Motorradreiseforum Motorradkarawane Motorrad-Reise-Treffen Gieboldehausen Karawane - Kultur grenzenlos

Motorradverkauf in Südamerika

Für alle und alles zwischen Alaska und Patagonien.

Motorradverkauf in Südamerika

Beitragvon Reisefieber » 14.11.2010 21:56

Hallo, hat Jemand Erfahrung mit dem Verkauf eines aus Deutschland einführten Motorrads in einem der Ländern Argentinien, Chile oder Peru ?
Schildert doch bitte Eure Erfahrung.
Wie findet man einen Käufer (gibt es Gebrauchtmärkte ?)
Was ist zu beachten? Einfuhrzoll im jeweiligen Land und Abmeldung in Deutschland
Kaufabwicklung - gibt es so etwas wie einen Mustervertrag ? Kling typisch deutsch-bürokratisch, aber vielleicht sind ja auch in Südamerika bestimmte systematische Handlungsabläufe typisch.

Schon einmal herzlichen Dank für Euren Input
Andreas
Benutzeravatar
Reisefieber
 
Beiträge: 27
Registriert: 21.04.2009 22:13
Wohnort: Berlin

Re: Motorradverkauf in Südamerika

Beitragvon olli68 » 19.11.2010 18:42

Hallo Andreas,

in Argentienen dürfen keine gebrauchten Motorräder zum verkauf eingefügt werden.

In Chilie kannst du den Verkauf nur über den Zoll abwickeln.

Zumindest war das 2007 so.

Schwarzverkaufen hat den Hacken das die dort auch Computer haben und du bei der Ausreise
Probleme bekommen kannst.



Gruß Olli
olli68
 
Beiträge: 40
Registriert: 16.07.2005 12:40
Wohnort: Grevenbroich

Re: Motorradverkauf in Südamerika

Beitragvon muthoka » 21.11.2010 22:23

Hallo Reisefieber,
ich beschreibe mal was geht:
Wir haben unser Motorrad 2009 nach Argentinien eingeführt (per Schiff) und ganz normal aus dem Zoll geholt. Das hat fast ne Woche gedauert, ist aber machbar.
Dann sind wir durch Uruguay Richtung Brasilien gefahren.
Nach Brasilien sind wir über eine offene Grenze in Rivera / Santana do Livramento gefahren. Dort mussten wir den Uruguayischen Grenzposten aufsuchen und selbst die Pässe zum Stempeln vorzeigen. Ich habe zusätzlich auch die Motorradpapiere vorgezeigt, aber das hat die Grenzer nicht interessiert. Auf der Brasilianischen Seite hat das Motorrad die Grenzer nicht interessiert, obwohl sie es eigentlich verzollen lassen sollten (laut Gesetz). Kein Papier, kein Stempel, nichts,
Bei der Ausreise aus Brasilien (mit dem Flieger, ohne Motorrad) hat niemand nach dem Motorrad gefragt (es war ja auch offiziell nicht eingeführt worden.)

Kurz: An offenen Grenzen wie Rivera und vermutlich auch Chui oder Foz do Iguazu, wo viele Touristen unregistriert rein- und rausfahren kann auch ein Motorrad verschwinden, ohne das es jemanden interessiert.

Ich kann mir vorstellen, dass das in Chile oder Argentinien ähnlich ist.
Um das Motorrad in Deutschland abzumelden musst Du den Fahrzeugbrief und das Kennzeichen wieder mit nach Deutschland nehmen. Den internationalen Fahrzeugbrief kannst Du in Südamerika lassen (das wiederum interessiert die deutschen Behörden nicht.)
Aus deutscher Perspektive noch korrekter wäre ein Überführungskennzeichen. (Näheres weiß das örtliche Strassenverkehrsamt.)

Das einzige Problem in Argentinien oder Brasilien ist, dass eigentlich kein Einheimischer das Motorrad kaufen und legal anmelden darf. Möglicherweise gibt es aber Menschen, die das nicht vorhaben und trotzdem ein Motorrad kaufen.

