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Michael Martin im SPIEGEL

Und wo warst Du?

Re: Michael Martin im SPIEGEL

Beitragvon Keks » 25.03.2013 23:40

Ich war im Januar in Darmstadt beim 30 Jahre-Vortrag von MM; geht ja nichts über die Pflege von Vorurteilen; ich wollte mir dann doch lieber mal ein eigenes Bild machen. Ich fand´s unterhaltsam, aber das war´s auch schon. Informationen zu Moppeds gleich Null; Informationen zu Logistik / Hintergrund gleich Null - meinetwegen; das gibt die Vortragsankündigung auch nicht her. Wer bewußt hinguckt, wird aber feststellen, daß die von einer einzigen Reise stammenden Bilder keinesfalls von einem Einzelfahrer oder Paar stammen können; derartige Klamotten- und Ausrüstungsmengen, von Wanderstiefeln über Rucksäcke, sind m.E. auf dem Mopped nicht ernsthaft transportierbar.

Aber die Fotos - in weiten Teilen Knipserei statt ernsthafte Fotografie. Ich habe schon einige Vorträge von "Privatreisenden" gesehen, die bessere Bilder zu bieten hatten. Dafür daß er nach eigenem Bekunden die Bilder aus hunderttausenden (!) Bildern ausgewählt hat, war´s nix. Natürlich muß man die Bilder auch im Kontext sehen und ich erwarte bestimmt keine Perfektion von Bildern, die er mit 18 in den Alpen oder mit 20 in der Sahara geschossen hat, aber auch die Bilder neueren Datums waren weitestgehend Mittelmaß. Das hundertste nach Afrika exportierte Schrottauto war dann auch kein Highlight mehr. Die Highlight-Landschafts-Bilder, die dann auch im Kalender zu finden sind, gehen in der Dia äh Beamer-Show schlicht unter; Bilder derartiger Qualität machen keine 5% des Vortrags aus. Ich hab´ da schon bildnerisch mehr erwartet und die zweite Hälfte des Vortrages zog sich dann schon...

Also, hingehen lohnt sich; so teuer isses ja nun nicht; aber es ist Hausmannskost, keine Feinkost.

Grüße
Chris
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Re: Michael Martin im SPIEGEL

Beitragvon mic_schaf » 26.03.2013 00:59

###die Fotos - in weiten Teilen Knipserei statt ernsthafte Fotografie###

Das finde ich aber echt heftig. Ich dachte, er wäre wenigstens ein spitzen-mäßiger Fotograf und seine Dia-Vorführungen überragend.
Seine Fotos in Spiegel-Online finde ich jedenfalls klasse und die Reportagen dazu auch. Auch was auf seiner HP steht, fand ich bisher überzeugend...aber:
Das er den Anschein erweckt, sich als Einzelkämpfer auf seiner GS durch-zuschlagen und dabei auch noch Fotos zu machen.... aber in Wirklichkeit fährt die GS auf dem Anhänger vom Begleitfahrzeug.... das nenne ich "Schwindel"!

Es ist ja nichts dabei zuzugeben, das die Vorgaben, die einem von der Produktionsfirma in Deutschland gemacht werden, unerfüllbar sind. Jeden Tag 700km auf dem Bock runter zu reiten und dabei auch noch Fotos und Videos und Interviews zu machen, das hält doch keiner aus.
Es gibt ja auch andere Motorrad fahrende Journalisten, die geben das auch zu.
Thomas Aders, der ARD Korrespondent und seine Motorradreise von Peru bis Patagonien... Der hatte den Mut zuzugeben, das er den Mechaniker hat fahren lassen, wenn er nicht mehr konnte... Außerdem ist die Reportage von ihm super gemacht!

Oder die beiden Münchner Reisejournalisten, die auf ihren GS (was sonst), von München nach Kapstadt gefahren sind... (Tag 53, heute übernachten wir zum ersten mal in unserem Zelt, das wir seit Beginn der Reise mit uns führen).... Beinhart ist anders, aber wenigstens sind sie ehrlich...

