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Ruote Türkei Georgien zu empfehlen?

Jenseits des Bosporus

Ruote Türkei Georgien zu empfehlen?

Beitragvon klausmong1 » 07.11.2014 08:51

ich bin gerade bei meiner Planung Mongolei 2.0 2015

Diesmal möchte ich grob gesagt über die Türkei und Georgien nach Russland und weiter Kasachstan, eventuell auch kurz Kirgistan

Es gibt ja hier einige Mitglieder, die Türkei erfahren sind.

Ich suche für die Türkei eine Route, die sowohl schön und interessant ist als auch einigermaßen flott zu befahren ist.
Unter flott verstehe ich, das man auch weiterkommt und km machen kann.

Die Türkei zählt für mich trotz allem immer noch als Anreiseland und ich möchte mehr Zeit ab Kasachstan verbringen ( und auch schon in Georgien was sehen )

Da ich ja noch keine Ahnung und Erfahrung zur Türkei habe, hätte ich mal zur Schwarzmeerküste tendiert.

Nehme gerne Infos und Ratschläge an.

Danke
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Re: Ruote Türkei Georgien zu empfehlen?

Beitragvon DrWolle » 07.11.2014 09:35

Hallo Klaus,
wir haben uns ja auch Gedanken über die Südroute gemacht. Für die Türkei hatten wir uns tendenziell für die Fahrt an der Schwarzmeerküste erwärmt. Das zieht sich zwar, ist aber trotzdem schön zur Einstimmung. Wir hatten 4 Tage geplant bis zur georgischen Grenze.
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Re: Ruote Türkei Georgien zu empfehlen?

Beitragvon Detlev » 07.11.2014 10:45

Moin,
ich weiß ja nicht, wo ihr über die tr.-geo. Grenze wollt, ich habe immer Posof im Blick. Egal ob über Istanbul oder die Dardanellen kommend würde ich, wenn es um flottes Fortkommen geht, immer durchs zentralanatolische Hochland fahren (also nicht an der Küste lang). Das wäre dann etwa die Linie Eskisehir, Ankara, Sivas, Erzincan, Erzurum. Ab da lohnt gegebenenfalls der Schlenker über die Küste, also von Erzurum nach Norden, über Yusufeli entweder Richtung Artvin oder kurz vor Artvin abbiegen Richtung Savsat - Ardahan - Cildir. Das ist landschaftlich schön und eignet sich gegebenenfalls auch für einen sinnvollen day-off (z.B. auf der Laset-Alm hinter Savsat). Kurz hinter dem Cildir-See ist ja dann schon der Grenzübergang bei Posof. So ist die Strecke recht zügig und gleichzeitig angenehm in vier Tagen zu schaffen.

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Re: Ruote Türkei Georgien zu empfehlen?

Beitragvon klausmong1 » 08.11.2014 11:27

Es gibt auch noch die Grenze bei Batumi.
Die ist auch ganz interessant.

Danke für den Tip.

Was macht mehr Sinn, über die Dardanellen oder Istanbul?

Bei Istanbul würde ich mal als Nachteil annehmen, das man schwer durchkommt und wenn man was sehen will sollte man sich Zeit nehmen.

Türkei , speziell der Westen gehört für mich zu den Gegenden, wo ich so auch mal schnell hinfahren kann.
Daher würde ich mir eher ab Ankara Zeit nehmen um was anzusehen.

Zahlt es sich aus einen ABstecher nach Kappadokien zu den Kaminen zu machen?

Und bei Trabazon an die Küste?
Von dort kommt man dann direkt Richtung Batumi.
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Re: Ruote Türkei Georgien zu empfehlen?