Eleganteste Möglichkeit: Du findest einen Deutschen, der das Moped kauft und hier in Deutschland ummeldet (dazu braucht man ja nur Schilder + Papiere) und in Südamerika weiter als deutsches Touristenmotorrad fährt.

Grüße
Claudio
Der Motorradreise-Podcast
http://www.pegasoreise.de
Benutzeravatar
muthoka
 
Beiträge: 142
Registriert: 26.08.2008 20:09
Wohnort: Essen

Re: Motorradverkauf in Südamerika

Beitragvon Gerald Bauer » 24.11.2010 02:12

Eleganteste Möglichkeit: Du findest einen Deutschen, der das Moped kauft und hier in Deutschland ummeldet (dazu braucht man ja nur Schilder + Papiere) und in Südamerika weiter als deutsches Touristenmotorrad fährt.

Bezueglich eines Ummeldens bzw. Verkaufens an einen Touristen muss beachtet weden, dass der Tuev nicht abgelaufen sein darf !
Ohne Tuev kannst Du zwar jedes Fahrzeug abmelden, jedoch weder anmelden noch den Besitzer wechseln ...
Damit ist einem Verbleib des Motorrads mit Verkauf an den jeweils naechsten (deutschen) Touristen eine Grenze von maximal zwei Jahren gesetzt.

Dazu habe ich dann eine Frage: Die Rotels fahren doch mit deutschen Nummern, wie halten die es mit ihrer Anmeldung bzw. ihrem Tuev ? Weiss das jemand ?

Prinzipiell halte ich es fuer eine gute Idee, wozu muss jeder sein eigenes Fahrzeug hin- und zurueck schippern, wenn vor Ort ein reisetauglich aufgeruestetes Motorrad steht ?

Gerald (mittlerweile mit kanadischer XT)
Benutzeravatar
Gerald Bauer
 
Beiträge: 46
Registriert: 05.02.2005 20:32
Wohnort: Rems-Murr-Kreis

Re: Motorradverkauf in Südamerika

Beitragvon Sebastian » 26.11.2010 11:23

Hi

was die Rotels und ihre Zulassung angeht... ausserhalb von Europa interessiert es nen toten ob der TÜV noch gültig ist, das Kennzeichen legal oder die Zulassung noch in Ordnung ist.

Was verkauf an andere Deutsche im Ausland angeht... ganz richtig, mit abgeaufenem TÜV muß die Maschine erst wieder nach Deutschland.

Verkauf in Argentinien:

Registrierungslücken an Grenzen kann man mittlerweile ausschließen. Natürlich gibt es noch kleinere Grenzposten ohne Computer, aber wer auch immer mit dem Motorrad im Land fährt oder mal über ne andere Grenze will, kommt früher oder später in Erklärungsnot.

Verkauf an Argentinier ist nur "schwarz" möglich, da Sie keine gebrauchten Fahrzeuge importieren/nationalisieren dürfen. Verkauf an andere Touris ist machbar. Auch ohne beteiligung Deutscher Zulassungsbehörden. Was es braucht, sind ordentliche Papiere und Import und ein Kaufvertrag mit Namen von Käufer und Verkäufer. Der Vertrag muß bei nem Argentinischen Notar gemacht werden... Stempel und Siegel und alles... sonst gibt es wieder ärger.

Bis neulich
Gruß von "San" Sebastian
-------------------------------
http://www.tauradan.de
http://blog.tauradan.de
http://photo.tauradan.de
Sebastian
 
Beiträge: 70
Registriert: 24.02.2006 00:44
Wohnort: Viedma, Rio Negro - Arg

Re: Motorradverkauf in Südamerika

Beitragvon BCK_973 » 29.11.2010 02:59

Andreas
Wie Sebastian schon uns sagte gebrauchte Mopeds kann man legal nicht verkaufen.Natürlich kommt es an was für eins es ist wirst du immer einen käufer findig machen.Sei es als Ersatzteil "schlachtfest" oder als "Zwilling" Moped.
Vom Xt 600 bis zur GSA.Ältere Modelle lassen sich unkomplizierter verkaufen.Aber wie gesagt wenn es verboten ist dann besteht immer die Gefahr Ärger mit den Behörden zu finden :evil:
mit der XR 650 L in Argentinien!
BCK_973
 