Ich habe ja auch jede Nacht im Billighotel übernachtet... meine Frau hätte mir sonst den Kopf abgerissen. Außerdem war das bei den Preisen und der Sicherheitslage völlig OK!

Nicht jeder ist so heftig unterwegs wie Panny und seine Begleiterin...

PS: Schade, das "Pandora´s Tour" nicht mehr online ist..."Hallo ich bin Jeanette aus der Schweiz, ich Reise für die Kindernothilfe, haben sie ein kostenloses Zimmer in ihrem 5 Sterne -hotel für mich?"
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Re: Michael Martin im SPIEGEL

Beitragvon Keks » 26.03.2013 01:39

mic_schaf hat geschrieben:###die Fotos - in weiten Teilen Knipserei statt ernsthafte Fotografie###
Das finde ich aber echt heftig. Ich dachte, er wäre wenigstens ein spitzen-mäßiger Fotograf und seine Dia-Vorführungen überragend.


Da hat sicherlich jeder seine eigene Meinung zu; ich kann nur raten, selber hinzugehen und zu gucken. Wäre ich Anfang der 90er bei dieser Veranstaltung gewesen, hätte es meine Erwartungen getroffen. Angesichts der Tatsache, daß wir heute an jeder Ecke mit perfekt inszenierten Fotos geradezu überflutet werden, war ich auch von den Bildern neuerer Generation mit den FX-Nikons enttäuscht; die Kameras können mehr, die Landschaft hätte mehr geboten, aber halt nicht, wenn man - so mein Eindruck - nur noch Locations sammelt und abhakt, statt drei Tage oder auch nur drei Stunden auf das perfekt ausgeleuchtete Bild zu warten, wie es Profis häufig müssen (von Tierfotografen, die eine Woche im Gebüsch im Tarnzelt liegen, mal ganz zu schweigen).

Das schönste am Abend war für mich, daß meine 13 und 15 Jahre alten Söhne wieder mal ein wenig mehr verstehen konnten, daß es mal eine Zeit ohne Internet und Handy gab - die Geschichten aus MM´s Anfängen waren halt auch aus meiner Jugendzeit und da konnte man sich dann doch selbst ein bißchen wiederfinden, so z.B. mit Fotos vom ersten Tesch-Afrika-Handbuch, das wie die ESSO Sammelbildchen die große weite Welt versprach...
Grüße
Chris
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Re: Michael Martin im SPIEGEL

Beitragvon klausmong1 » 26.03.2013 09:05

Sind das Vermutungen, das MM die Mopeds auf Anhänger fährt oder könnt Ihr das beweisen???

Ich weiß es nämlich nicht und würde von daher nicht trauen , sowas zu behaupten.

Was die Fotos angeht:

Ich habe in der letzten zeit zu viele Vorträge gesehen, wo es supertolle Fotos gab, und auf einigen Plätzen war ich schon selbst.
Von daher weiß ich, das es dort nicht so aussieht wie auf diesen technisch wunderbaren Fotos.
Es hilft mir nichts, wenn die nachbearbeitet sind, das die Farben super rauskommen, oder HDR haben.

Ich für meinen Teil will das so sehen wie es in der Realität ist, davon habe ich persönlich viel mehr.
Ich will nicht, das mir etwas vorgegaukelt wird, was dann nicht da ist, da sind meine Erwartungen dann wirklich enttäuscht.

Von Jo Pichler zB weiß ich, das der wirklich alleine fährt, ohne Begleitfahrzeuge.
Und auch wunderbare Fotos und Filme aufnimmt.
Also es geht schon.

