: Sibirien 2016

Beitragvon klausmong1 » 22.11.2015 11:00

Kann ich Großteils zustimmen.

Zeltplätze in Russland zu finden ist etwas schwierig.
Vor Allem, weil man da wirklich schauen sollte, das einen Niemand sieht wenn man campt.
Könnte zu unangenehmen Besuch führen.
Besoffene Russen sind da kein Spaß in der Nacht.

Und zelten hat bei denen so immer was mit Zigeuner zu tun, und da dürfen die die Leute quälen, glauben sie zumindest.

Anders ist es am Baikalsee oder an Meeren oder dort, wo auch andere Campen. zB im Altai oder zum Fischen.

Was die Unterkünfte betrifft:
Östlich des Urals hab ich immer genug gefunden, war nie ein Problem am Abend was zu finden, aber immer eine Stunde einrechnen.
Und eventuell Leute vor Ort fragen.

Aber östlich des Baikalsees wird es vermutlich wirklich dünner mit Unterkünften.
Da solte man aber auch überlegen, wo man zeltet, alleine schon wegen der Bären.
Die mögen Dein Essen auch gerne :mrgreen:
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Re: Sibirien 2016

Beitragvon Kuhtreiber » 11.12.2015 12:40

Hallo zusammen…
habe mich mal erkundigt wegen Transport nach Wladiwostok; aber noch keine zufriedenstellende Option gefunden. Nach Aussage von InTime würde nur Luftfracht in Frage kommen. Günstiger wäre nach Korea zu Verschiffen und mit der Fähre nach Wladiwostok überzusetzen. Wenn jemand diesbezüglich Erfahrungen hat, bitte melden. Mit dem Yury bin ich auch in Kontakt, mal schauen, ob noch Vorschläge kommen.
Werde mein Urlaub jetzt verlängern, 8Wochen :D und ein 90-Tagevisum beantragen. Übrigens soll ab nächstes Jahr für die Visa-Erteilung die Abgabe von Fingerabdrücken beim Konsulat erforderlich sein, mir wurde im Reisebüro empfohlen das noch in diesem Jahr zu beantragen.
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Re: Sibirien 2016

Beitragvon sushi » 13.12.2015 11:31

Hallo

Was würde denn Luftfracht nach Vladivostok kosten?
Die Route über Südkorea ist von Nordamerika her beliebt, allerdings per Luftfracht.
Bei Seefracht sind die Kosten an Start und Ende recht hoch, die reinen Kosten für die Kiste auf dem Schiff sind klein.
Beim Visa darauf achten ob es ein Verfallsdatum hat, kann bei zu frühem Ausstellen ein Problem geben.

gruss sushi
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