Beiträge: 56
Registriert: 06.12.2005 00:23
Wohnort: buenos aires ARGENTINA

Re: Motorradverkauf in Südamerika

Beitragvon Axel-AV » 21.03.2011 15:30

gibt es in einem anderen südamerikanischen Land die Möglichkeit eingeführte Motorräder offiziell zu verkaufen?
Benutzeravatar
Axel-AV
 
Beiträge: 78
Registriert: 04.09.2006 01:29
Wohnort: München / Sindelfingen

Re: Motorradverkauf in Südamerika

Beitragvon Sebastian » 21.03.2011 19:47

Ich befürchte nicht. Habe zumindest noch nichts davon gehört.

Nagel mich jetzt aber nicht darauf fest.
Gruß von "San" Sebastian
-------------------------------
http://www.tauradan.de
http://blog.tauradan.de
http://photo.tauradan.de
Sebastian
 
Beiträge: 70
Registriert: 24.02.2006 00:44
Wohnort: Viedma, Rio Negro - Arg

Re: Motorradverkauf in Südamerika

Beitragvon muthoka » 21.03.2011 22:49

Hallo Andreas,

ein Tipp fällt mir noch ein:
Dakamotos in Valparaiso / Chile:

... (Adresse verwechselt - siehe unten)...

... kann Dir sicher sagen, ob es möglich ist, in Chile ein Moped zu verkaufen. Vielleicht findet sich aber auch über deren Kontakte ein Traveller, der in Chile ein Motorrad kaufen will. (z.B. ein Deutscher, dann wäre das ummelden in Deutschland ganz einfach).

Gruß und boa viagem!
Claudio
Zuletzt geändert von muthoka am 22.03.2011 12:00, insgesamt 1-mal geändert.
Der Motorradreise-Podcast
http://www.pegasoreise.de
Benutzeravatar
muthoka
 
Beiträge: 142
Registriert: 26.08.2008 20:09
Wohnort: Essen

Re: Motorradverkauf in Südamerika

Beitragvon BCK_973 » 22.03.2011 02:03

muthoka hat geschrieben:Hallo Andreas,

ein Tipp fällt mir noch ein:
Dakamotos in Valparaiso / Chile:
http://www.dakarmotos.com
Javier und Sandra betreiben dort eine Werkstatt und Treffpunkt für Motorradreisende. Sandra spricht Deutsch, ist auch hier im Forum aktiv und kann Dir sicher sagen, ob es möglich ist, in Chile ein Moped zu verkaufen. Vielleicht findet sich aber auch über deren Kontakte ein Traveller, der in Chile ein Motorrad kaufen will. (z.B. ein Deutscher, dann wäre das ummelden in Deutschland ganz einfach).

Gruß und boa viagem!
Claudio


Naaaaaaa!!!!!
Dakarmotos ist in Buenos Aires,komme gerade von dort!(bin meine 1985 55W Tenere dort am Restaurieren) Sandra kann kein Deutsch!!!!!
Du meinst in Valaparaiso ist die Villa Kunterbunt.Martina eine waschechte Köllnerin spricht Kölsch und auch deutsch...... :D
http://villakunterbuntvalpo.blogspot.com/

enzo & martina tesser
avenida quebrada verde 192
playa ancha, valparaiso, chile
phone:0056-32-2288873
email: villakunterbuntvalpo@yahoo.de

Salutti
KH
mit der XR 650 L in Argentinien!
BCK_973
 
Beiträge: 56
Registriert: 06.12.2005 00:23
Wohnort: buenos aires ARGENTINA

Re: Motorradverkauf in Südamerika

Beitragvon muthoka » 22.03.2011 12:09

...richtig, Villa Kunterbunt, die meinte ich.
Ich hatte mit Martina E-Mail Kontakt (die Mails waren auf Hochdeutsch :wink: ), bin aber letztlich doch über Buenos Aires nach Südamerika gefahren und habe dort Dakamotos nicht getroffen, weil die unterwegs waren.
Erzähl das keinem Argentinier, dass ich Buenos Aires mit Valparaiso verwechselt habe :lol:

Gruß
Claudio
Der Motorradreise-Podcast
http://www.pegasoreise.de
Benutzeravatar
muthoka
 
Beiträge: 142
Registriert: 26.08.2008 20:09
Wohnort: Essen

Re: Motorradverkauf in Südamerika

Beitragvon carmenontheroad » 28.10.2011 20:41

Hi, habe auch eine Frage zu dem Thema. Ich plane 2012/2013 mit meinem Motorrad durch Nord- und Südamerika zu fahren. Der Rücktransport des Bikes nach Deutschland ist mir etwas zu teuer. Wenn man das Bike nicht legal in Agentinien oder Chile verkaufen kann, kann man es evtl legal verschrotten lassen oder muss das Motorrad dann auf jeden Fall wieder das Land verlassen?

VG, Carmen
carmenontheroad
 
Beiträge: 6
Registriert: 28.10.2011 20:31
Wohnort: Sindelfingen

Re: Motorradverkauf in Südamerika

Beitragvon Axel-AV » 28.10.2011 23:03

Hab mal gelesen dass du dein Mopped bei Ausreise einfach im Zollgewahrsam lassen kannst und wenn du ned rechtzeitig wieder kommst (darfst es ja zT 9 Monate im Land lassen) behalten sie es einfach.
In Brasilien haben sie bei uns das Motorrad nicht mal eingetragen, aber das scheint ein Einzelfall zu sein. mal schaun wie wir wieder ausser Landes kommen.
Paraguay wurde uns hier auf Nachfrage für den Verkauf empfohlen. Da werden scheinbar auch alle gestohlenen Fahrzeuge hin verkauft
Benutzeravatar
Axel-AV
 
Beiträge: 78
Registriert: 04.09.2006 01:29
Wohnort: München / Sindelfingen

Re: Motorradverkauf in Südamerika

Beitragvon carmenontheroad » 28.10.2011 23:39

Hallo Axel, danke für die Tipps! Die Sache mit dem Zoll ist interessant. Müsste man nur sicherstellen, dass keine Lagergebühren anfallen.
Der Verkauf in Paraguay wäre von der Route her auch ok. Habt ihr schon Leute getroffen, bei denen das gut geklappt hat?
VG,Carmen
carmenontheroad
 
Beiträge: 6
Registriert: 28.10.2011 20:31
Wohnort: Sindelfingen

Re: Motorradverkauf in Südamerika

Beitragvon BCK_973 » 29.10.2011 02:08

So zum Thema:
Brasil ohne temp import kann sehr ärgerlich enden!!!! Versuch mal es wieder zu bekommen oder aus dem Land zu schlüpfen.
In Argentinien sagen wir mal so kannst es verkaufen,nur zum kleinen Preis logo.Wir können hier mit euren Teilen nur Ersatzteile beschaffen.Sollte es eine alte XT,TA oder AT sein dann kannst du maximal mit 1000 dollar rechnen(kosten ja auch in Europa kaum über 1000 euros).Da auch viele sehr runtergekommen sind(sprich Motor und Getriebe).
Die tragen nur im System ein das du mit nem Moped reingefahren bist.Du bekommst das nicht im Pass!Also per Flugzeug rausfliegen ist einfach,da schaut keiner auf dein Moped.Erstens kriegst du ja nur 3 Monate im Pass,aber 8 fürs Bock.
Sollte es eine etwas bessere Maschine sein dann lohnt sich es schon Heim zu bringen.Das kostet so um die 2000 Dollars.
In BA gibt es eine Stelle wo man überschrittene Imports verlängern kann.Aber sollten die es bei der Grenze entdecken dann kannst du mit Beschlagnahmung rechnen.Und Bussgeld fürs Freibekommen($$$$$$$$$$$).
Karl,aus BA
mit der XR 650 L in Argentinien!
BCK_973
 
Beiträge: 56
Registriert: 06.12.2005 00:23
Wohnort: buenos aires ARGENTINA

Nächste

Zurück zu Nord- und Südamerika

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste