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Rumänien

Für neue Abenteuer auf dem alten Kontinent.

Rumänien

Beitragvon Turboschorsch » 21.09.2016 15:11

Hallo liebe Freunde des Reisens, der Blas- und Volksmusik

da ich neues Mitglied in diesem Forum bin, jedoch schon lange stiller Leser war, möchte ich mich erst einmal für die mir in diesem Forum zur Verfügung gestellten Tips und Reiseberichte bedanken. Nun zu meinem ersten kurzen Bericht über meine vergangene Rumänien Reise.

Wegen einer Erkrankung meiner weltbesten Sozia und die Möglichkeit eine Woche Urlaub zu erhalten, habe ich mich zu einem spontanen Trip nach Rumänien entschlossen. Ja ja ich weiß, eine Woche ist für dieses Land sehr sehr knapp und kurz. Wie gesagt mehr Zeit stand nicht zur Verfügung und es hieß erst einmal Gas geben und das Zielgebiet erreichen.


Los ging es 04.09. von Limburg nach Passau. In Passau traf ich mich mit meinem im Forum kennengelernten Mitstreiter. In Passau wurde die Autobahn verlassen, und über Bundesstraße der Donau folgend bis Linz gefahren. Da wir am ersten Tag Ungarn als Ziel avisiert haben, ging es nun über die Autobahn an Wien vorbei nach H-Masonmagyaravar (Nähe Grenze Nickelsdorf). Untergekommen sind wir im Hotel Panorama. Top Unterkunft mit Garage für die beiden Motorräder.

Am nächsten Tag ging es bei strömenden Regen via Autobahn an Budapest und Szeged vorbei Richtung Rumänien. In Nadlac, an der rumänischen Grenze, mußten wir ca. 10 Minuten an der Grenze warten. Rumänien gehört nicht zum Schengen Raum. Von dort ging es nach Arrad. Hier wurde der erste rumänische Geldautomat aufgesucht. Karte rein, deutsches Sprachmenü gedrückt, ca. 2 Minuten warten, und nix mit Geld. Ah schon pleite bevor es los geht ? 2. Versuch gleiches Problem, andere Karte, wieder nix mit Lei. Dann die Erleuchtung, englisches Sprach Menü gedrückt, und jetzt kam der Geldsegen. Dieses Problem ist uns nochmal an einem anderen ATM aufgetreten.

Nach dem wir mit Lei versorgt waren, ging es im strömenden Regen nach Timisoara. In Timisoara übernachteten wir im Hotel Imperial. Auch dort Top Unterkunft und sichere Abstellmöglich für das Bike im verschlossenen Innenhof.

Am 06.09. begann die eigentliche Rundreise. Das Wetter war zumindest auf den ersten 2,5 Kilometer top und trocken, aber dann wie auch schon in Ungarn , nur Regen. Geplant war die Fahrt an diesem Tage über Reschitz Richtung Donau. Wegen dem Regen wurde wieder die A 1 bis Lugoj gewählt, und dann über die N 6 nach Drobeta. Mit mäßigen LKW Verkehr erreichten wir nachmittags die Donau. Und siehe da, ein Blaustreif am Horzizont. Der Regen ließ nach, und wir entschieden und zu einem spontanen Trip über das Schleusenwehr Eisernes Tor nach Serbien. Grenzformalitäten wurden schnell erledigt, Einreise nach Serbien auch mit Personalausweis möglich.In Kladunisca , gegenüber von Drobeta ein wenig rumgelaufen , Kaffee getrunken und danach wieder zurück nach Rumänien bzw. Drobeta. In dem zentral gelegenen Hotel Pensiune Turistica wurde übernachtet und vorzüglich gegessen.

Abends kam nun die Sonne endgültig raus, und das sollte so auch an den nächsten Tag bleiben. Für heute war nun die Transalpina geplant. Morgens an der Donau entlang, im Gegensatz zu dem Fahrer, war diese heute mal blau, und der Fahrer baff von der fjordähnlichen Donau. Über die 67 ging es über Herkulesbad nach Targu Jiu. Die ersten 15km auf der 67 entsprachen bis dahin meinen typischen rum. Straßenvorstellungen. Schlaglöcher, Spurrillen, Teeraufbrüche und einiges mehr. Mit meinem Sporttourer war nun Mofa Tempo angesagt. Die 400km vorgesehene Tagesetappe schien mir nicht realisierbar. Aber wie so oft in Rumänien, EU und dank den rumänischen Straßenbauern, top Straße, schöne weite Kurven, und tolle Schwarzwald ähnliche Landschaft. So macht das Biken Spaß. In Novaci dann der Aufstieg zu Rumäniens höchsten anfahrbaren Ort, die Transalpina. Super ausgebaute Kurven und Kehren. Top Fahrbahnbelag, Nix Maut, nix Polizei,Nix Wohnmobile und Omnibusse keine kraftlose und taumelnde Radfahrer, keine schleichende und überforderte PKW Fahrer. Einfach Klasse. So mancher mautpflichtige österreichischer Passbetreiber kann sich hier eine Scheibe abschneiden. In Orbarsa Lotrului ging es über die N 7a nach Brezoi. Die 7a schlänget sich durch unberührte Wälder ca 65KM bis zur E 7. Ab dort ging es mit dichten aber zügigen LKW Verkehr über Rumnicu Valcea nach Curtea de Arges. Da wir sehr spät in Curtea des Arges ankamen, war mit Hotelauswahl nicht mehr viel. Aber nochmal Glück gehabt, zwei Einzelzimmer zu annehmbaren Preis gefunden. Wären wir noch ca. 10 KM raus Richtung Transfagarasan war das Übernachtungsangebot größer. Aber wie gesagt, schlafen war ok, aber nix mit Essen, dafür 4 KM Fußmarsch ins Zentrum, der Chronist total überfordert damit , dort super Pizza gegessen und Kalorienhaushalt wieder ins Lot gebracht.

Am 07.09 sollte der Höhepunkt der Reise kommen. Die Transfagarasan. Was soll ich sagen, auch hier Alpenähnliche Landschaft, Kurven und Kehren wie man es aus den Alpen gewohnt ist. Wie auch auf der Transalapina, super biken bei wenig bis gar keinen Verkehr. Auf der Passhöhe durchfährt man einen ca. 500m langen unbeleuchteten Tunnel. Sollte noch eine gewisse Restsehkraft vorhanden sein, so ist die Durchfahrt kein Problem, sonst abwarten bis einer voraus fährt. Auf der Passhöhe wie auch auf der Transalpina die üblichen Verkaufsstände von Wurst, Käse und sonstigen Ersatzteilen. Aber jedoch nicht so einen Massenauflauf wie man es aus den Alpen gewöhnt ist. Nach einer Tasse Kaffee und Nahrungsaufnahme ging es über die ca. 25 Kehren hinab Richtung Sibiu. Dort wieder auf die A 1 Richtung Brad. Über die die E 79 sollte heute noch Oradea erreicht werden. Aber die Rechnung wurde ohne die rumänischen Straßenbauer gemacht. Die ca. 170 km bestand je zur Hälfte aus Schotter oder sonstigen nicht teerhaltigen (keine Zigaretten) Material. Hier sank jetzt unser Stundenschnitt auf Mofa Tempo. Mein Mitfahrer auf seiner GS fand die Strecke super, ich mit Sporttourer ohne Heidenau Bereifung für gerade so befahrbar. Aber was sollst, da muss der Pirelli Angel durch. Wegen der dem Krad nicht angepassten Straßenverhältnisse haben wir unser Ziel in Oradea nicht erreich. Übernachtet wurde irgendwo 30 KM vor Oradea.

Für den nächsten Tag war der motorisierte und geordnete Rückzug aus Rumänien geplant. Morgens um 09.00 Uhr wurden die Motoren angelassen und über top geteerte und von der EU gesponserte Rollbahnen ging es Richtung Slowakei. In Ungarn nur Autobahn, in der Slowakei über kurvenreiche Strecke Richtung Hohe Tatra. Auch hier wieder super Verkehrsverhältnisse in allen Beziehungen. Wie die Karpaten ist auch die Tatra ein tolles Motorradreiseziel. Übernachtet wurde in Zdiar in einem tollen Wellness und Spahotel. Da uns nicht nach Faltenmassage und Pickeldrücken zu Mute war, haben wir uns den gastronomischen Einrichtungen des Hotels in gebührenden Maße gewidmet. Sehr gute Küche und Keller zu äußerst moderaten Preisen.

Am 10.09. ging es über Zakopane Richtung Krakau. Oh, Schreck, ganz Polen war an diesem sonnigen Tag in der Bergen um Zakopane unterwegs. Mega Stau Rund um Zakopane. Mit Mofaähnlichem Tempo wackelten wir ca 3 Stunden Richtung Krakau. Ab dort hieß es wieder Feuerfrei , Triebwerke auf Volllast und Kilometer machen Richtung Deutschland. Bei Bautzen wurde noch übernachtet, und am Sonntag wurde der Heimatflughafen ohne größere Technische Ausfälle an Mensch und Material erreicht.

Resümee :

Tja was soll ich sagen. 4500 KM in 8 Tagen schaden dem Bike in keiner Weise aber dem Hintern des Piloten. Ziel Rumänien erreicht, aber Inhaltliches Ziel von Rumänien auf Grund der wenigen Zeit NICHT erreicht. Sechs setzen, Wiederholung der Reise nächstes Jahr , ansonsten keine Versetzung möglich. Grandiose Landschaften in den Karpaten und Donau, grandioses Müllproblem an vielen Plätzen. Die rumänische Fahrweise, nicht gewöhnungsbedürftig. Es geht sehr zügig voran, im Gegensatz zu unseren Sonntagsbummler auf vier und zwei Rädern holen die rum. Autofahrer bzw. LKW Fahrer das max. Geschwindigkeits bzw. techn. Mögliche aus Ihren Fahrzeugen bei höchster Konzentration heraus. Sehr wenig Polizei, bzw. wenn geblitzt wird , Warnung durch entgegen kommende Verkehrsteilnehmer. Hunde, ja gab es auch, wenn man zu langsam fährt wird man gebissen. Dann ist Tollwut Impfung notwendig, sonst anrollen, rechts blinken, links rüber und mit Gas vorbei. Ansonsten wenig Pferdefuhrwerke gesehen, auch hier hält der Segen der Motorisierung Einzug. Die Menschen in Rumänien äußerst freundlich. Verständigung teilweise in Deutsch möglich, bei Jugendlichen wird sehr viel englisch gesprochen. Die von uns gefahrenen Straßen in Rumänien waren bis auf die E 79 auch mit Sporttourer super befahrbar. Klar haben wir nur einen Bruchteil der rum. Straßen kennengelernt, aber über all im Land wird an der Infrastruktur gearbeitet. Die Zukunft wird es zeigen, wie das Land und die Menschen den Sprung in die EU schaffen. Es gibt noch viel zu tun und zu sehen. Ich kann nur jedem, der noch ein ganz klein wenig Abenteuer erleben will, Rumänien ans Herz legen. Ich komme auf jeden Fall mit meiner Sozia wieder. Drum bun
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Re: Rumänien

Beitragvon Blindschleiche » 23.09.2016 11:50

Du musst unbedingt nochmal nach Rumänien, in dem Land gibt es noch so viel zu sehen. Die ganze Alpenkette durch Rumänien hat so viele Strassen für Motorradfahrer, da kann man alleine eine Woche verbringen und hin und her fahren.
Vieles was du geschrieben hast habe ich diesen Sommer auch so erlebt, doch beim Thema Hunde stimmt meine Erfahrung nicht mit deiner überrein.
Nie hat ein Hund versucht mit zu beissen. Wachhunde hattes es darauf abgesehen mich aus ihrem Teretorium zu vertreiben, ihr auftreten und Kläffen reichen da (bei mir) aus.
"Bettlerhunde" sind nicht so blöd als das sie die Hand, die sie füttert, beissen.
Hirtenhunde sind da eine Kategorie für sich, ihnen geht ihre Herde über alles. Fremdes wird kritisch beäugt aber wenn man sich der Herde nicht nähert, in Schritttempo (langsam und ruhig) an den Tieren vorbei fährt, ist das alles absolut kein Thema.
Gruss Marco
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Re: Rumänien

Beitragvon Turboschorsch » 23.09.2016 16:50

Hallo Marco,

Deiner Meinung, das Rumänien eine Woche viel zur kurz ist, kann ich mich uneingeschränkt anschließen. Wie ich schon schrieb, werde ich wenn es klappt nächstes Jahr für 2-3 Wochen runterfahren. Es gibt noch in diesem Land sehr viel zu entdecken und zu erfahren.

Ja, dass mit den Hunden habe ich eher ironisch gemeint. Mir ist aufgefallen, das einige Hunde am Straßenrand rum lungern, und sich dann blitzschnell dem Motorrad nähern. Klar fährt man langsam ran, mal will ja dem Tier bzw. sich keinen Schaden zufügen. Die Viehcher rennen einen dann hinter her. Für den Vorausfahrenden Fahrer ist, das mit etwas beschleunigen kein Problem, jedoch der folgende Fahrer hat dann mit einem auf der Straße befindlichen Tier das Problem. Ich hatte manchmal das Gefühl, die Hunde machen sich einen Spass daraus. Wir haben jedoch auf dem Rumänien Trip keinen platt gefahrenen Hund auf der Straße liegend gesehen.

Wie ich schon schrieb, mit Konzentration beim Fahren, ist dass Alles kein Problem auf Rumäniens Straßen.

Gruss Schorsch
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Re: Rumänien

Beitragvon Paula_und_Eddy » 21.10.2016 10:22

Hallo Schorsch,

erst mal sportlichen Respekt: Die Strecke, die Du da in einer Woche bewältigt hast, machen wir (allerdings mit Gruppe) normalerweise in zwei Wochen.

Und ja, eigentlich sind drei Wochen für Rumänien ideal. Wir selbst können leider immer nur zwei Wochen fahren, weil wir nie genügend Gäste für eine Dreiwochentour zusammen bekommen. Jedenfalls können wir dir außer den berühmt bekannten Traumstraßen Donau-Defilee, Transalpina und Transfagrasan auf jeden Fall den Norden (Maramures) empfehlen. Aber Achtung, der Prilop-Pass ist straßentechnisch immer noch in einem erbärmlichen Zustand. Lieber über Bistrita umfahren. Die Strecke ist übrigens auch schön. Ansonsten lohnt sich für Dich als Einzelfahrer sicher auch im Apuseni-Gebirge rumzustromern. Da entdeckt man immer wieder einsame, schöne - und inzwischen oft auch frisch geteerte - Nebenstrecken. Und natürlich bietet sich bei drei Wochen auch ein Ausflug ans Schwarze Meer an. Und, wenn Du Zeit hast, schau Dir unbedingt die Bukowina an. Nicht so hoch und spektakulär, aber landschaftlich vielleicht das netteste, was sich in Rumänien biken lässt.

In diesem Sinne "DRUM BUN" (gute Fahrt)

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Re: Rumänien

Beitragvon hajo62 » 22.10.2016 20:15

Hallo,

ich kann nicht bestätigen, dass der Pasul Prislop in einem erbärmlichen Zustand ist. Es ist gut zu befahren. Und zum Glück im Zustand nicht vergleichbar mit unseren Straßen (vor 20 Jahren :roll: ) ... Aber das gilt für benahe alle Straßen der Strecke
Falls es interessiert, ein paar Eindrucke meiner Tour vom Juli '16 nachzulesen: http://hajo62.weebly.com/ru-2016-teil-3.html (Nach Prislop suchen oder Tag 18 anschauen).

Liebe Grüße
Hajo
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Zustand Prislop-Pass Rumänien

Beitragvon Paula_und_Eddy » 23.10.2016 02:45

hajo62 hat geschrieben: ... ich kann nicht bestätigen, dass der Pasul Prislop in einem erbärmlichen Zustand ist. Es ist gut zu befahren. ...


Hallo Hajo,

so unterschiedlich können die Wahrnehmungen sein...

Vielleicht hilft es, wenn wir es ein wenig besser erklären. Wir sind den Prislop beim Scouten 2015 mehrfach gefahren. Da hatte es, und zwar auf beiden Rampen, richtig tiefe Löcher. Also Gruben, in denen man gerne mal mit dem Vorderrad stecken bleibt. Wobei die Ostrampe dabei definitiv die noch schlimmere war. Im Frühjahr 2016 sind die Löcher fast vollständig plombiert worden. Da wir den Prislop schon wegen seines fantastischen Panoramas lieben, sind wir ihn 2016 auch mit unseren Gruppen gefahren. Das hat in der Truppe fast zur Meuterei geführt. Selbst bei den Gästen, die auf GS unterwegs waren. Wir selbst fanden es gar nicht so schlimm, obwohl wir auf einem 1700er-Cruiser - und dann auch noch zu zweit - fuhren.

Fazit:
Wer mit einer geflickten Asphalt-Piste, auf der es zeitweise gehörig rüttelt, gut zurecht kommt, dem können wir die Fahrt über den Prislop durchaus empfehlen. Wir selbst meiden ihn auch mit unserem Cruiser nicht. Zumal auf der Anfahrt Robert's nettes Biker-Cafe liegt. Wen das Rütteln allerdings nervt, und wer ungeflickten Asphalt bevorzugt, für den ist der Prislop - leider - noch nix.

Wir hoffen, das entspricht nun auch Deiner Wahrnehmung.

Herzliche Grüße
und "drum bun",

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Re: Rumänien

Beitragvon dä Jetriebene » 23.10.2016 21:55

Wobei man doch wissen könnte, schon im Vorfeld, das Rumänien nicht gerade berühmt wg. seiner Straßenbaukunst werden wird. Was ich da an "weggelaufenen" Straßendecken gesehen hab. . .

Wobei das nun mal kein Grund sein sollte dort wegzubleiben.


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Re: Rumänien

Beitragvon hajo62 » 23.10.2016 22:20

dä Jetriebene hat geschrieben:Wobei man doch wissen könnte, schon im Vorfeld, das Rumänien nicht gerade berühmt wg. seiner Straßenbaukunst werden wird. Was ich da an "weggelaufenen" Straßendecken gesehen hab. . .

Wobei das nun mal kein Grund sein sollte dort wegzubleiben.
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Genau.
Hab's mir nur verkniffen zu schreiben...
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Re: Rumänien

Beitragvon Paula_und_Eddy » 24.10.2016 06:31

hajo62 hat geschrieben:
dä Jetriebene hat geschrieben:Wobei man doch wissen könnte, schon im Vorfeld, das Rumänien nicht gerade berühmt wg. seiner Straßenbaukunst werden wird. Was ich da an "weggelaufenen" Straßendecken gesehen hab. . .

Wobei das nun mal kein Grund sein sollte dort wegzubleiben.
Stephan

Genau.
Hab's mir nur verkniffen zu schreiben...


*lach*

Du bringst uns echt zum Schmunzeln, Hajo.

Aus unserer Sicht ist die Sache allerdings inzwischen so: Vor zehn Jahren war klar, dass Rumänien selbst auf Hauptstraßen eher eine Off-Road-Sonderprüfung ist. Das gibt's auch heute noch. In einer Stadt, auf deren Hauptdurchgangsstraße man in den Löchern Hausschweine verstecken könnte, geht der Standardwitz dahin, dass man sich ja um Investitionen bemühe: Eine Panzerfabrik vielleicht ... - und da brauche man natürlich eine adäquate Teststrecke ... *-))

Inzwischen ist es so, dass es viele sehr, sehr gute Straßen in Rumänien gibt. Wenn man sucht, sogar auf Nebenstrecken. Teilweise sogar solche, die noch auf keiner Karte eingezeichnet sind. Gerade im Banat sind wir da fündig geworden: Über 250 km, dreiviertel davon auf Nebenstrecken durch den Wald und über Berge - und alles auf nagelneuem Asphalt. Wenn dann später im Laufe der Tour mal ein unbefestigter Straßenrand oder ein "krimineller" Bahnübergang kommt, halten unsere Gäste oft das schon für das "Schlimme", von dem sie so viel gehört haben. Wir warnen zwar, aber es glaubt keiner. Wenn's dann an einem Tag mal ein oder auch zwei Stunden über ein geflickte Rüttelstrecke geht, fragen die uns, warum wir nicht über sowas wie an den ersten Tagen fahren. Eigentlich sollten wir dann mal die wirklich schlimmen Straßen zeigen, die wir aussortiert haben. Zum Beispiel die Hauptstraße mit Löchern, die man durch alte Weihnachtsbäume kennzeichnet - indem man die Bäume reinstellt, damit wenigstens noch die Baumspitze warnt. Und das sind keine kleinen Tannen!

Kurzum: Mit der Verbesserung der Straßen steigen offensichtlich auch die Ansprüche. Andererseits ist das okay, denn tatsächlich ist unser Ziel, keine kriminellen und möglichst wenig Rüttel-Strecken zu fahren. Jedenfalls mit den Gästen.

Apropos: Anbei ein Bild von der Prislop-Rampe in 2015. Die Regel lautet irgendwie: Ab einem Meter wird das Loch ausgeschildert. Wobei man nicht weiß, ob da der Durchmesser oder die Tiefe gemeint ist.

http://romotour.de/RUMAENIEN-Motorradreisen/REISEBILDER/motorradtouren-romania-gallery_files/img_0561-small.png

Nichtsdestoweniger: DRUM BUN!

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Re: Rumänien

Beitragvon klausmong1 » 24.10.2016 10:12

hajo62 hat geschrieben:
dä Jetriebene hat geschrieben:Wobei man doch wissen könnte, schon im Vorfeld, das Rumänien nicht gerade berühmt wg. seiner Straßenbaukunst werden wird. Was ich da an "weggelaufenen" Straßendecken gesehen hab. . .

Wobei das nun mal kein Grund sein sollte dort wegzubleiben.
Stephan

Genau.
Hab's mir nur verkniffen zu schreiben...



Ich hab mir auch sowas gedacht. :lol: :lol:

Hab eine Gruppe Harley Fahrer getroffen, die haben sich von den Strassen auch nicht abschrecken lassen.

Das gehört zu den Ländern im Südosten dazu und ich bin froh, das nicht immer alles so perfekt ist.

Dieses Streben nach Perfektion on allen Bereichen fängt mich langsam nämlich wirklich zu nerven an.
Wir können auch wieder lernen nachzudenken und Eigenverantwortung zu übernehmen, auch beim Fahren auf Strassen und dem anpassen der Geschwindigkeit dort.....
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Re: Rumänien

Beitragvon Paula_und_Eddy » 24.10.2016 11:07

klausmong1 hat geschrieben:
hajo62 hat geschrieben:
dä Jetriebene hat geschrieben:Wobei man doch wissen könnte, schon im Vorfeld, das Rumänien nicht gerade berühmt wg. seiner Straßenbaukunst werden wird. Was ich da an "weggelaufenen" Straßendecken gesehen hab. . .

Wobei das nun mal kein Grund sein sollte dort wegzubleiben.
Stephan

Genau.
Hab's mir nur verkniffen zu schreiben...



Ich hab mir auch sowas gedacht. :lol: :lol:

Hab eine Gruppe Harley Fahrer getroffen, die haben sich von den Strassen auch nicht abschrecken lassen.

Das gehört zu den Ländern im Südosten dazu und ich bin froh, das nicht immer alles so perfekt ist.

Dieses Streben nach Perfektion on allen Bereichen fängt mich langsam nämlich wirklich zu nerven an.
Wir können auch wieder lernen nachzudenken und Eigenverantwortung zu übernehmen, auch beim Fahren auf Strassen und dem anpassen der Geschwindigkeit dort.....



Du hast völlig Recht, Klaus!

Man kann im Übrigen Rumänien auch prima mit einem Cruiser fahren - und so wie wir damit sogar Gruppen von GSlern führen. Am Ende des Tages ist ein Motorrad ein Motorrad - und was Du damit machst, entscheidet sich im Kopf.

DRUM BUN,
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Re: Rumänien

Beitragvon Turboschorsch » 14.12.2016 23:00

Paula_und_Eddy hat geschrieben:Hallo Schorsch,

erst mal sportlichen Respekt: Die Strecke, die Du da in einer Woche bewältigt hast, machen wir (allerdings mit Gruppe) normalerweise in zwei Wochen.

Und ja, eigentlich sind drei Wochen für Rumänien ideal. Wir selbst können leider immer nur zwei Wochen fahren, weil wir nie genügend Gäste für eine Dreiwochentour zusammen bekommen. Jedenfalls können wir dir außer den berühmt bekannten Traumstraßen Donau-Defilee, Transalpina und Transfagrasan auf jeden Fall den Norden (Maramures) empfehlen. Aber Achtung, der Prilop-Pass ist straßentechnisch immer noch in einem erbärmlichen Zustand. Lieber über Bistrita umfahren. Die Strecke ist übrigens auch schön. Ansonsten lohnt sich für Dich als Einzelfahrer sicher auch im Apuseni-Gebirge rumzustromern. Da entdeckt man immer wieder einsame, schöne - und inzwischen oft auch frisch geteerte - Nebenstrecken. Und natürlich bietet sich bei drei Wochen auch ein Ausflug ans Schwarze Meer an. Und, wenn Du Zeit hast, schau Dir unbedingt die Bukowina an. Nicht so hoch und spektakulär, aber landschaftlich vielleicht das netteste, was sich in Rumänien biken lässt.

In diesem Sinne "DRUM BUN" (gute Fahrt
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Hallo Paula, hallo Eddy,

erst einmal möchte ich, wenn auch verspätet, mich für Eure informative HomePage
und den obigen Tips bzw. Anregungen bedanken. Leider gibt mir meine begrenzte
Anzahl von Urlaubstagen nicht mehr her. Wenn alles klappt, werde
Ich Anfang Juni für 2 Wochen mit meiner Frau nach Rumänien kommen.


Ziel sollen die Karpaten und evt wenn es die Zeit hergibt noch die Bukovinia.
Vielleicht trifft man sich irgendwie und irgendwo. Würde mich schon freuen
wenn es klappen würde. Leider ist eine Gruppenreise nichts für
mich. Habe vor Jahren Reisebus gefahren, es war grausam. Ich
habe mir damals geschworen, nie wieder mit mehr als 4 Personen auf
Fährt zu gehen.

Ich wünsche Euch ein frohes Weihnachtsfest und viele Mitreisende
für die kommende Saison

Drum bun
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Re: Rumänien

Beitragvon mikettr600 » 21.04.2017 13:07

Interessant was hier so erzählt wird. Als Rumänienfan begrüße ich es, daß endlich auch Straßenfahrer das Land erobern, nicht nur die Endurofahrer hier ihren Spaß haben. Ich fahre seit 2008 die Enduromania und bin auch immer wieder auf der Straße unterwegs. Auf meiner Seite erzähle ich ein bißchen von den Touren, auch vom letzten Jahr, als ich eine große Rundreise machte. gugst Du: https://mike-auf-tour.jimdo.com/

Ich finde es gerade deshalb in den Balkanländern so toll, weil dort das Leben noch natürlicher ist, es nicht nur um den nächsten größeren FlachbildTV geht. Ok der Trend geht dort auch in Richtung Konsum, was man den Leute ja auch gönnt.