Ich will jetzt keine Lanze für MM brechen, ich weiß nicht wie der wirklich fährt.
Aber genausowenig will ich schlechtmachen, was der tut, denn ich finde das trotzdem bewundernswert.
Wenn ich die Möglichkeit hätte so zu REisen und mein Leben zu finanzieren, ich würde es sofort machen.
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Re: Michael Martin im SPIEGEL

Beitragvon Andyw » 26.03.2013 09:32

Michael Martin hat es geschafft mit seinen Reisen+Fotografie+Motorrad seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und das macht er wirklich in Perfektion, momentan gibt es keinen anderen "Berufsreisenden", der es schafft so kurzweilig seine Vorträge zu gestalten, immer neue Themenbereiche anzugehen und dabei echt gute Fotos zu schießen, er gibt eben auch zu erst sehr spät in die digitale Fotografie eingestiegen zu sein. Es spielt absolut keine Rolle ob er mit Begleitung unterwegs ist, da er dies nie betont. Trotz allem hat er Ecken der Welt bereist und fotografiert, wo er u.a. einer der wenigen war...Tibet, China, Afghanistan,...
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Re: Michael Martin im SPIEGEL

Beitragvon scooter » 26.03.2013 09:46

...genau, er war da, was ich von mir noch nicht behaupten kann!
Da spielt es keine Rolle wie er es geschafft hat. Man sollte Ihn halt nur nicht in die Rubrik Abenteurer schieben sondern eher in die Kiste "Journalist"
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Re: Michael Martin im SPIEGEL

Beitragvon Guido » 26.03.2013 10:08

Aber genausowenig will ich schlechtmachen, was der tut, denn ich finde das trotzdem bewundernswert.


Genau. Das Zauberhafte an uns Mopedreisenden ist schließlich diese ungeheure Weltoffenheit und Toleranz. Wer wollte da am Leben anderer herumkritteln? Es sei denn, die machen das alles irgendwie nicht richtig. So geht das dann natürlich nicht, Herr Martin! Wann wird hier ein Ausschuss gewählt, vor dem sich Falschreisende, Falschfotografierende und Falschlebende verantworten müssen?
Falschfahrende Grüße,
Guido
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Re: Michael Martin im SPIEGEL

Beitragvon klausmong1 » 26.03.2013 10:46

Gefällt mir 8) 8)

Ja, wir sollten in Zukunft darüber abstimmen, wer es richtig gemacht hat beim Reisen und ob die anderen das gut finden.

Dann sollten sich die Reisenden an die Vorgaben halten.
Es zählt nicht, ob man selbst Spaß hat sondern ob die Anderen das gut finden.

Also geißelt Euch und macht es richtig für den Rest der Welt
( oder scheißt auf die Meinung Anderer :mrgreen: )
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Re: Michael Martin im SPIEGEL

Beitragvon Oldie » 26.03.2013 10:55

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Re: Michael Martin im SPIEGEL

Beitragvon Panny » 26.03.2013 11:15

klausmong1 hat geschrieben:Sind das Vermutungen, das MM die Mopeds auf Anhänger fährt oder könnt Ihr das beweisen???
Ich weiß es nämlich nicht und würde von daher nicht trauen , sowas zu behaupten.


Hallo Klausmong1,

ich zitiere mich selber aus einem früheren Post zu diesem Thread:
Panny hat geschrieben:Ich hatte über Michael Martin schon gehört, daß das Motorrad bei ihm auf dem Hänger fährt und habe es vor ein paar Monaten mit eigenen Augen gesehen, als wir ihm und einem Arte-Filmteam im Outback Australiens über den Weg fuhren. Die GS Adventure war auf dem Hänger.


Was daran hört sich für Dich wie eine VERMUTUNG an?
Das habe ich GESEHEN! Wieviel Beweis willst Du noch?
Oder hast Du Deinen Beitrag geschrieben, ohne den Rest des Threads ordentlich gelesen zu haben?

Und bevor mir erneut das Wort "im Mund verdreht wird": das ist weder Neid auf Michael Martin, noch Kritik an seiner Arbeit oder seinem Leben. Ich frage mich, wo diese Behauptungen hier herkommen?
Soweit es meine eigenen Beiträge zu diesem Thema angeht: ICH habe zu Beginn der Diskussion lediglich gesagt, daß ich das fotographische/filmische Ergebnis persönlich uninteressant finde, weil es nicht wirklich eine Motorrad-Reise ist, sondern eher eine Inszenierung einer solchen.
Mich interessieren authentische Motorrad-Berichte mehr, wo der Fotograph tatsächlich die ganze Reise mit dem Motorrad gemacht hat.