Beitragvon Detlev » 08.11.2014 15:25

Moin Klaus,
da wir fast immer erst Ri SO fahren, sind wir nie durch Istanbul. a) weil man eben durch muss, b) weil man eben durch muss (und eigentlich mindestens ein paar Tage bleiben müsste). Zumal starten wir ja immer in Thessaloniki, da ist dann Biga, etwas südlich des Marmarameers, unser erstes abendliches Etappenziel.
Wir haben unseren geplanten Georgientripp vor drei Jahren an der Grenze abgebrochen, weil das Wetter zu der Zeit fürchterlich war (Überschwemmungen, Temperatur um die 4°C), hatten uns aber Posof ausgeguckt, weil wir eh über Cildir fahren wollten. Der Abbruch tat uns nicht leid, eben weil die NO-Türkei so super sehenswert ist. Und das könnte dein Problem sein ... zu viele schöne Dinge schon im Transitland.
Kappadokien lohnt natürlich sowieso. Aber den Abstecher, der ja bei eurer Planung wahrscheinlich nur einen Tag währen würde, werdet ihr bereuen, denn dann bekommt ihr allenfalls eine Ahnnung von der Gegend. Wir haben auch immer das Problem der Selbstbeschränkung - sonst kommt man nie an sein Ziel. Alleine in Kappadokien waren wir jetzt acht Mal - und haben nur einen Bruchteil gesehen.
Wenn tatsächlich Georgien euer Hauptziel ist, dann würde ich das zügig ansteuern. Und dann würde ich Abstecher einplanen, die man vielleicht dann, wenn man irgendwo etwas früher eintrifft als geplant, mitnehmen kann, etwa, wenn man mittags in Trabzon ist, kann man dort die Hagia Sophia noch mitnehmen oder noch zum Sumela-Kloster (dann ein paar Kilometer von dort übernachten; oder direkt dort, wenn ihr zeltet).
Wenn euch dann Georgien reicht, wisst ihr ja, wieviel Zeit ihr für die Rücktour noch habt - dann sitzt vielleicht noch das eine oder andere Ziel in der Türkei drin.
Für konkrete Sachen am Rande eurer geplanten Strecke kannst du mich gerne fragen - nach 50.000 km in der Türkei gibt es kaum eine Gegend, die ich noch nicht kenne.

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Re: Ruote Türkei Georgien zu empfehlen?

Beitragvon klausmong1 » 08.11.2014 15:41

Das sind ja schon mal gute Tips.

Hagia Sophia kommt schon in die Wegpunktliste und wird besucht.

Mein Ziel ist nicht Georgien sondern die Mongolei.

Ich will nur die Route über Georgien machen. ( Dann Russland, Kasachstan, eventuell ein ABstecher Kirgistan, Russisches ALtai und Mongolei. )

Ich komm vermutlich noch mit mehr Fragen.

Und weil ich eben in die Mongolei will, sollte ich zumindest etwas zügig durch
Wobei Zügig nicht bedeutet das ich nur am Bock site, sondern das ich auch was sehen will und trotzdem weiterkommen.
Fotostops und Besichtigungen müßen drin sein, sonst könnte ich gleich fliegen.
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Re: Ruote Türkei Georgien zu empfehlen?

Beitragvon scooter » 09.11.2014 12:27

Ich gehe mal davon aus, dass der Klaus auf Achse und nicht per Schiff anreist. Also kommt er die E-80 von Edirne direkt nach Istanbul.
Auch mein Tipp: nimm Dir zwei Tage für die Stadt, sagen wir mal "es ist weltbildend". Mein Topp 1 ist der Berg mit den Antennen und dem Park (höchste Stelle Istanbuls mit ca 250 m Höhe ). Hier die Aussicht über diesen 16 Mio- Moloch genießen. (man ist die Stadt riesig, nicht so nen kleines Dorf wie Frankfurt oder München). Hagia Sophia und Blaue Moschee reicht es von außen zu sehen, sind schon gewaltig. Innen sind nur tausende von Touristen. Für mich ist die Suleyman- Moschee die schönste und auch noch kostenlos zu besichtigen

dann weiter Richtung Hochland und auf direktem Weg auf die Mitte zwischen Samsun und Trabzon. Am Schwarzen Meer ist die Küstenstraße Autobahn. Und in Batumi über die Grenze. Hier würde ich die Routenwahl aber auch kurzfristig wetterabhängig machen. Ist halt subtropisch dort.
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Re: Ruote Türkei Georgien zu empfehlen?

