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"TAT"

Für alle und alles zwischen Alaska und Patagonien.

"TAT"

Beitragvon seehase » 25.09.2015 16:11

Guten Tag,

wieviel Km/Tag ist realistisch ?
a. unerfahrene Fahrer
b. gute Fahrer

Herzlichen Dank
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Re: "TAT"

Beitragvon pickypalla » 25.09.2015 17:14

vllt ne doofe Frage, aber was ist TAT? :)
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Re: "TAT"

Beitragvon Blindschleiche » 25.09.2015 20:57

seehase hat geschrieben:wieviel Km/Tag ist realistisch ?
a. unerfahrene Fahrer
b. gute Fahrer


Denke es kommt weniger darauf an ob man ein erfahrener oder unerfahrener Fahrer ist. Jeder kann an einem Tag 1000 km runter spulen. Frage ist dann mehr, wie es einem am nächsten Tag geht.

Wenn ich Ferien habe und mit dem Motorrad unterwegs bin, dann habe ich meine Tages Limite auf 300 km gesetzt. So bleibt genug Zeit für andere Aktivitäten als nur Fahren.
Gruss Marco
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Re: "TAT"

Beitragvon seehase » 26.09.2015 02:07

Trans American Trail....
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Re: "TAT"

Beitragvon MathiasH » 26.09.2015 09:08

Ich bin den TAT ja dieses Jahr gefahren und es kommt schon darauf an, ob man ein guter und sicherer Fahrer auf losem Untergrund ist, oder doch eher langsamer unterwegs ist. Wir haben unterwegs ein Trio getroffen, die deutlich langsamer als wir waren, weil eine Frau so gut wie gar keine Erfahrung im Gelände hatte.
Wir haben uns immer die 200 Meilen pro Tag als Ziel gesetzt, und je nachdem wie fit wir noch waren, sind wir entweder noch weiter oder eben nicht. Es ist pauschal schwer zu sagen. In Oklahoma hast du praktisch 1000 Kilometer Schotter nur geradeaus, wo man richtig Kilometer machen kann am Tag, und dann gibts wieder Stellen/Tage, wo man sehr langsam ist. Kommt auch aufs Wetter an: wenn du im glitschigen Schlamm landest, so wie wir auch mal, kommst du praktisch nicht vorwärts für ein paar Stunden.
Es sind halt über 8000 Kilometer offroad... Ich sage aber mal, die 200 Meilen am Tag sind schon zu schaffen. Ist halt auf Dauer echt anstrengend, für 23 oder mehr Tage JEDEN Tag mindestens 320 Kilometer Piste zu fahren (wobei es nur selten richtig technisch wird).

PS: kommt natürlich auch drauf an, was für ein Bike du hast. Mit einer 1200er hätte ich wahrscheinlich drei Tage länger gebraucht (und hätte manche Passagen gar nicht fahren können).
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Re: "TAT"

Beitragvon seehase » 29.09.2015 08:07

Herzlichen Dank Mathias,

von welchem Ort seid ihr los und wo habt ihr die TAT beendet ?

Gruß
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Re: "TAT"

Beitragvon MathiasH » 29.09.2015 10:19

Wir sind die "originale" Route von Tennessee nach Port Orford, Oregon gefahren. Unser Startpunkt war allerdings wegen der besseren Logistik Nashville und nicht Tellico Plains bzw. Jellico.
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Re: "TAT"

Beitragvon seehase » 29.09.2015 14:21

Danke !
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Re: "TAT"

Beitragvon seehase » 01.10.2015 08:50

"PS: kommt natürlich auch drauf an, was für ein Bike du hast. Mit einer 1200er hätte ich wahrscheinlich drei Tage länger gebraucht (und hätte manche Passagen gar nicht fahren können)."


Hallo Mathias,

so weit so gut, wir sind drei und fahren zwei KTM 690 Enduro und eine GS 1200.
Mit der Äußerung hast du unseren BMW-Fahrer neugierig gemacht.
Welchen Passagen fallen dir ein wenn du sagst mit der 1200 GS geht gar nicht ?

