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Kebap Köfte und Theater

Kleine und große Abenteuer auf dem alten Kontinent

Kebap Köfte und Theater

Beitragvon joerg107 » 22.12.2012 23:04

Der Start
Das Wetter Ende September war etwas durchwachsen. Kurze Regenphasen wechselten sich mit längeren Trockenphasen ab. Man wusste eigentlich nicht, ob man nun die Regenklamotten überziehen sollte oder nicht. Außerdem weiß ich nicht, warum die überwiegende Zahl der Motorräder, die man heutzutage auf der Autobahn trifft auf einem Anhänger festgeschnallt sind. Eine weitere VX war leider auch nicht auch nicht auf der Fahrt in Richtung Alpen anzutreffen. Wieso eigentlich nicht?

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Oberammergau Google Maps
Gegen Sonnenuntergang erreiche ich mit meinem zweizylindrigen Liebling Oberammergau. Bekannt ist Oberammergau vor allem durch die alle zehn Jahre stattfindenden Passionsspiele, die zuletzt im Jahr 2010 aufgeführt wurden, sowie die ortsansässigen Kunsthandwerker („Herrgottsschnitzer“) und die mit Lüftlmalerei verzierten Häuser.
Am Morgen regnete es in Strömen. Über Garmisch Seefeld und den Zirler Berg in es Richtung Innsbruck. Mittlerweile hatte es zwar aufgehört zu regnen, aber vom Weg über das Timmelsjoch, sah ich beim Blick zum Himmel trotzdem ab. Es sollte der letzte Regen für den gesamten Urlaub gewesen sein.

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Penser Joch Google Maps
Südlich des Brenners sah die Wetterlage dann so stabil aus, dass ich es wagen konnte, in Sterzing zum Penser Joch abzubiegen. Er verbindet auf 2211 m Metern das Sarntal bei Bozen mit dem Wipptal bei Sterzing. Der Pass bildet der Luftlinie nach die direkte Verbindung Innsbruck–Bozen. Trotz der schönen Strecke war keine weitere VX auf den Penser Joch anzutreffen. Wieso eigentlich nicht?
Ab Bozen gings weiter auf der Autobahn immer der Sonne entgegen. Am Abend nahm ich mir ein Zimmer in einem kleinen Agritourismo in der Nähe von Bologna.

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Ancona Patras Google Maps
An nächsten Mittag erreichten mein zweizylindriger Liebling und ich den Hafen von Ancona. Die Superfastfähren sind relativ neu, sauber und am Oberdeck vollverglast. Da kann man sich die Kabine sparen und fährt Deckpassage.

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Als ich das Deck der Fähre betrat, traf mich fast der Schlag. Mit auf der Fähre war eine slowenische Jugendreisegruppe mit schätzungsweise 600-800 Personen. Das Oberdeck war in eine Technodisco umgewandelt, wo diejenigen, die noch nicht ihren Rausch ausschiefen, die Passage durchtanzten. An schlafen war hier nicht zu denken, aber für eine Kabine war es nun zu spät.
Auf der Superfastfähre wird auch die Möglichkeit von „camping on Board“ angeboten. Damit ist normerweise gemeint, dass man in seinem Wohnmobil oder Caravan übernachten kann, die auf dem offenen Teil des Parkdeck abgestellt werden. Das es aber auch anders geht, zeigt das nächste Bild. Den Wauwaus hat’s auf jeden Fall gefallen.

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Tholo Google Maps
Tholo ist ein kleines Dorf an der westlichen Peleponnesküste und ein absolutes Mekka für zeltende Motorradfahrer. Im Grunde besteht Tholo nur aus ca. zehn Häusern zwei Tavernen zwei Beachbars einem Campingplatz und einem feinsandigen leeren Strand. 200 Meter von Strand entfernt beginnt eine kurvige Bergstraße, die erst nach Ca. 150 km auf der anderen Seite des Peleponnes endet.

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Nach 4 Tagen an Christos Beachbar war ich absolut tiefenentspannt, und konnte mich neuen Taten widmen. Auf Richtung Athen, denn am Abend legte die Fähre nach Kos i n Piräus ab. Vorbei am bezelteten Tempel von Bassae nach Megapolis.

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Megaolis Google Maps
Das antike Megalopolis wurde 371 v. Chr. mit dem Ziel gegründet, ein Bollwerk gegen das kriegerische Sparta zu bilden. Heutzutage wird der Anblick von Megapolis von 2 Kohlekraftwerken dominiert, die die in der Gegend gewonnene minderwertige Braunkohle verstromen.
Zu den bedeutenden antiken Überresten der Stadt gehört das in seinem Ausmaß und Grundriss noch gut erkennbare Theater, das 20.000 Plätze gehabt haben soll, und einen schönen Ausblick auf ein Braunkohlekraftwerk bietet.
Trotz des schönen Ausblicks war keine weitere VX in Megapolis anzutreffen. Wieso eigentlich nicht?

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Fähre nach Kos Google Maps
Eine Stunde vor Abfahrt traf ich mit meinem zweizylindigen Liebling im Fährhafen von Piräus ein. Da Freitag war und viele in Athen arbeitende Griechen übers Wochenende ihre Heimatinseln besuchen war das Schiff proppevoll. In etwas so wie Silvester Stallone in der Scene in dem russischen Militärcamp aus Rambo XII kämpfte ich mich in Richtung Deckbar durch.
Trotz der vollen Fähre war im Garagendeck keine weitere VX anzutreffen. Wieso eigentlich nicht?

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Kos Google Maps
Pünktlich zu Sonnenaufgang erreichte die Fähre den Hafen der Insel Kos. Meine Planung ging in die Rich ein oder zwei Nächte auf Kos zu bleiben. Also nach einem kurzen Frühstück die Küste der von Kos erkundet, und dabei nach einem kleinen einladenden familiären Hotel direkt am Strand mit naheliegender Taverne und Beachbar Ausschau gehalten.

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Irgendwie muss ich bei der Einschätzung der Behausungen wohl ein wenig zu kritisch gewesen sein, denn am frühen Nachmittag war ich einmal um die Insel rum, und hatte mich noch für keine Unterkunft entscheiden können.

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Fähre in die Türkei
Da die entsprechende Fähre nach Bodrum passenderweise nur 45 min. später fuhr, änderte ich somit kurzfristig meine Planung.
Nur noch kurz durch den griechischen Zoll: Das Griechen und Türken auf das jeweilig andere Land aus historischen Gründen nicht besonders gut zu sprechen sind, ist hinlänglich bekannt. Dies merkt man dann auch bei der Zollabfertigung. Während der griechische Zollbeamte einen Reisenden sonst mit einem sympathischen Lächeln auf den Lippen begrüßt, sah mich dieser Beamte an, als wäre ich eine Pfütze Erbrochenes in der Fußgängerzone nach dem Schützenfest.
Nach der Zollabfertigung zielstrebig auf das größte Schiff zugehalten, was am Anleger zu finden war. Dort wurde ich dann an das kleine danebenliegende Boot verwiesen. Das Boot, welches normalerweise für den Fahrzeugtransport zwischen Bodrum und Kos eingesetzt wird, hatte wohl Maschinenproblem, und somit musste das kleineSchwesterschiff diese Aufgabe übernehmen.
Während selbst auf ozeankompatiblen Großfähren Motoräder penibelst verzurrt werden, wurde ich auf diese Nussschale angewiesen, die Maschine der Mitte der Rampe, wo sich zu diesem Zeitpunkt noch ein Gepäckhaufen der Mitreisenden befand, zu stellen. Auf meine Anregung, ob man das Fahrzeug sich etwas fixieren sollte, meine der Kapitano. Das Meer sei heute relativ ruhig, und ich solle das Motorrad halt die Überfahrt lang gut festhalten.
Nach einer Stunde, in der ich mich die ganze Zeit eng an meinen zweizylindrigen Inselhüpfer geschmiegt hatte, erreichte die Nussschale wohlbehalten den Hafen von Bodrum.

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Nach einer Stunde, in der ich mich die ganze Zeit eng an meinen zweizylindrigen Inselhüpfer geschmiegt hatte, erreichte die Nussschale wohlbehalten den Hafen von Bodrum. Somit war mein zweizylindriger Liebling, mit japanischem Migrationshintergrund wieder auf seinem Heimatkontinent angekommen.


Bodrum Google Maps
Den Stadtkern des heutigen Bodrum bildet das touristische Viertel rund um den Hafen, wo sich Basar-ähnliche Geschäfte, Bars und Restaurants im Schatten des Kastells drängen. Als ich durch den Zoll wurde es schon langsam dunkel. Erst mal schnell Geld ziehen und dann schnell ein Zimmer suchen.
EC-Karte in den Automaten, Sprache gewählt und die Frage nach dem Kontotyp beantwortet. Natürlich habe ich als Deutscher ein Eurokonto. Betrag eingegeben, und schon hatte ich ein paar Hundert Euro in der Hand. Na toll! Die Frage nach dem Kontotyp bedeutete wohl doch was Anderes.

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Nach kurzer Zeit ein schnuckeliges kleines Aparthotel gefunden.
Das Hotel war wahr vornehmlich auf die Beherbergung von weiblichen Gästen spezialisiert, denn vor dem Hotel gab es mehrere Frauenparkplätze. Diese sind zwar nicht wie in Deutschland üblich durch Schilder ausgezeichnet, aber an den semiautomatischen Einparkhilfen in Form von Autoreifen eindeutig zu erkennen.
Zum Be- und Entladen der VX darf Mann die Frauenparkplätze auch benutzen, vorausgesetzt die VX befindet sich nicht auf einem Anhänger.

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Kastell
Im direkt am Hafen liegenden Kastell ist das archäologische Museum untergebracht. Im Kastell herrschte wie in ganz Bodrum eine Bruthitze. Deshalb waren die klimatisierten Räume der Ausstellung auch besonders gut besucht. Am beliebtesten waren allerdings die Schießscharten in der Festungsmauer, aber nicht um von der Meeresseite anstürmende Eindringlingen abzuwehren, sondern weil durch Scharten ein leichter kühlender Luftzug zu spüren war.
Zum Bau des Kastells wurde verwendet, was damals gerade an Gestein aufzutreiben war. So sind in einigen Türmen noch Teile von alten griechischen Tempelsäulen zu erkennen und einige grünlich schimmernde Steine sollen vormals als Verkleidung im naheliegenden Mausoleum Dienst geschoben haben. Trotz des schönen Ambientes war keine weitere VX am Kastell anzutreffen. Wieso eigentlich nicht?

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MausoleumGoogle Maps
Das Mausoleum von Halikarnassos war einst das prächtige Grabmal von Maussolos und eines der „Sieben Weltwunder“ der Antike.
Die Betonung liegt in diesem Fall auf „war“, denn das Mausoleum gehört zu den Orten, die man definitiv nicht gesehen haben muss. Dort wo vor Jahrtausenden das imposante Grabmal gestanden hatte, befindet sich heutzutage nur noch ein mit Säulenresten garnierte baugrubenähnliches Loch. Wenn der arme Mausolus das wüsste, würde er sich im Grave umdrehen.
Im interessantesten ist da noch die Ausstellung, in der aufgezeigt wird, wie der Bau in der Antike aussah, aber dies kann man sich wohl besser im Internet oder im Fernsehen anschauen.

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Wie überall in der Region gibt es auch in Bodrum ein antikes griechisches TheaterGoogle Maps. Die Sitzstufen wurden hufeisenförmig aus dem Hang gehauen und mit Marmor verkleidet. Die Sitzreihen werden durch einen horizontalen Gang zweigeteilt. Der untere Teil ist bis heute sehr gut erhalten. Der obere Teil hingegen fiel der Zerstörung durch Mensch und Natur anheim. Mit 30 Reihen im unteren, und 25 Reihen im oberen Bereich, war das Theater 55 Reihen hoch. Bis zu 13.000 Menschen fanden dort Platz.

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Marmaris Icmela Google Maps
Am nächsten Tag gings weiter immer die Küste entlang Richtung Süden. Als ich mit meinem zweizylindrigen Liebling die Gegend erreicht hatte, wo man zur Daciahalbinsel abbiegt, türmten sich dunkle Gewitterwolken vor uns auf. Wenn wir hier weiterfahren würden, wären wir nach wenigen Kilometern pitschepatsche nass sein und/oder vom Blitz erschlagen.
Da in dem naheliegenden Dorf leider kein Zimmer zu bekommen war, bogen wir kurzerhand in Richtung Marmaris ab.
Die Fahrt nach Marmaris geriet zu einem Wettrennen mit dem uns verfolgenden Gewitter. Während wir auf der Schnellstraße einen Vorsprung herausfahren könnten, holte die Gewitterfront in den Ortschaften erbarmungslos auf.

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Der Ruf des Muezzin
Die Hotels und Pensionen, in denen ich übernachtet habe, sind normalerweise relativ einfach daran zu erkennen, dass gegenüber meines Zimmerfensters der Lautsprecher eines Minarettes angebracht ist, aud dem der Muezzin seine Schäfchen morgens um Sechs zum Gebet ruft.
Britische und Deutsche Allinclusivetouristen mögen dies als praktisch empfinden, da sie um diese Uhrzeit sowieso aufstehen, um mit militärischer Präzession Handtücher auf den Liegen am Pool zu verteilen. Mein zweizylindriges Murmeltier und ich ziehen es hingegen, uns um dieses Uhrzeit noch einmal umzudrehen und nach 2-3 Stunden weiter zu schlummern.
Warum ich das gerade hier erzähle?
Während man den meisten Gebetsrufen ein gewisses gesangliches Talent nicht absprechen kann, war der Muezzin in Icemela wohl gerade im Stimmbruch. Vom Klang her müsst ihr euch das etwa so vorstellen, wie einen Anhängerfahrer, der gerade sein Motorrad auf dem Trailer verzurrt, also etwa so, wie ein onanierendes Opossum.

Daylan/Kaunos Google Maps
Südlich von Marmaris liegt der Köycegiz-See. Früher eine Meeresbucht, ist das Gewässer durch Verlandung zu einem Binnensee geworden, der nur noch durch einen schmalen Fluss, der sich durch die Schämmebene schlängelt, mit der Ägäis verbunden ist.
Der Stand von Daylan ist dafür bekannt, dass hier die Karettschildkröten ihre Eier ablegen. Die unter Naturschutz stehenden Meeresschildkröten werden bis zu 1,2 Meter lang und können in einer guten Suppe mit hervorragenden kulinarischen Qualitäten aufwarten.
Am Ufer dies Flusses stand ich dann mit meinem zweizylindrigen Liebling und hoffte dort auf ein Eiscafe zu treffen. Dort war allerdings nur ein Bootsanleger und zwei Männer, die versuchten mich zu überreden auf andere Ufer überzusetzen. Mit dem Verweis, dass ich die VX auf dem Boot nicht mitnehmen könne, lehnte ich dankend ab. Der Kapitän erwiderte allerdings, dass dies überhaupt kein Problem sei, und dass sie ständig Motoräder transportieren würden. Im nu bugsierten zwei zierliche Männchen mein zweizylindriges Pummelchen und mich rückwärts auf die Nussschale. Am Geschichtsausdruck der Beiden war aber auch zu erkennen, dass sie das Gewicht der vollbepackten VX800 wohl doch ein wenig geringer eingeschätzt hatten, denn ca. 300 Kg und ein Scherpunkt in Höhe ihrer Ohrläppchen führten zu einer etwas verspannten Mimik.

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Am anderen Ufer waren keine Helfer zur Hand. Während der Bootsführer den Kutter mit Motorkraft gegen den Anleger drücke, deutete er an, dass ich den Motor starten solle und mit viel Gas auf den Steg fahren solle. Eine falsche Bewegung oder ein Motoraussetzer und mein zweizylindriger Nichtschwimmer wäre für immer in den unendlichen Tiefen des Köycegiz versunken.

Felsengräber von Kaunos
Nach einer kurzen Schotterpiste über eine kleinen Hügel tauchten plötzlich die Felsengräber auf. Die in den Fels gehauenen Gräber entstanden im 4 Jh v. Chr. Und beeindrucken durch ihre Tempelfassaden. Anhand eines unvollendeten Grabes kann man erkennen, dass sich von oben nach unten aus dem Fels gemeißelt wurden. Die Steinmetze seilten sich hierzu von der Steilwand ab. Die Unzugänglichkeit der Gräber sollte wohl der Totenruhe vor Grabräubern und Anhängerfahrern dienen.
Trotz der beeindruckenden Felsengräber war keine weitere VX in Kaunos anzutreffen. Wieso eigentlich nicht?

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Ausgrabungen von Kaunos
Der Legende nach wurde die Stadt von Kaunos, Sohn von Miletos und Kyane (aus der griechischen Mythologie) gegründet. Im Altertum galt Kaunos als notorisch ungesund, wahrschein wegen der Stechmücken, die aus den Küstenmarschen aufstiegen und die Malaria brachten.

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Auf der Akropolis tümmeln sich eine römische Thermenanlage und eine byzantinische Basilika. Über einen schmalen Pfad gelangt man zum ehemaligen Hafen, an dem sich die Agora und ein kleine Brunnenhaus befinden.
Als ich so schwitzend durch die Ruinen wanderte sah ich wie ein Mitarbeiter der Ausgrabungsstätte mit seinem Motorroller über das Gelände fuhr. Meine zweizylindrige Sightseeinghilfe hatte ich nicht mit aufs Gelände genommen. Wieso eigentlich nicht?