Beitragvon klausmong1 » 09.11.2014 13:05

Ich reise auf Achse an.

hab mir kurz überlegt, den Autoreisezug bis Erdirne zu nehmen, aber ich bin noch nie mit was auf Urlaub gefahren, wo das Motorrad irgendwo aufgepackt war.
Und ich denke, ich werde das weiter so halten.

Anreise ist gedacht über Serbien ( Donau, Eisernes Tor ) dann Bulgarien und Türkei.

Die 2 Tage in Istanbul möchte ich mir nicht nehmen.
Istanbul sit nicht so weit weg, da kann man mal schnell für 7-10 Tage hinfahren.

Dann lieber die 2 Tage in Kasachstan, Kirgistan oder Mongolei nutzen.
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Re: Ruote Türkei Georgien zu empfehlen?

Beitragvon Powerwade » 12.11.2014 13:52

Hallo Klaus,
vergiss die Schwarzmeerküste. Ist fast lückenlos häßlich bebaut und mit einer ziemlich überlasteten 4 Spurigen Straße verbunden. Lediglich im Westlichen Teil ist es noch sehr schön. Aber da ist es so kurvenreich, dass du einen Schnitt von max. 40 km/h schaffst. Wenn du vorwärtskommen und etwas sehen willst fahre, wie oben bereits genannt, Mitten durch und such dir ein paar Schöne Abstecher aus. Kappadokien gehört auf jeden Fall dazu und auch dort einen Tag Aufenthalt einzuplanen.
Der Grenzübergang nach Batumi ist problemlos.

Gruß Klaus
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Re: Ruote Türkei Georgien zu empfehlen?

Beitragvon Detlev » 12.11.2014 14:26

Ich muss Powerwade-Klaus Recht geben: Zumindest ist die Schwarzmeerküste nicht so schön, wie es der Name vielleicht erwarten ließe (die Ägäis- und Rivieraküste der Türkei ist ja auch nur noch stellenweise wirklich schön).
Aber Klausmong hat die TR ja ausdrücklich als Transitland eingeplant. Wenn ich trotzdem einen Eindruck von der Küste etc. gewinnen wollte, ohne zuviel Zeit zu verlieren, dann würde ich zunächst - von Istanbul kommend - Amasra als Stopp einplanen. Das ist ein hübsches Städtchen, fein lecker Fisch essen, übernachten. Danach - etwa bis Sinope - ist es ganz nett, zieht sich aber sehr, was flottem Fortkommen hinderlich ist. Ich würde von Amasra schräg Ri SO auf Amasya zuhalten - auch lohnenswert - und dann, wie schon weiter oben beschrieben, zügig über Erzincan und Erzurum auf Kars zuhalten. Das ist zur Not an einem Tag zu schaffen. Kappadokien würde ich mir auf jeden Fall schenken. Wer dann noch ein bisschen einmalige Kulturgüter mitnehmen möchte, der kann von Kars den Abstecher nach Ani machen, dann östlich des Cildir-Sees hoch nach Posof an die georgische Grenze.

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Re: Ruote Türkei Georgien zu empfehlen?

Beitragvon 2infahrt.ch » 22.11.2014 01:32

Wir sind im 2013 von der Schweiz in die Mongolei gefahren. Unsere gewählte Route führte nach Griechenland, Türkei, Georgien, Russland, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Mongolei. Wir hatten bei der Planung die Türkei ebenfalls als Transitland betrachtet (rund eine Woche für die Durchquerung). Wir sind aber hängengeblieben und schlussendlich etwas mehr als drei Wochen geblieben. Neben dem touristischen Westen (Kalksteinterrassen von Pamukkale) haben wir viel Zeit in Kappadokien, Zentraltürkei und an der Schwarzmeerküste verbracht. Man kann sich sehr gut verweilen, man könnte aber auch der Schwarzmeerküste entlang in ein paar Tagen nach Georgien gelangen. Wir haben unsere Erlebnisse in auf unserer Homepage beschrieben, falls du näheres dazu erfahren willst... Auf jeden Fall ist die Türkei, vor allem Abseits der Touristenpfade, ein schönes Reiseziel!
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Re: Ruote Türkei Georgien zu empfehlen?