Gruß aus Thailand

Panny
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Re: Michael Martin im SPIEGEL

Beitragvon Oldie » 26.03.2013 12:00

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Zuletzt geändert von Oldie am 07.04.2016 16:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Michael Martin im SPIEGEL

Beitragvon sushi » 26.03.2013 13:35

Michaeljohn hat geschrieben:Jepp, sehe ich auch so.
saferunescapegold Runescape Gold Diablo-3-gold cheapd3gold.com wow gold Guild-Wars-2

Danke an michaeljohn der diesen fred nach 2 monaten wieder ausgrub.
Neben Werbung trug dies auch zur Unterhaltung bei, ist immer lustig hier :mrgreen:
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Re: Michael Martin im SPIEGEL

Beitragvon tdmdonner » 26.03.2013 14:15

Pannys Beobachtung wurde mir von zwei weiteren unterschiedlichen Personen ebenso schon mitgeteilt.
Um Pannys Worte zu zitieren: "Mich interessieren authentische Motorrad-Berichte mehr, wo der Fotograph tatsächlich die ganze Reise mit dem Motorrad gemacht hat."
Wo fängt es an, wo hört es auf? Für mich nicht, wenn man um die Stollen zu schonen, mit dem Transporter oder ARZ anreist. Aber mit dem Pick ab das Möpp hinzuschaffen, um dann die Fotos zu machen, dann wieder aufladen, geht einfach nicht. Das war es dann für mich auch schon. Ich finde seine Fotos / Berichte Klasse und war schon in drei Vortägen von Ihm.
Nicht schlecht reden, sondern besser machen! Wer das schafft, darf mir gerne seine Einladung zukommen lassen. Wer schafft es schon davon zu leben!?
Mach Deine Spur!

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Re: Michael Martin im SPIEGEL

Beitragvon Friedhelm » 26.03.2013 16:58

Hat noch jemand die alte webadresse von der pandora im kopf? Es gibt ja archive im netz. Vielleicht ist da was zu finden.

Zum Thema:
Für mich ist wichtig das in der Verpackung drin ist was drauf steht.
Wenn sich einer als cooler Hund darstellt, soll es auch so sein. Wenn er es nur vortäuscht ist das Beschiss und man verliert den Respekt.
Ansonsten habe ich kein Problem mit Support und Hotelübernachtungen. Man soll halt nur nix vortäuschen.
Im Übrigen fand ich den Vortrag von MM damals ziemlich langweilig. Auch wenn es schöne Bilder gab. Das theatralische Gelaber ging mir auf den Sack.
Da habe ich schon wesentlich bessere Vorträge gesehen. Vom Dirk z.b. Oder vom Erik oder Andreas....und auch andere "kleinere".
ciao
Friedhelm
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Re: Michael Martin im SPIEGEL

Beitragvon klausmong1 » 26.03.2013 18:15

Panny, das von Dir hatte ich überlesen.

ich selbst geb jetzt noch nicht wegen einer Sichtung von einem Motorrad auf Hänger gleich das volle Vertrauen auf.

Wie gesagt, kann sein das er wirklich nicht selber fährt, ich muß auch gestehen, ich hab mich mit ihm noch nie wirklich beschäftigt.
Ich hab aber auch noch nie wo bemerkt, das er behauptet alles ohne Support zu fahren, vielleicht hat er, kann sein.

Trotzdem hat er in seinem Leben auf seinen Reisen viel gesehen und das verdient Bewunderung.

Wenn er wirklich was vortäuscht, was dann nicht ist dann ist das nicht OK.
Dafür hab ich jetzt für mich noch zu wenig Beweise um das plausibel zu glauben.
Was jetzt nicht heißen muß das es stimmt oder eben auch nicht.

Ich bin auch mehr der Fan von authentischen Reporten, das hab ich aber auch schon geschrieben, zu gute Fotos stellen für mich nicht den tatsächlichen Eindruck vor Ort dar.
Auch da hab ich persönlich lieber Fotos, wo man merkt das die voll aus dem leben gegriffen sind.
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