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Mit der Befürchtung mit irgendwelchen Gegenständen beworfen zu werden, fragte ich, ob ich für ein paar Bilder mit meinem Zweizylindrigen Fotomodell mal hiereinfahren dürfte. NO PROBLEM erwiderte der nette Typ am Eingang.
In Italien wäre ich allein für die Frage für die nächsten fünfundzwanzig Jahre in eine Dunkelzelle zusammen mit einem psychopathischen sadistischen Kinderschänder eingesperrt worden.

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Ganz oben am Hang liegt das antike Theater mit 34 Sitzreihen die in zwei Ränge aufgeteilt sind. Die Akustik dieser alten Theater soll ja so brillant sein, dass man eine fallengelassene Münze noch in der letzten Reihe des Theaters klar und deutlich hören können soll. Natürlich gebe ich mich als VX-Fahrer nicht mit schnöden Kleingeld ab, aber das schlecht eingestellte Einlassventil des hinteren Topfs meines zweizylindrigen Musikinstruments war auch in der letzten Reihe sitzend noch deutlich herauszuhören. Trotz der perfekten Klangkulisse war keine weitere VX im Theater von Kaunos anzutreffen. Wieso eigentlich nicht?

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Smyda Google Maps
Als ich mit meiner zweizylindrigen Reisepartnerin sah ich plötzlich ein Schild, was uns auf eine Sehenswürdigkeit mit dem Namen Smyda aufmerksam machte.
Smyda gehört zu den Orten, die man definitiv nicht gesehen haben muss. Es gibt zwar eine Nekropole mit ein paar Sarkophagen mit einigen Verzierungen bei denen einige Kunsthistoriker vermutlich zum Höhepunkt gekommen wären. Ich hingegen war schon stolz beim Angucken nicht eingeschlafen zu sein.

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Ein Theater gab es auch nicht in Smyda. Wieso eigentlich nicht?

Motorradfahren in der Türkei
Die Grundvoraussetzungen um in der Türkei Motorrad zu fahren sind im Grunde genommen denkbar schlecht. Im Gegensatz zu PKW, die auf einer normalen Landstraße 100km/h fahren dürfen, ist die Höchstgeschwindigkeit für Motorräder auf gleichen Strecken auf 70km/h beschränkt.
Zum Glück wird diese Begrenzung für Motorränder nicht ernsthaft verfolgt. Entweder die Ordnungshüter kennen diese Regel nicht, oder es interessiert sie nicht.
Verkehrskontrollen sind häufig. Ich wurde mit meinem zweizylindrigen Liebling drei Mal bei einer Polizeikontrolle heraus gewunken. Nach einem Blich auf das Kennzeichen wurde ich allerdings jedes Mal zum Weiterfahren aufgefordert. Vermutlich verspürten die türkischen Polizisten keine Lust ihr eingestaubtes Schulenglisch für eine Belehrung heraus zu holen
Der wahre Schock kommt allerdings erst an der Tankstelle, denn trotz der geographische Nähe zu Saudi Arabien hat die Türkei die höchsten Spritpreise in Europa wenn nicht sogar weltweit.
Wer schon einmal für 4,85 türkische Lira getankt hat, wird sich über deutsche Kraftstoffpreise nicht mehr beschweren können. Man stellt sich allerdings die Frage wie bei Beninpreisen von umgerechnet 2,20 Euro und dem doch reolativ geringen türkischen Durchschnittsverdienst, die Straßen so verstopft sein können.

Xantos Google Maps
Xanthos war eine der wichtigsten Städte im antiken Lykien. Ausgrabungsfunde konnten eine Besiedlung des Gebietes schon im 8.Jh.v.Chr. nachweisen. Im Jahre 546 v.Chr. erlangte Xanthos traurige Berühmtheit, als die Stadt einer Belagerung durch den persischen Feldherren Harpagos nicht standhalten konnte und die Einwohner sich durch einen Massenselbstmord einer Unterwerfung entzogen.

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Die UNESCO ernannte die Ruinenstadt Xanthos und den angrenzenden Tempelbezirk Letoon mit dem Heiligtum der Latona, 1988 zum Weltkulturerbe. Trotzdem war keine weitere VX in Xanthos anzutreffen. Wieso eigentlich nicht?

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Das römische Theater (oder ich bin ein Held)
Während ich so durch die Ruinen von Xanthos schlenderte, sprach mich ein türkischer Reiseführer an, der beobachtet hatte wie ich mit meinem zweizylindrigen Reisedampfer angekommen war. Es folgten ein paar Minuten Smalltalk, wo ich denn noch hinwolle und wo ich denn herkomme. Für seine britische Reisegruppe, die während dessen geduldig auf ihn wartete, interessierte er sich in dieser Zeit nicht besonders.
Als ich etwas später den Bühnenraum des in den Nordhang gehauenen römische Theater betrat, stand oben der erwähnte Reiseführer und ich hörte nur: „And this young guy came the long way with the motorbike from germany“ … und er würde doch um etwas Applaus dafür bitten, was von seiner Reisegruppe mit Standing Ovations erwidert wurde.
Mitunter kommt man sich schon mal vor wie im falschen Film. Man steht in einem römischen Theater, ein türkischer Fremdenführer singt Lobeshymnen auf einen selbst und eine britische Seniorenreisegruppe macht eine Loalawelle dazu.
Nu aber nichts wie weg, eh hier jemand einen Film über mich dreht oder „Jörg107 das Musical“ inszeniert.

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Die Küstenstraße von Xanthos nach Kas gehört hinsichtlich des Panoramas zum schönsten, was meine zweizylindrige Reisegefährtin und ich jemals gefahren sind.

Kas Google Maps
Kas (gesprochen Kasch) ist ein kleines ehemaliges Fischerstädtchen, das vom Massentourismus relativ verschon geblieben ist. Der Ortskern mit den schmalen Gassen und den griechischen Häusern, mit den typischen Holzbalkonen und den Erkern steht unter Denkmalschutz. Große Bettenburgen sucht man hier zum Glück vergebens.

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In Kas angekommen machten wir uns auf die auf die Suche nach einem Zimmer. Der alte Herr an der Rezeption meinte es sicherlich nur gut, als er mir das Zimmer mit dem schönen Ausblick im 4. Stock gab. Nein, es gab keinen Aufzug. Als ich nach gefühlten zwei Stunden und 38 Grad im Schatten mein Reisegepäck in die luftigen Höhen gehievt hatte war mein gesamter Organismus am Kochen.

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Durch das felsige Karstgestein in der Gegend von Kas fließt kontinuierlich Süßwasser aus dem naheliegenden Taurusgebirge in die Meeresbucht. Dies ist daran zu erkennen, dass der obere Teil bi ca. 80 cm Tiefe deutlich kühler ist als die tieferen Wasserschichten.
Was in diesem Bericht natürlich nicht fehlen darf ist das Theater von Kas, welches 26 Sitzreihen und ein herrlichen Blick aufs Meer besitzt.

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joerg107
 
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Re: Kebap Köfte und Theater

Beitragvon joerg107 » 22.12.2012 23:05

Myra Google Maps
Wenige Kilometer östlich von Kas befindet sich die Kleinstadt Demre in der sich Überreste des antiken Myra und die Kirche des heiligen Nikolaus beheimatet sind. Demre gehört zu den Orten, die man eher nicht gesehen haben muss.
Vor dem Eingang in Myra stauten sich die Reisebusse in Fünferrehen, allesamt gut gefüllt mit russischen Pauschaltouristen. Ich war vermutlich der einzige Besucher an diesem Tag, der kein Allinclusivebändchen am Handgelenk trug.

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Myra besitzt ein Römisches Theater das mehrere Zugänge hat. Die Vergabe der Sitzplätze erfolgte streng nach politischer, wirtschaftlicher und sozialer Herkunft; das Theater in Myra bot Platz für 12.000 Besucher.
Typisch für Römische Theater ist der Bühnenkomplex, bestehend aus Bühnenhaus und Bühne. Diese war überdacht als Schutz vor dem Wetter. Imposant erhob sich die Fassade; verziert von prachtvollen Säumen, Fenstern und Nischen. Oberhalb des Theaters kann man noch alte lykische Felsengräber erkennen.

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Die Kirche des heiligen St. Nikolaus Google Maps
An der Kirche des heiligen St. Nikolaus (ja, der mit dem Stiefel) wurde mir dann schnell klar, warum so viele Russen in Demre waren. Der heilige St. Nikolaus ist ein Nationalheiliger Russlands.
Nikolaus wirkte in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof von Myra. Als Sohn reicher Eltern soll er sein ererbtes Vermögen unter den Armen verteilt haben. Ich hatte aufgrund der großen Hitze an in Demre nur Schweißflecken verteilt unter meinen Armen.
Vor dem Betreten der Kirche habe ich natürlich einen penibelst blitzeblank geputzten Stiefel an der Eingangspforte abgestellt.

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In der Kirche selbst spielten sich dann seitens der Besucher aus der russischen Föderation herzergreifende Szenen der Heiligenverehrung ab. So Stand eine Frau wohl minutenlang vor den angeblichen Grab in einer etwas unbequemen Gebetshaltung. Vom Bewegungsablauf müsst ihr euch das wie das Kasperle vorstellen, wenn es gerade das Krokodil vermöbelt, also in etwas so, als wenn ein Anhängerfahrer sein Motorrad auf den Trailer schiebt. Eine sehr unnatürliche und ungesunde Körperhaltung, wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt.
Als ich aus er Kirch kam und in meinen Stiefel sah war die Enttäuschung Groß. Statt Äpfel, Nüssen und Mandeln fand sich darin nur eine leere Coladose. Na Toll, der heilige Sankt Nikolaus ist wohl auch nicht mehr das, was er mal war! Wieso eigentlich nicht?

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Limyra Google Maps
Was den Touristenandrang betrifft stellt Limyra einen angenehmen Kontrast zu Myra dar. Keine Spur von irgendwelchen Reisebussen. Am Eingang gibt es nur ein offenes verlassenes Tor. Auf dem Areal werden die teilweise im Wasser stehenden Ruinen idyllische von einem kleinen Bach durchflossen.
An einer naheliegenden Felswand finden sich diverse antike Felsengräber.

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Um das gegenüber liegende Theater mit seinen 20 Sitzreihen zu besichtigen kann man das Motorrad direkt im Bühnenbereich parken. Mehr als eine Hand voll Touristen und eine einzige VX, nämlich meine, waren in Lymira nicht zu sehen. Wieso eigentlich nicht.

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Antalya Google Maps
Als der liebe Gott Antalya schuf, hatte er offensichtlich keinen guten Tag.
Antalya wurde nach antiker Überlieferung 158 v. Chr. von König Attalos II. von Pergamon gegründet. Nach ihm erhielt sie den Namen Attaleia. Als bedeutendster Hafen der weiteren Umgebung war sie im 1. Jahrhundert nach Christus, vermutlich um das Jahr 48 n. Chr. Reisestation des biblischen Apostels Paulus .
Heutzutage ist Anatalya eigentlich nur noch Reisestation von Pauschaltouristen. Die kommen meist nach Sonnenuntergang am Flughafen an, werden mit Hilfe von Bussen mit abgedunkelten Scheiben in ihre Allinclusivebettenburg gekarrt, die sie dann bis Urlaubsende auch nicht mehr verlassen.
Wieso eigentlich nicht?
Naja, bei der Schönheit Antalyas ist das vielleicht besser so.
Eine der wenigen Sehenswürdigkeiten ist das Hadrianstor, das einzige erhaltene Eingangstor zur antiken Stadt von Antalya und zum Hafen. Links und rechts vom Tor verlief die Stadtmauer. Das Tor wurde zu Ehren des Besuchs von Hadrian im Jahre 130 errichtet.

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Lichtzeichenanlagen in der Türkei
Lichtzeichenanlagen, die auch oft schnöde als Ampeln bezeichnet werden, haben in der Türkei rein empfehlenden Charakter. Die Akzeptanz dieser Empfehlungen ist in der Praxis stark von den verwendeten Farbtönen abhängig.
Während Empfehlungen in Form von Grüntönen allgemein recht gerne angenommen werden, werden Empfehlungen in Gelb- oder Rottönen nur ablehnend zur Kenntnis genommen.

Aspendos Google Maps
in der Mitte der Hügelebene befindet sich das alte Stadtzentrum mit der Agora und den darum liegenden wichtigen öffentlichen Gebäuden, die der Verwaltung oder dem Handel gedient haben.
Westlich der Agora liegt eine lange Markthalle, die eine ganze Reihe von Geschäften, teils zweistöckig, mit Lagerräumen enthielt.

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Nördlich der Agora liegt eine einzelne freistehende Fassadenwand, die fast vollständig in ihrer Höhe von etwa 15 Metern erhalten ist. Obwohl die eigentlich nötigen speziellen Einrichtungen fehlen, wird vermutet, dass dies hier das prächtige Nymphäum der Stadt ist.

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Das Theater von Aspendos ist das wohl am besten erhaltene antike Theater weltweit. Erbaut wurde es im 2. Jh. n. Chr. Der gute Zustand des Theaters ist der Tatsache zu verdanken, dass es in späteren Zeiten durch die Seldschuken als Karawanserei und zeitweise sogar als Palast genutzt und somit kontinuierlich Reparaturen unterzogen wurde. Zusätzlich kann man in diesem Theater sich für viel Geld mit als Gladiatoren verleideten Kosovoalbanern fotografieren lassen.
Trotz dieser Besonderheit war keine weitere VX in Aspendos anzutreffen. Wieso eigentlich nicht?

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Nochmal zurück zu den Ampeln
Sollte ein türkischer Autofahrer entgegen aller Erwartungen doch einmal an einer roten Ampel stehen bleiben, rollt er nervös aber kontinuierlich einige Zentimeter pro Sekunde vor. Wechselt die Ampel dann irgendwann auf Grün steht dann so weit vorn, dass er dies leider nicht mehr sehen kann. Na Egal, Irgendwas ist ja bekanntlich immer!

Side Google Maps
Etwa 75 Kilometer östlich von Antalya, auf einer kleinen Halbinsel gelegen, befindet sich der Ort Side. Side ist zwar auch ein vollständig durch den Pauschaltourismus geprägter Ort. Im Gegensatz zu anderen Touristenorten fällt dies aufgrund der aufgelockerten Bebauung nicht ganz so unangenehm auf.
Side bedeutet auf griechisch Granatapfel. Der Kirchenhistoriker Eusebios datiert die Gründung der Stadt auf 1405 v. Chr.
Die Überreste der alten Stadtmauer, eine byzantinische Basilika, die Agora, sowie der Apollon- Tempel machen Side zu einem kleinen Freilicht-Museum.
Glaubwürdigen Quellen zufolge soll es unter der Ansammlung von Sonnenschirmen tatsächlich auch einen Sandstrand geben. Mit dem bloßem Auge war dieser aufgrund der Schirmeritis allerdings nicht mehr auszumachen. Wieso eigentlich nicht?

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Selbstverständlich gibt es auch in Side ein Theater. Im Gegensatz zu alten griechischen Theatern ist das im 2 Jh. errichtete römische Theater nicht an einen Hang gebaut, sondern auf eine Gewölbekonstruktion aufgesetzt. Das halbrund bietet Platz für 16.000 Menschen auf 51 Sitzreihen mit einem Durchmesser von etwa 120 Metern.

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Im Theater hatte sich offensichtlich ein Pärchen gerade offiziell das EVET-Wort gegeben.
Frage: Wie heißen die drei Worte, die Verliebte für immer aneinander binden????

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Richtige Antwort: Ich bin schwanger!!!

Termessos Google Maps
Das Frauen nicht rückwärts einparken und Männer nicht zuhören können, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. In Termessos wurde dies wieder einmal bestätigt, denn als mir der Wachmann an der Einfahrt zum Naturschutzgebiet von Termessos etwas von erst 10 Km und 2 Km erzählte, hätte ich hellhörig werden sollen. Während die 10 Km eine schöne kurvige Straße durch einen beeindruckende Berglandschaft beschrieben, war mit den 2 Km ein Fußweg gemeint, der steil den Berg hoch führte.
Termessos ist eine Stadt und Bergfestung und liegt in einer Höhe von ca. 1050 Meter direkt am antiken Berg Solymos (dem heutigen Güllük Dagi).

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Oben angekommen waren Reste der Verteidigungsringe, Stadtmauern, Tempel und anderer Gebäude zu sehen. Insbesondere ein gut erhaltenes antikes Theater.
Ich persönlich hätte mich nach dem anstrengenden Aufstieg statt über die alten Steine mehr über ein Sauerstoffzelt und eine Bar mit eisgekühlten Erfrischungsgetränken gefreut. Beides existierte hier oben aber leider nicht! Wieso eigentlich nicht?

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Wenn in anderen antiken Stätten abgesperrt und mit „Nicht berühren“-Schilder versehen ist, klettert man in Termessos die ganze über antike Säulen und muss alte Reliefs als Aufstiegshilfe benutzen, um überhaupt zur nächsten Sehenswürdigkeit zu gelangen. Bei jeden mitteleuropäischen Denkmalschützer würde dieser Anblick unverzüglich zu einer verschärften Schnappatmung führen.

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Pamukkalle Google Maps
Pamukkalle (türkisch für Baumwollburg) ist einer der bekanntesten Touristenmagnete in der gesamten Türkei. Umso verwunderlicher war, dass in den Restaurants kaum jemand saß, als ich abends durch den Ort schlenderte. In der der einen Taverne saßen noch am meisten Personen. Da musste es also gut sein, deshalb ging ich hinein. Nach kurzer Zeit fiel mir auf, dass die Damen am Nebentisch ungewöhnlich aufreizend gekleidet waren.
Nachdem ich erst einmal ein EFES geordert hatte erklärte mit der Kellner: Die ist Maria aus Rumänien, Elena aus der Ukraine, Svetlana aus Belaurus … und es folgten diverse weibliche Vornamen und osteuropäische Staaten.
Kurz darauf kam eine Dame zu mir, und erkundigte sich, ob ich den türkisch sprechen würde, was ich leider verneinen musste. Auch die Frage nach Russisch konnte ich nicht positiv beantworten.
Daraufhin machte sie eine Handbewegung für „Bezahlen“ gefolgt von dem internationalen Wort „Hotel“ und einem Handzeichen, dass ich aufgrund des Jugendschutzes hier nicht detaillierter beschreiben möchte.
Mit einem freundlichen aber bestimmten „HAYIR“ lehnte ich dankend ab.
Bei dem Aussehen und den großzügigen Körpermasse im Tailienbereich einiger Damen blieb ohnehin zu vermuten, dass die Vergütung der angebotenen Dienstleistungen ausschließlich mit Hartgeld erfolgen würde.
Ich trank mein Bier aus und ging zurück ins Hotel. ALLEIN !!!

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Am nächsten Morgen riss mich der Ruf des Muezin aus meinen wildesten Träumen von kräftig gebauten osteuropäischen (… Ähhm …) Motorradgespannen.
Nach einem kleinen Frühstück ging es in Richtung Kalkterrassen. Am Hügelsaum des Mäander, einer geologischen Bruchzone, entspringen an mehreren Stellen Thermalquellen mit einer Temperatur von 36° Celsius. Beim Durchsickern des Kalkgesteins haben sie sich mit mineralischen Stoffen angereichert, die beim Abkühlen an der Erdoberfläche zu Kalksinter erstarren.
Der Zugang zu den Terrassen ist auf einen kleinen Bereich beschränkt und ist nur barfuß aus dem Ort Pamukkale möglich. Die Frequentierung dieses Abschnitts wird durch Sicherheitspersonal geregelt.
Es ist mitunter schon etwas befremdlich, mit Kalkschlamm vollflächig eingeschmierte russische Mitsechziger zu erleben, die in einem Travertinbecken laut Kalinka Kalinka singen.
Da mein verlangen nach antiken heißen Steinen mittlerweile weitgehend gesättigt war, habe ich mir den Besuch von Hierapolis oberhalb der Kalkterrassen gespart.

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Davutlar Google Maps
Davutlar ist ein kleinerer Ort südlich von Kusadassi. Hier war ich schon rund 10 Jahren mit meinem zweizylindrigen Reisegefährten gewesen. Als ich in Davutlar eintraf war die Sonne schon untergegangen und es begann langsam dunkel zu werden. Während ich nach dem Hotel von damals suchte kam mal wieder einer der vielen freilaufen Köter kläffend auf mich zugelaufen. Das stellt normalerweise kein Problem dar, ein Gaßstoß und weg ist man. Das dachte ich auch dieses Mal. In diesem Moment gab es einen enormen Schlag, der Motor war im Nu aus, und Irgendetwas kullerte vom Motorrad weg. Im Halbdunkeln hatte ich eine Temposchwelle übersehen und war extrem hart aufgesetzt.
Nach unten geguckt. Läuft Öl aus??? Kullert das zufällig die Kurbelwelle auf der Straße herum??? Zum Glück nichts dergleichen. Nur der Seitenständer hing schlaff herunter und durch den Seitenständerschalten war die Zündung unterbrochen. Die Feder für den Ständer war selbst im Halbdunkel schnell wiedergefunden. Ob die Feder nur abgefallen, oder die Halterung abgerissen war, war bei dieser Beleuchtung jedoch nicht mehr zu analysieren. Vorerst musste ein Gepäckstraps die Aufgabe der Feder übernehmen.
Nach ein paar Minuten hatte das dann das Hotel wiedergefunden. Das Hotel Vural ist ein kleines gemütliches Familienhotel. Hier kocht Mutti noch selbst, bis zum schönen kaum frequentierten Strand sind es nur 200 Meter und das Efes ist immer gut gekühlt.

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Milet Google Maps
Hier zog schon der alte Thales seine Kreise.
Milet verfügte einstmals über zwei große Häfen und hatte rund 80.000 Einwohner. Handwerkskunst wie Mode und Möbel „made in Milet“ waren damals weithin berühmt und begehrt. Seinen Untergang erzwang ausnahmsweise kein Feldherr, sondern die Laune des nahen Flusses. Der große Fluß Mäander schob stetig seine Last aus Geröll Sedimente und Sand immer weiter ins Meer hinaus. Die Küste wanderte nach Westen, weg von der einst mächtigen Stadt und seinen Häfen.

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Das (römische) Theater von Milet wurde unter dem römischen Kaiser Trajan (98 -117 n.Chr.) über einem viel älteren hellenistischen Theater erbaut. Während das überbaute Theater 5.300 Plätze aufwies, wurde die römische Überbauung für ca. 15.000 Zuschauer konzipiert. Die Orchestra war von Anfang an auch für Gladiatoren- und Tierkämpfe ausgelegt.
Um das Theater herum standen die Baumwollfelder in vollster Blüte. Trotz der grandiosen Atmosphäre war keine weitere VX in Milet anzutreffen. Wieso eigentlich nicht?

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Seit einigen Stunden grummelte es erheblich in meinem Magen. Der Zustand der türkischen Straßen machten meine Magendarmprobleme nicht besser. Jedes Schlagloch fühlte sich an wie ein Tritt in die Magenkuhle, und türkische Landstraßen bestehen eigentlich ausschließlich aus Schlaglöchern.

Tempel von Didyma Google Maps
der wegen seines Orakels berühmte kolossale Apollotempel, einer der größten und elegantesten der antiken Welt. Heute stehen nur noch zwei Säulen, (ursprünglich 120 an der Zahl!) doch die übrigen Marmorstumpen vermitteln eine Ahnung von den ursprünglichen Dimensionen. Und auch das riesige Portal, die kellerdunklen Rampengänge, ein gigantisches Medusenhaupt und einige wiederaufgerichtete Säulen vermitteln eindrucksvoll genug die Atmosphäre des einstigen Orakelorts.

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Leider wurde der Tempel von Didyma nie vollständig fertiggestellt. Tragische Ironie: Wenn Archäologen in 2000 Jahren die Grundmauern des Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg ausgraben, werden sie sicherlich nichts anderes berichten können. Wie eigentlich nicht?

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Ephesos Google Maps
Ephesos war im Altertum eine der ältesten, größten und bedeutendsten griechischen Städte Kleinasiens und beherbergte mit dem Tempel der Artemis (Artemision) eines der Sieben Weltwunder. In der Antike lag die Stadt direkt am Meer. Durch Versandung s verschob sich die Küstenlinie im Laufe der Zeit nach Westen, so dass sich die Reste der Stadt heute mehrere Kilometer landeinwärts befinden.

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Der Apostel Paulus weilte während seiner 3. Missionsreise (nach 50) in Ephesos. Im großen Theater von Ephesos soll der Apostel Paulus die in der Apostelgeschichte geschilderte Szene mit den Devotionalienhändlern des Artemistempels erlebt haben.Er erregte dort unter anderem den Unwillen der Devotionalienhändler, die um ihr gutes Geschäft mit der „Diana der Epheser“ fürchteten.

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Heute stellt Ephesos eine der touristischen Hauptattraktionen der Türkei mit mehreren Hunderttausenden Besuchern jährlich dar.
Zu den öffentlichen Gebäuden, die im Stadtgebiet freigelegt wurden, gehören am sogenannten „Staatsmarkt“ unter anderem das Bouleuterion, der Versammlungsraum des Stadtrates, und das Prytaneion, die Amtsräume der führenden Repräsentanten der Stadt.

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Auf der marmornen Kuretenstraße geht es durch das Herkulestor zum Hadrianstempel, dessen Bogeneingang vom Kopf der Glücksgöttin Tyche gekrönt wird. Der große Komplex rechts davon beherbergte die Seholastika-Thermen.
Die beeindruckenste Fassade ist die der Celsus-Bibliothek, die 110 n.Chr. von einem römischen Konsul als Gedenk- und Grabstätte für seinen Vater errichtet wurde, Vom antiken Weltwunder, dem Artemistempel ist leider so gut wie nichts mehr zu sehen. Wieso eigentlich nicht?
Auf dem Weg zum mächtigen Theater stößt der Blick unweigerlich auf Marmorplatten mit einem Fußabdruck und einem Frauenkopf, die als Wegweiser zum Freudenhaus galten. Sowas gibt also nicht nur in Pamukkalle.

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Haus der Jungfrau Maria Google Maps
Johannes soll Maria um 37-48 n.Chr. nach Ephesus gebracht haben; im Meryemana (Haus der Jungfrau Maria) auf den Hügeln außerhalb der Stadt verbrachte die Gottesmutter ihre letzten Jahre. Wenn man die kurvige Bergstrecke mit den tollen Kurven und dem schönen Panorama betrachtet, die zum Haus der maria führt, muss man davon ausgehen, dass Sie schon damals ein Motorrad besaß. Sonst hätte sich sich wohl eher eine Bleibe im Tal gesucht.

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Trotz der beeindruckenden Motorradstrecke zum Haus der Maria war keine weitere VX dort oben anzutreffen. Wieso eigentlich nicht?

Am Abend wurden meine Magendarmprobleme immer schlimmer. So war an Motorradfahren nicht mehr zu denken. Die nächsten 2 Tage verbrachte ich ausschließlich im Bett und auf meinem Freund Villroy dem Flachspüler.
Nach 2 Tagen Flitzekacke konnte ich mich endlich wieder weiter als 10 Meter von einer Toilette entfernen. Durch die verlorenen Tage in der Keramikabteilung war für Besuche in Pergamon und Troja leider keine Zeit mehr und ich beschloss direkt nach Istanbul zu fahren.

Fahrt nach Istanbul Google Maps
Nach den 600 Km nach Istanbul am Stück auf türkischen Straßen tat mittlerweile mein Allerwertester ein wenig weh. Dieses Körperteil wird im türkischen übrigens mit dem Wort Göte bezeichnet, was bei der Erkundigung nach dem in Istanbul ansässigen Göthe-Institut schon mal zu Irritationen führen kann.
Am Nachmittag erreichte ich Yalova, von wo die Fähre übers Marmarameer nach Pendik ging, und von dort waren es dann nur noch lächerliche 30 Km bis an den Bosporus.
Die Verkehrssituation auf den Straßen Istanbuls ist ja berüchtigt. Na egal, dafür hatte ich den perfekten Plan. Ich würde am Freitag Nachmittags nach Istanbul hineinfahren. Alle gläubigen Muslime, und das sind ja in der Türkei bekanntermaßen 98% der Bevölkerung, versammeln sich am Freitag Nachmittags alle zum Freitagsgebet in den Moscheen und ich hätte mit ein paar wenigen Ungläubigen die Straßen Istanbuls für mich allein. Ich bin einfach ein schlauer Fuchs :-;

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Als ich in Pendik von der Fähre führ war ich bedient. Von wegen, gläubige Muslime sind beim Freitagsgebet. Alle motorisierten Bewohner Istanbuls hatten sich offensichtlich im Stau von Pendik in Richtung Bosporus versammelt. Wie wollen die so jemals in Paradies kommen?
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Re: Kebap Köfte und Theater

Beitragvon joerg107 » 22.12.2012 23:06

Istanbul
Istanbul ist die größte Stadt der Türkei und deren Zentrum für Kultur, Handel, Finanzen und Medien. Das Stadtgebiet erstreckt sich am Nordufer des Marmarameeres auf beiden Seiten des Bosporus, der Meerenge zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer. Istanbul ist die einzige Metropole der Welt, die sich auf zwei Kontinenten befindet.
Um 660 v. Chr. gründeten dorische Griechen unter dem Namen Byzantion, eine Kolonie am europäischen Ufer des Bosporus. Die günstige geographische Lage ermöglichte der Siedlung bald, ein bedeutendes Handelszentrum zu werden.
Für die Besichtigung Istanbuls konnte der Reisführer im Taschenbuchformat im Motorradkoffer bleiben, denn hier hatte ich die perfekte Reiseführerin. Sevgi, eine sehr gute Freundin, die in Istanbul beheimatet ist, erklärte mir alles über die Sehenswürdigkeiten der Metropole, naja und ich tat halt so, als würde ich es verstehen.

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Hagia Sophia Google Maps
Die Hagia Sophia ( zu Griechisch „heilige Weisheit“, türkisch Ayasofya) ist eine ehemalige byzantinische Kirche, spätere Moschee und heutiges Museum Die Hagia Sophia, das letzte große Bauwerk der Spätantike, war die Hauptkirche des Byzantinischen Reiches und ist bis heute das Wahrzeichen Istanbuls.
Die Kirche steht auf einem Rechteck von rund 80 m Länge und 70 m Breite. Die Spannweite der Kuppel beträgt rund 32 m; der Kuppelraum ist vom Fußboden bis zum Kuppelscheitelpunkt 55 m hoch.

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Genau so stelle ich mir hinsichtlich Größe und Architektur den Neubau von meiner VX-Garage vor.
Im Jahr 532, begann der Bau der Kirche. Zuerst im August 553 und dann im Mai 558 stürzte die extrem flache Kuppel, noch im Bau befindliche Kuppel bei Erdbeben ein, und wurde nach einer Überarbeitung des Bauplans in den Jahren 558–562 in ihre heutige Form gebracht.

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Mit der Eroberung Konstantinopels im Jahre 1453 durch die Osmanen wurden christliche Insignien überpinselt.
Auf Anregung Atatürks beschloss die türkische Regierung 1934, die Moschee in ein Museum umzuwandeln. So wurde die gesamte Geschichte des Bauwerks sichtbar und die Kontinuität als religiös genutzte Stätte deutlich. Bei der Bemühung, den ursprünglichen Kirchenraum wieder weitgehend erlebbar zu machen, achtete man dennoch darauf, die späteren muslimischen Einbauten nicht zu zerstören.
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Cisterne
Die Cisterna Basilica ist eine spätantike Zisterne westlich der Hagia Sophia in Istanbul.
Die Zisterne wurde zwischen 532 und etwa 542 als Wasserspeicher für den Großen Palast angelegt.
Sie hat ein Fassungsvermögen von ca. 80.000 Kubikmetern. 336 jeweils acht Meter hohen Säulen tragen das Gewölbe

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Leanderturm Goolge Maps
In Istanbul, einige hundert Meter vor vor der asiatischen Küste des Bosporus, liegt auf einer kleinen Insel liegt der Leanderturm. Seinen Namen, Mädchenturm, soll er durch eine Sage von Leander und Hero, erlangt haben, bei welcher Leander jede Nacht zu seiner Geliebten geschwommen ist und bei einem Unwetter ums Leben kam. Heros Schmerz war so groß gewesen, dass sie sich vom Turm stürzte.
n der byzantinischen Zeit wurde vom Leanderturm bis nach Konstantinopel eine Kette über den gesammten Bosporus gespannt, um bei Angriffen geschützt zu sein.

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Sultanamet Moschee Google Maps
Die Sultan-Ahmed-Moschee 1609 von Sultan Ahmed I. in Auftrag gegeben und bis 1616 erbaut. Die Sultan Ahmet-Moschee kennt man besser als Blaue Moschee wegen ihres Reichtums an blau-weißen Fliesen, die die Kuppel und den oberen Teil der Mauern zieren, und die farblich perfekt mit dem schwarz einer VX800 korrespondieren. Trotzdem war keine weitere VX an der Moschee anzutreffen. Wieso eigentlich nicht?

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Topkapipalast Google Maps
Der Topkapı-Palast („Kanonentor-Palast“) war jahrhundertelang der Wohn- und Regierungssitz der Sultane des Osmanischen Reiches. Der Palast besteht nicht aus einem einzelnen, sondern getreu der türkischen Tradition aus mehreren Gebäuden in einem großen Garten. Das Museum im Palast beherbergt Sammlungen von Porzellan, Porträts, Juwelen, Waffen und Unterwäsche mit Originalbremsspuren der Sultane.
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Mit seiner Lage auf einer Landspitze bietet er eine beispiellose Panoramasicht auf Istanbul, den Bosporus und das Goldene Horn. Der Name Goldenes rührt übrigens aus der legende, dass die alten Griechen vor der Fluch der Osmanen alles Gold im Meeresarm versenkt haben sollen. Untersuchungen mit Metalldetektoren in jüngerer Zeit haben jedoch zu keinen Edelmetallfunden geführt. Naja, vermutlich haben die geldklammen Griechen schon damals nur wertlose Staatsanleihen im Goldenen Horn versenkt.

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Schwarzes Meer Google Maps
Vor etwa 7500 Jahren trennte eine Landbrücke zwischen Asien und Europa das Weltmeer von einem Frischwassersee, dem heutigen Schwarzes Meer bekannt ist. Da nach der letzten Eiszeit die Eispanzer abschmolzen und der Spiegel des Mittelmeers stetig stieg, brach der natürliche Damm am heutigen Bosporus, wodurch eine gewaltige Sintflut entstand. Wissenschaftler vermuten, das Überlieferungen dieser Flutkatastrophe als Grundlage der Arche Noah Erzählung diente.

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Das mit dem Namen des Schwarzen Meeres ist mal wieder reiner Beschiss, denn das Meer ist eindeutig Blau und nicht Schwarz.

Richtung Griechenland
Dem Verkehrschaos in Istanbul entflieht man am besten auf dem direkten Weg über die gebührenpflichtige Autobahn. Nach lächerlichen 50 Kilometern lockerte sich die Verkehrssituation dann auch langsam auf.
An einer kleinen Raststätte noch die letzte Güzlemme verdrückt. Die Raststätte muss kurz zuvor noch eine Karravanserei gewesen sein, denn ein Kamel und ein paar Straußenvögel waren noch Vorort

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Am frühen Nachmittag gings über die Grenze nach Hellas. Die Abfertigung auf der türkischen Seite schien erstaunlich schnell abgeschlossen zu sein, dachte ich jedenfalls. Denn dann merke ich, dass die nur die erste Vorkontrolle war. Es folgte die Passkontrolle am nächsten Häuschen, die Zollkontrolle an einem weiteren Häuschen und zuletzt eine Nachkontrolle. Einige Fahrzeuge scheinen den Weg durch den Zoll nicht zu schaffen, denn im Park Ferme standen reichlich PKW’s dicht an dicht. Der Patina zu urteilen, Staden einige von ihnen auch schon etwas länger.

Nach der schellen Abfertigung bei den griechischen Grenzern, begann direkt nach der Zollschranke eine Autobahn mit Fahrbahnbelag nach feinster EU-Norm. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schön so eine solche Autobahn nach zweieinhalb Wochen türkischer Schlaglochpiste sein kann. Trotz der schönen Autobahn war keine weitere VX auf der Strecke anzutreffen. Wieso eigentlich nicht?
Am Abend suchte ich mir ein Zimmer in der Nähe von Kalvala. Hier konnte ich erst mal wieder richtig ausschlafen, denn kein Muezzin würde mich am nächsten Morgen in aller Frühe aus dem Schlaf brüllen.

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Am nächsten Morgen um Sechs riss mich das Geläut der griechisch orthodoxen Kapelle von nebenan aus meinen tiefsten Träumen. MIST!!!

Olymp Google Maps
Motorradfahren dort, wo die Götter zuhause sind. In der griechischen Mythologie wohnte der gesamte Götterclan, denn irgendwie waren die ja miteinander verwandt oder verschwägert, auf dem mit 2918 m höchsten Berg Griechenlands. Die Höhe des Bergs ist in etwa mit der Höhe der griechischen Staatschulden zu vergleichen, also sehr hoch.

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An der Westflanke des Olymp führt eine gut ausgebaute Strasse bis in Ca. 2200 Meter Höhe und endet erst vor einem miletärischen Sperrgebiet. Würden nicht so viele kleine Steine und Ziegenköttel auf der Fahrbahn liegen, könnte man den zweizylindrigen Gipfelstürmer richtig fliegen lassen. Die griechischen Götter wareen hier oben allerdings nicht zu sehen. Wieso eigentlich nicht?

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Metheora Google Maps

Am Rande der kleinen Stadt Kalambaka ragen die bizarren Meteora-Felsen in den Himmel. Dieses Wunderwerk der Natur besteht aus zahlreichen beeindruckenden, jeweils mehrere hundert Meter hohen Felsennadeln.
In den darauf befindlichen Klöstern zwischen Himmel und Erde leben noch heute viele Mönche und Nonnen. Die Mönche von Meteora bilden die bedeutendste Mönchsgemeinschaft in Griechenland außerhalb der Mönchsrepublik Athos.

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Insgesamt existieren in Meteora 24 Klöster. Inzwischern sind allerdings nur noch sechs von ihnen bewohnt. Die restlichen wurden gröstenteils wegen Baufälligkeit verlassen.
Trotz der schönen Klosterkulissen war keine weitere VX in Meteora anzutreffen. Wieso eigentlich nicht?
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Katarapass
Tja,nix Katarapass! Irgendwie habe ich dieses unscheinbare Schild zum Abzweig über den Katarapass nicht so richtig ernst genommen und ehe ich mich versah, war ich dann auch schon auf der Autobahn in Richtung Ionania.

Ioannina Google Maps

Die Stadt Ioannina liegt auf einer Höhe von etwa 480 m am westlichen Ufer des Pamvotida-Sees. 1430 eroberte das Osmanische Reich Ioannina, welches bis 1913 fast 500 Jahre unter osmanischer Kontrolle verblieb. Die lange Osmanenherrschaft hat das Stadtbild entscheidend geprägt, nicht zuletzt auch weil die Türken Ioannina als regionales Handelszentrum und Hauptstadt der Region förderten. Heutzutage gilt Ioannina als ein Zentrum der Gold und Silberschmiede.
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Igoumenitsa Google Maps
Pünktlich zu Sonnenuntergang erreichen mein zweizylindriger Liebling und ich den Hafen von Igoumenitsa. Die Fähre mit ihrer Abfahrtszeit um 23 Uhr leuchtete auf der Anzeigetafel schon in hellen Lettern auf. Da man erst 2 Stunden vor Abfahrt einchecken kann, hatte ich viel Zeit für ein leckeres Abendessen in einer kleinen Taverne.
Um halb zehn machte ich dann auf den Weg zum Einchecken, der Schalter war immerhin schon geöffnet. Nixdestowenigertrotz war ich dann ziemlich überrascht, als die Dame am Schalter mir mitteilte, dass sie mich auf eine Fähre für 6:00 Uhr umbuchen würde. Es sei Generalstreik, und heute würde keine Fähre gehen.
Da es im Hafen von Igoumenitsa nicht gerade sehr gemütlich ist, nahm ich mir für die paar Stunden ein Hotel.

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Da die Fähre nicht wie normal aus Patras kam, sondern direkt von Igoumenitsa eingesetzt wurde, war sie im Gegensatz zur total überfüllten Hinfahrt diesmal total leer. Durch die ungünstige Abfahrtszeit kam die Fähre um 23:00 in Ancona an, wo ich mir erneut mitten in der Nacht ein Hotel suchen konnte.

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Verona Google Maps
Verona ist nicht nur die Stadt der berühmtesten Opernfestspiele und des berühmtesten Liebespaares (Romeo und Giulia) der Welt, Verona ist eine der schönsten Städte Italiens mit vielen anderen kulturellen Events. An diesem Tag fand ein Treffen von vielen historischen Sport- und Rennwagen vor der berühmten Arena in Verona statt. Trotz der schönen wagen und der schönen Arena war keine weitere VX in Verona anzutreffen. Wieso eigentlich nicht?

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Autoreisezug nach Berlin
Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin. Der Bahnhof in Verona war im Prinzip schnell gefunden. Das Terminal für die Autoreisezüge fzu finden gestaltete sich allerdings nicht so einfach. Wieso eigentlich nicht? Mittlerweile war ich dreimal um das nicht ganz kleine Bahnhofsareal herumgefahren, aber an jeder Einfahrt wieder weggeschickt worden. Nachdem ich die richige Einfahrt dann gefunden hatte, war dann innerhalb des Geländes auch einen Ausschilderung vorhanden. Die hätte man nun auch nicht mehr gebraucht, denn von hier konnte ich den Autoreisezug schon deutlich sehen.
Die Verladung verlief problemlos. Hätte ich geahnt, wie gut an diesen Tagen das Wetter ist, hätte ich mit den Zug gespart, und wäre selbst gefahren.

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Bei der Ausfahrt aus dem Zugterminal mussten wir feststellen, dass in Mitteleuropa der Herbst einzu gehalten hatte. Die Fahrbahn war flächendeckend mit nassem Laub versehen.
Die letzten 200 Km von Berlin nach Hause absolvieren meine zweizylindrige Sonnenanbeterin und ich bei 20 Nach umgerechnet 6965 Km waren meine zweizylindrige Reisebegleiterin und ich wieder zu Hause.
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Re: Kebap Köfte und Theater

Beitragvon peterxx » 05.01.2013 12:21

Hast du einen Überblick (Straßenkarte) über deine tolle Reise.
Will auch mal in die Türkei.
Gruß Peter
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Re: Kebap Köfte und Theater

Beitragvon Detlev » 05.01.2013 13:30

Hi Peter,

galt zwar nicht mir, deine Anfrage, aber die Türkei ist groß ... Hier die (farblich unterschiedlichen) Trackaufzeichnungen der letzten sechs MR-Reisen von meiner Frau und mir. Wenn du Fragen zu einer bestimmten Ecke bzw. einem Thema hast, bitte!

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Re: Kebap Köfte und Theater

Beitragvon elke » 05.01.2013 16:27

Hallo Detlev,

Die Schwarzmeerküste seid ihr ja nie ganz entlang gefahren. Aus Wettergründen oder wolltet ihr euch die Kilometerfresserei im Mittelstück sparen? Zugegebenermaßen ist es am Kackargebirge am interessantesten.
Ansonsten bleibt ja nicht mehr viel, was ihr noch nicht kennt. Und wo geht es nächstes Jahr hin?

LG
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Re: Kebap Köfte und Theater

Beitragvon Detlev » 05.01.2013 17:22

Hi Elke,

den Abzweig Richtung SO zwischen Amasra und Sinop hatten wir - wegen Straßensperrung - erst gezwungenermaßen genommen, uns dann, weil das bisherige Stück fett im Nebel lag, aber bewusst nochmals Richtung Amsaya gehalten. Da schien die Sonne und ein zweites Mal Amasya "schien" uns auch nicht schlecht.
Bei Ünye sind wir dann später wieder an die Küste, kam uns aber ziemlich ätzend vor, doch so waren wir schnell in Trabzon.
Gerne würden wir noch mal das ganz östliche Stück um Rize erkunden (würde gerne mal die Drehorte des Films "Bal" sehen). In diesem Jahr müssen wir aber recht früh los (1., spätestens 2. Mai-Woche), da ist uns das Wetter dort noch zuu nass (regnen tut's da ja eh fast jeden Tag).

Von den "Großzielen" her gibt es tatsächlich nicht mehr so viel, doch je mehr wir uns mit Details befassen, je mehr unscheinbare, doch nichtsdestotrotz spektakuläre Orte entdecken wir. Das mussten wir schon im letzten Jahr feststellen.
Zudem haben wir festgestellt, dass sich manche Ziele erst richtig beim zweiten oder gar dritten Mal erschließen, dann, wenn man prinzipiell weiß, was einen erwartet und man es etwas ruhiger angehen kann, weil man nicht mehr die Angst hat, etwas zu verpassen.

Somit möchte ich auf jeden Fall noch mal die Taş Yolu fahren und nach Kemaliye. Aller Voraussicht nach - ich sitze gerade über archäologischer Fachliteratur und raufe mir die verbliebenen Haare ob der oft grob fehlerhaften Landkarten - wird unser diesjähriger Aktionsradius recht klein sein. Das Meiste wird sich wohl zwischen den Orten Konya, Tunceli, Antakya und Adana abspielen. In petto wäre aber auch noch mal ein Abstecher in den Tur Abdin, evtl. Hasankeyf zum vierten ("Kommen Sie, solange es mich noch gibt!"), je nach verbliebener Zeit vielleicht auch noch einen Abstecher nach Zypern (von Taşucu aus).

In den nächsten 14 Tagen werde ich versuchen, die Urlaubszeit festzuklopfen, dann könnte die Feinplanung beginnen.
Und was planen die Augsburger für 2013?

Liebe Grüße
Detlev
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Re: Kebap Köfte und Theater

Beitragvon elke » 05.01.2013 17:41

Hallo Detlev,

deinen Ausführungen ist (fast) nichts hinzuzufügen. Aber nur fast: Denn das mit dem Regen an der Schwarzmeerküste stimmt nicht immer. Wir hatten ja das letzte Mal auch ziemlichen Schiß im Regen und Nebel zu versumpfen (nach den Erlebnissen von Sigi, du erinnerst Dich bestimmt...), aber bis eine Woche vorher hat es aus Kübeln geregnet und wir hatten immer nur Sonne, an der ganzen Schwarzmeerküste. Keinen Tropfen Regen!
Ansonsten: stimmt schon, manche Ziele kann man locker auch noch ein zweites und drittes Mal anschauen, ohne daß sie ihren Reiz verlieren, denn den Reiz üben ja nicht unbedingt die alten Steine, Bauten und Denkmäler aus, sondern die Erlebnisse und Begegnungen in ihnen und auf der Reise zu ihnen.

LG
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Re: Kebap Köfte und Theater

Beitragvon joerg107 » 06.01.2013 23:24

peterxx hat geschrieben:Hast du einen Überblick (Straßenkarte) über deine tolle Reise.
Will auch mal in die Türkei.
Gruß Peter


Hallo Peterxx,

eine inetwa Kartendarstellung der Tour findest Du hier
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Re: Kebap Köfte und Theater

Beitragvon peterxx » 10.01.2013 11:05

Vielen Dank für die Infos.
Welche Teile würdet ihr einem Türkeineuling empfehlen.
( Reiseerfahrung mit Motorrad E, F, I, GR, SLO, etwas Bali und Nordthailand auf Asphalt)
An- und Abreise wäre ja wohl über Villach nach Edirne mit Autoreisezug am besten.
Gruß Peter
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Re: Kebap Köfte und Theater

Beitragvon Detlev » 10.01.2013 11:30

Moin,

liegt ein wenig am Zeitkontingent. Viele machen zum Einstieg Ägäis, Riviera, Lykien, im Osten vielleicht noch Kappadokien. Das ist mit drei Wochen in der Türkei gut machbar. Ich habe aber auch schon einige "Neulinge" für eine Komplettumrundung "gebrieft" - die es dann auch nicht bereut haben. Da sind dann vier bis fünf Wochen optimal.

Ich habe - bis auf den Landweg - fast alle früher und aktuell möglichen Anreisevarianten durch, der Edirne-ARZ ist für mich letzte Wahl. Teuer, unkalkulierbare Fahrzeit, unbequem, wenig Termine. Ich mache ja seit langem die Speditionsvariante ab Hilden mit http://www.bike-on-board.de . Aber ich wohne halt auch weiter im Norden. Zwei Mädels aus Basel starten Ende April - mit ANEK von Venedig nach Igoumenitsa. Das halte ich für die "Südländer" für am zeit- und geldrationellsten.

Wir haben gestern die Flüge nach Thessaloniki gebucht und starten dort wieder am 7. Mai - morgens los, schon am Abend in der ersten Unterkunft südlich des Marmarameers. (Für uns ist das eben die zeitrationellste Anreiseweise - am Montagabend Flug ab Köln, Dienstag schon in der Türkei. Wer mehr Zeit hat, der kann das sicher anders händeln. Übrigens: Besagte Spedition hat ihren Sitz zwar in Hilden bei Wuppertal, die haben es aber auch schon problemlos für einen Kollegen aus Frankfurt managen können, sein Mopped da einzuliefern. Das Geniale ist halt, dass wir die Moppeds voll aufgerödelt, incl. der Klamotten und Helme, unzerlegt abliefern können; wir fliegen dann nur noch mit leichtem Handgepäck.)

Wenn du noch Tipps brauchst, bitte PN.

Gruß

Detlev
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Re: Kebap Köfte und Theater

Beitragvon joerg107 » 11.01.2013 17:45

peterxx hat geschrieben:
An- und Abreise wäre ja wohl über Villach nach Edirne mit Autoreisezug am besten.



Meimes Wissens wird diese Verbindung gar nicht mehr angeboten.

Gruß Jörg
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Re: Kebap Köfte und Theater

Beitragvon Detlev » 11.01.2013 18:02

joerg107 hat geschrieben:Meimes Wissens wird diese Verbindung gar nicht mehr angeboten.Gruß Jörg


Das glaube ich nicht: http://optimatours.de/de/index.php?p=fahrplane . Die Pläne sind zwar noch leer, aber Optima ist immer sehr spät damit.

Detlev
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Re: Kebap Köfte und Theater

Beitragvon joerg107 » 14.01.2013 15:17

Detlev hat geschrieben:
joerg107 hat geschrieben:Meimes Wissens wird diese Verbindung gar nicht mehr angeboten.Gruß Jörg


Das glaube ich nicht: http://optimatours.de/de/index.php?p=fahrplane . Die Pläne sind zwar noch leer, aber Optima ist immer sehr spät damit.

Detlev


Wenn man sich die Fahrpläne und Preislisten von der Optimatours-Seite als PDF herunterläd, bekommt man die Preise und Fahrpläne für die Saison 2011.
Da sind die mit den Plänen für die Saison 2012 aber wirklich verdammt spät dran :roll:

Gruß Jörg107
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Re: Kebap Köfte und Theater

Beitragvon Qfreund » 15.01.2013 21:14

Hallo Elke, Detlev und alle anderen Türkeikenner....
Wir wollen Ende April (haben gute 4 Wochen Zeit)in die Türkei und hatten auch den Autoreisezug ins Auge gefaßt( kommen aus dem Süden), da m.E doch die schnellste Variante. Nun hab ich aber schon einige "negative" Berichte über den Autoreisezug gelesen. Lt Optimatours kommt der Fahrplan angeblich noch diese Woche raus.... :?
Gibt es hier andere Mitleser die ihre Erfahrungen mit dem Autoreisezug mal kurz schildern könnten?
@ Detlev: wenn ich mir Eure Reiserouten ansehe, dann seid ihr nie über Istanbul gefahren. ist das mit dem Moped zu stressig oder hat es Euch einfach nicht interessiert??
Wie war das denn so für Euch mit den immer geschilderten Geschwindigkeitsbeschränkungen - ich kann mir nicht vorstellen, dass man es durchhält auf den Schnellstraßen nur 70Kmh zu fahren- da dürfte man ja ein Verkerhshindernis für die LKW werden - oder?? :(
Vielen Dank für Eure Antworten
Ciao

Heidi
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