Beitragvon gebhmasy » 27.11.2014 18:37

Wir sind im August/September zu zweit mit unseren Motorrädern nach Georgien gefahren.
Anreise: Optimaexpress von Villach nach Edirne ( 2 Nächte , 1 Tag)
Dann mit Motorrad von Edirne über Istanbul ans Schwarze Meer nach Akcakoca ( ca. 7 Std.)
Übernachtung auf einem Campingplatz direkt am Schwarzen Meer
Am nächsten Tag bis kurz vor Ünye ( ca. 7 Std.). Übernachtung auf einer Raststätte. Besser in Ünye übernachten, das liegt direkt am Schwarzen Meer.
Dann nochmal ca. 5-6 Std. bis zum Grenzübergang Batumi.
Wir sind die meiste Zeit auf der E70 gefahren, da kommt man schnell voran und fährt des öfteren direkt am Schwarzen Meer entlang.
Vorteil vom Autozug: man bekommt von den im Zug mitreisenden Türken wertvolle Informationen über die Türkei, hat nette Gesellschaft und man kann sich für die lange Etappe durch die Türkei noch etwas entspannen.
Wir sind am 30.08. gefahren, da war im Zug wenig los und wir hatten für 3 Mann ein 6er Abteil für uns, das war perfekt.
In der Hauptsaison kann es allerdings ziemlich eng werden.
viele Grüße

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Re: Ruote Türkei Georgien zu empfehlen?

Beitragvon klausmong1 » 27.11.2014 21:27

Autoreisezug kommt nicht in Frage, mein Moped ist nicht kaputt.

Ich bin bis jetzt immer selbst an und retourgefahren.
Deswegen möchte ich das auch weiter so halten.

Wenn ich von Wien nach Villach fahre, dort den Zug nehme und dann bis Erdirne fahre, spare ich eventuell einen ganzen Tag, wenn überhaupt.
Und da fahre ich lieber mit dem Moped und seh was.

Wäre ja wegen dem Mopedfahren :mrgreen:

Aber danke für die Tips.
Ich such mir gerade alles mögliche über die Strecken zusammen.
Ich will zwar schnell durch die Türkei, aber trotzdem die Zeit nehmen um Dinge anzusehen, das ist mir wichtig
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Re: Ruote Türkei Georgien zu empfehlen?

Beitragvon Ralf Kiefer » 28.11.2014 23:07

klausmong1 hat geschrieben:Ich will zwar schnell durch die Türkei, aber trotzdem die Zeit nehmen um Dinge anzusehen, das ist mir wichtig

Mein letztes Mal Türkei war vor 4 Jahren, aber auch da war es noch so, daß der türkische Staat motiviert war Sondereinnahmen zu generieren. Dazu sucht er sich jede Gelegenheit moppedfahrende Touristen zu erleichtern. Ich kenne die Tendenz der vergangenen drei Jahre nicht. Aber wenn sich nichts Grundlegendes [1] geändert hat, dann sind zum schnellen(!) Durchkommen weder die Autobahn am Schwarzen Meer entlang (viele Orte, viele in Gegenrichtung am rechten Straßenrand geparkte PKW mit netter technischer Ausstattung "Made in Germany") oder die übliche Strecke über Ankara, Sivas, Erzurum zu empfehlen.