Gruß
Christian
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Re: "TAT"

Beitragvon MathiasH » 14.11.2015 14:54

Schon sechs Wochen her die Frage, hab's aber eben erst gesehen... Die Auffahrt zum Hancock-Pass in Colorado war schon anspruchsvoll, mit ner 1200er sicher sehr schwer. (Hancock ist in den aktuellen TAT-Maps auch nicht mehr drin, weil sich zu viele Big-Bike-Fahrer bei Sam "beschwert" haben... Wir haben ihn wieder "eingebaut" in die Route, war auch echt schön.) Generell sind immer mal wieder kürzere Abschnitte ziemlich schwierig, zumindest wenn/weil eine 1200er locker 120 Kilogramm mehr wiegt als meine DRZ. Es gibt häufiger mal längere Strecken mit weichem Sand. Je nach Wetter auch mal extrem rutschige Pisten (In Utah konnten haben wir ewig für ein paar hundert Meter gebraucht, weil der nasse Lehmboden wie Schmierseife war - wenn man da eine 1200er zigmal ablegt und wieder hochwuchten soll, viel Spaß.) Auch in Nevada gibt' längere anspruchsvolle Stücken, in Utah beim White Rim Trail auch viel Sand, danach im Black Dragon Wash auch wieder Sand... Dazu kommt noch das rangieren, wenden, aufheben... Wenn man Spaß haben will, würde ich niemals (!) mit einer 1200er fahren. Liegt sicher auch am Fahrer, aber ich denke, ich bin ganz gut dabei im Gelände und war trotzdem heilfroh über die leichte DRZ. 690er sollte kein Problem sein, ist sicher ein tolles Bikes für den TAT.
Über die Jahre hat Sam die Route immer weiter aufgeweicht, weil sich wirklich viele beklagt haben, musst du mal bei advrider schauen. Daher haben wir all die "schwierigen" Passagen eben per Hand wieder ergänzt - war auch wirklich gut so. Wenn schon den TAT, dann richtig und nicht die Mädchen-Version :)
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Re: "TAT"

Beitragvon papublic » 17.02.2016 01:46

hallo mathias, hast du zufällig kartenmaterial, oder gps daten von eurer variante des TAT? Wir wollen 2017 den trail fahren, aber auf eine "Mädchenvariante" haben wir keine lust.
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Re: "TAT"

Beitragvon fmwag » 17.02.2016 10:31

320 km oder 200 Meilen pro Tag und das über 23 Tage
Und das soll Spass machen - das ist doch eher abhaken als erleben

PS: selbst auf Asphalt wäre schon nicht der Hit
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Re: "TAT"

Beitragvon klausmong1 » 17.02.2016 10:38

Da hat halt jeder andere Vorstellungen.

Es wäre für DICH nicht der Hit, andere Fahrer haben da ganz andere Einstellungen dazu.
ich hab auch in der Mongolei 300km am Tag auf den Pisten gemacht ( nicht auf jeder, gab auch mal Tage mit 150km ) aber auf Strasse ist selbst viel mehr relaxed und kein Problem.

Muß jeder selber wissen was er macht.
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Re: "TAT"

Beitragvon fmwag » 17.02.2016 12:10

Wenn man die TAT fährt, will man doch Sicherheit auch etwas von Land und Menschen vor Ort erleben
Bei 200 Meilen pro Tag und das über 23 Tage durchgehend kann man das wohl vergessen
Mehr wollte ich ja gar nicht sagen - aber jeder soll es so machen wie er es für richtig ansieht

Aber vielleicht ist es ja eine falsche Einschätzung von mir und es ist so mit Matthias schreibt
Außerdem geht der TAT ja praktisch nur die Pampa,
man kommt kaum in Kontakt mit "Einheimischen" :D und mit klassischen Touri-Zielen überhaupt nicht.


PS: Stichwort Mongolei:
wo auf vielen Kilometern nur das gleiche zu sehen ist kann man auch fahren, weil man wenig verpasst
Zuletzt geändert von fmwag am 17.02.2016 13:02, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: "TAT"

Beitragvon MathiasH » 17.02.2016 12:58

Ich kann dir versichern, das macht sogar sehr viel Spaß! Beim campen (und was anderes gibt's auf der Tour eh nicht) schläft man in der Regel nicht lang, d.h. meist gegen 8 Uhr Abfahrt - und wenn man dann am Nachmittag das Tagesziel erreicht ist doch alles gut. Klar ist es auf Dauer anstrengend, aber während der Tour sieht man mehr von den USA als die meisten Amis in ihrem ganzen Leben. Außerdem geht es beim TAT nicht darum, großartig Menschen kennenzulernen – es ist eine Offroad-Tour durchs Hinterland.

EDIT: grad vergessen, papublic, ich kann dir die Abschnitte als gps-Tracks geben, die wir wieder eingebaut haben. Aber nicht die ganze Route - die gibt's nur bei Sam zu kaufen und das soll auch so bleiben.
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