Gruppenreisen wäre für mich auch nichts, da muß man zu viele Interessen unter einen Hut bringen. Ich könnte mir auch nicht vorstellen mit Leute unterwegs zu sein, die nicht auf einer Enduro oder Reiseenduro unterwegs sind, da ich gerne auch mal eine Schotterpiste fahre und ich liebe ganz kleine kurvige Straßen. Da haben dann entweder die Leute oder deren Mopeds ein Problem oder mit der Geschwindigkeit- hab ich alles schon hinter mir! Auch stört es mich nicht pro Tag 8 Stunden aufwärts zu fahren- dabei wird nur nach 4 Stunden mal getankt- es können aber auch mal 12 Stunden werden, die am Tage im Sattel sitze. Ich habe Spaß am Fahren, mich interessieren keine Städte, Kirchen, ...- lieber einen Paß mehr fahren. Aber das ist meine Anschauung, wahrscheinlich wollte deshalb auch noch keiner mit mir mitkommen.
Übringens nächstes Jahr steht wieder große Tour an- 2 Wochen, keine Autobahn!!!!, auf alle Fälle zu bereisende Länder: Albanien, Griechenland, ev. Türkei (nur mal kurz rein, jum das Land abgehakt zu haben), Bulgarien. Alles Länder, in denen ich noch nicht war- vielleicht will jemand da mit? Rumänien wird da ganz sicher wieder dabei sein.

Das nächste Mal Rumänien: Abnfahrt Nürnberg am 18.05 nach Brebu Nou zur Enduromania. Ich fahre mit meinem VW Bus runter, nehm 2 Mopeds mit. Will dann noch 3 Tage Straße fahren, bevor es ins Gelände geht. Wenn Wetter ok und Pässe offen rüber nach Sibiu und von dort oder auf dem Weg dorthin- Transfaragan und Transalpina, Eiserne Tor. Wenn Pässe noch nicht offen dann Eiserne Tor- da in der Nähe gibt es einen kleinen Campingplatz auf serbischer Seite direkt am Wasser der Donau und auf den Montele Mic. Außerdem ist die Straße von der E 70 in Slatina Timis hoch nach Brebu Nou neu gemacht- die ist einfach Supergeil- würde am meisten Spaß mit einer Supermoto machen. Falls jemand auch da ist ...
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Re: Rumänien

Beitragvon Bonnie » 10.10.2017 15:14

Ich plane, nächstes Jahr nach Rumänien zu fahren. Darum hab ich diese Posts interessiert gelesen.
Noch weiss ich nicht, in welchem Rahmen das sein wird. Mit einer geführten Gruppe war ich noch nie unterwegs. Ich bin mir da unsicher, ob das was für mich ist; ob man da nicht zuviele Kompromisse eingehen muss. Was mache ich, wenn alle anderen schneller fahren als ich (was wahrscheinlich ist)? Müssen sich dann 9 andere 2 Wochen lang mir anpassen? Eigentlich fahre ich genau darum am liebsten alleine. Dann kann ich anhalten, wann ich will, mein Tempo fahren, auch spontan die Route ändern. Auch mal einen ganzen Tag mit kurzen Pausen durchfahren. Einen halben Tag in einem schnuckeligen Städtchen verbringen.
Es hat sicher auch Vorteile, wenn schon alles organisiert ist, aber "geplant" ist mein normaler Alltag schon genug, da bin ich in den Ferien gerne ungeplant unterwegs.
Aber alleine in einem doch recht fremden Land - ich kann die Sprache nicht, mein Englisch reicht gerade so aus, um sich verständlich zu machen. Wenn was mit dem Motorrad ist - ich weiss, wo und wie man Öl, Luft, Kette und Benzin kontrolliert und auffüllt. Mehr nicht.
Also doch nicht alleine.
Oder gibt es irgendwas zwischendrin? Zwischen ganz alleine und alle fahren immer zusammen?
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Re: Rumänien

Beitragvon Blindschleiche » 10.10.2017 15:53

Bonnie hat geschrieben:Oder gibt es irgendwas zwischendrin? Zwischen ganz alleine und alle fahren immer zusammen?
Dein Mittelweg dürfte eine kleine Gruppe von 2-3 Motorrädern sein. Such hier doch einfach einen Mitfahrer und fahrt zu Zweit nach Rumänien.
Und wenn du dir sorgen um Route oder Übernachtungen machst, dann schau dir Angebote wie von www.mdmot.com an, da bekommst du Vorlagen zum nachfahren und spontan sein wenn du willst.
Gruss Marco
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