Auf mehreren Türkeireisen ergab sich folgende Szene ggf. mehrfach: "Mist, Kamerawagen übersehen!" Danach ist typischerweise in wenigen km Entfernung die Zahlstelle aufgebaut. Es gibt außer sehr teuer bezahlen [2] zwei Möglichkeiten: entweder im "Windschatten" eines LKW die Zahlstelle passieren oder zwischen dem Kamerawagen und der Zahlstelle umdrehen und eine alternative Streckenführung wählen. Am Schwarzen Meer entlang funktioniert letzteres tendentiell gar nicht, aber im Landesinneren. So kamen wir jeweils zu ganz tollen Stellen und Strecken, die wir sonst nicht gewählt hätten :-)

Zu anderen Punkten: bei einer Durchreise würde ich auf Kappadokien verzichten. Es täte Dir einfach leid, dort vorzeitig aufzubrechen, ohne allzu viel gesehen zu haben. Fahr lieber im Norden entlang! Die schönen und bekannten Küstenorte in Reichweite von Istanbul und Ankara sind allerdings an den Wochenenden überlaufen, also einkalkulieren bei der Übernachtungssuche. Denn auch die einheimischen Städter schätzen so Orte wie Sile, Akcacoca oder Amasra. Wenn Du ein wenig schön erhaltene Schwarzmeerküstenhinterlandsarchitektur sehen möchtest, dann suche Dir eine Übernachtungsgelegenheit in Safranbolu oder Kastamonu (mein Favorit :-) ).

Das bereits erwähnte Yusufeli kann ich ebenfalls empfehlen :-) Dort gibt's einerseits touristische Infrastruktur, eine Menge tolle Landschaft auch mal mit Wasserfällen und insbesondere etliche armenische Kirchen in einem mehr oder weniger verfallenen Zustand, teils recht weit oben in den Bergen. Ich bin der Meinung, daß man genau dort ein bißchen was von den Resten einer hier nicht mehr vorhandenen armenischen Kultur anschauen sollte. Je nach Deinem Zeitplan empfiehlt sich ggf. ein Extratag nahe Kars, um die Ruinen von Ani anzuschauen.

BTW falls Du echte, also gebührenpflichtige Autobahn fahren möchtest, dann achte drauf, daß Dir die Gauner vorher(!) verraten, wieviel Maut Deine geplante Strecke kosten wird. Uns verkauften sie trotz Nennung unserer Streckenwahl (ungefähr Ankara bis kurz hinter Istanbul) eine Guthabenkarte (pro Fahrzeug eine, ausschließlich für Moppeds nutzbar, nicht auf Autos übertragbar), die weit überhöht war: 50DM. Und dann versuche mal den Rest wieder ausbezahlt zu bekommen. Vergiß es! Ich glaube, daß ich beim nächsten Mal die Taktik eines unterwegs getroffenen Australiers beherzigen werde: einfach die meist linke (Automatik-)Spur zum Durchfahren nehmen. Da ertönen zwar diverse akustische Beifallsbekundungen, aber die konnte man angeblich vor einigen Jahren ignorieren. Ich möchte hier nicht dazu aufrufen jegliche Gesetze zu brechen, aber manches an den Regeln des türkischen Straßenverkehrs hat mich extremst gestört, und dazu gehörte die Verarschung mit der angeblich so nötigen Guthabenkarte. Heute würde ich denen natürlich mit Seehofer und Dobrindt drohen ;-)

Gruß, Ralf

[1] Moppeds dürfen auf Landstraßen 70km/h fahren, alle anderen 90km/h, also auch LKWs [3].
[2] Im Jahr 2004 für behauptete 32km/h zu schnell im Pulk mit allen anderen, also auch LKW, sollten es umgerechnet 170DM sein.
[3] Wenn Du mit dem Blick in den Rückspiegel erkennst, daß gerade 40t (oder ein paar mehr) erfolgreich zum Überholen ansetzen und ausscheren und Dein GPS reale 115km/h meldet, weißt Du, wie das mit den Geschwindigkeiten aussieht. BTDTNT.
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Re: Ruote Türkei Georgien zu empfehlen?

Beitragvon klausmong1 » 29.11.2014 01:12

Autobahnen und Ähnliches kommt eh nicht vor.

Und das mit den Vollautomatischen Fotoapparaten kenn ich aus der Ukraine und Russland, da hab ich eine Taktik die funktioniert.

Nur stumpf durchfahren muß auch nicht sein.
Ich war noch nie in der Türkei, so gesehen kann ein Vorgeschmack auf das Land interessant sein..
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