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Krankenversicherung für längere Auslandsreisen

Absicherung für den Fall der Fälle

Re: Krankenversicherung für längere Auslandsreisen

Beitragvon Matthes » 03.02.2012 23:17

Wir hatten die Langzeitversicherung vom ADAC, da war jedenfalls der Rücktransport mit drin und der Versicherungsschutz galt weltweit, nur nicht in Deutschland.
Allerdings hätte ich den Rücktranpsort nicht in Anspruch nehmen wollen, da ich in Deutschland auch anderweitig nicht mehr krankenversichert war.
Der Rücktransport wäre aber auch nur in das Heimatland erfolgt und nicht in ein anderes Land, in dem eine bessere gesundheitliche Versorgung gewährleistet wäre.

Du kannst bei Deiner Krankenversicherung eine Anwartschaft abschließen, um Dir das Recht auf spätere Mitgliedschaft zu sichern.
Das bedeutet aber auch, dass Du jeden Monat fleißig zahlst, obwohl sie keine Leistung erbringen.
Ob Du dann, im Falle eines gesundheitlich bedingten Rücktransportes gleich wieder aufgenommen wirst, um zum Beispiel eine OP von der Krankenkasse bezahlt zu bekommen, das weiß ich nicht.

Wenn Du wieder nach Deutschland kommst, und für den Arbeitsmarkt vermittelbar bist, kommst Du schnell wieder in eine gesetzliche Krankenkasse, wenn Du Dich arbeitslos meldest.
Was allerdings nicht klappen wird, wenn Dich Dein Auslandsversicherer aufgrund größerer gesundheitlicher Probleme zurück nach Deutschland bringt.

So war jedenfalls der Sachstand zur Zeit unserer Reise (2007/2008).
bye,
Matthes

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Re: Krankenversicherung für längere Auslandsreisen

Beitragvon JanN » 04.02.2012 16:41

Gemacht habe ich es zum Glück noch nicht.

Aber nach der erlaubten "Urlaubszeit" ist eben ende mit der Versicherung. Also solltest Du dich möglichst schnell arbeitslos melden, damit Du wieder in die gesetzliche kommst.

@ Panny,

ProTrip schreibt nur, dass Du die Versicherung vor der Reise abschliessen musst, nicht aber dass Du vor Reisebeginn explizit in Deutschland weilen musst. Sollte ich also während meiner Reise eine Reise, z.B. in die USA planen, bin aber noch nicht eingereist und möchte mich dafür versichern, sollte Dies möglich sein.
Auf diesem Wege wollte ich die ProTrip für die USA abschliessen. Weil es aber aufgrund der kurzen Zeit noch keinen Heimaturlaub gab, den ich bei der Rückreise nach Deutschland dann gut hätte gebrauchen können, habe ich mich anderweitig bei worldnomads versichert, weil die billiger waren.

Nicht desto trotz hast Du natürlich recht mit dem intensiven Lesen des Kleingedruckten. Alleine schon aus dem Grund das die USA bei fast jeder Versicherung ausgeschlossen ist und nur doch extra Pramien mit abgedeckt wird.

Viele Grüße,

jan
... geht wohl bald wieder los!!

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Re: Krankenversicherung für längere Auslandsreisen

Beitragvon Panny » 08.02.2012 01:19

Moin Jan,

JanN hat geschrieben: ProTrip schreibt nur, dass Du die Versicherung vor der Reise abschliessen musst, nicht aber dass Du vor Reisebeginn explizit in Deutschland weilen musst. Sollte ich also während meiner Reise eine Reise, z.B. in die USA planen, bin aber noch nicht eingereist und möchte mich dafür versichern, sollte Dies möglich sein.


So gefällig Deine Argumentation ja für mich angesichts der anstehenden Auslands-Langzeit-Kranken-Versicherungs-Verlängerung wäre, ich fürchte, sie ist juristisch haltlos.

Hier nochmal das Zitat aus den Versicherungsbedingungen:
"Der Versicherungsvertrag muß vor Antritt der Reise für die gesammte Dauer des Auslandsaufenthalts abgeschlossen werden."
Sobald Du aus Deutschland raus bist, beginnt nach deren Definition Dein Auslandsaufenthalt (=Deine Reise). Die kümmert es nicht, ob Du Deinen Auslandsaufenthalt gedanklich in verschiedene Reisen aufteilst. Das ist DIE (eine) Reise, für deren GESAMMTE Dauer Du Dich versichern mußt. Ergo kannst Du NICHT vom Ausland abschließen, denn sobald Du im Ausland bist, läuft Deine Reise schon.

Bzw. abschließen kannst Du sie vielleicht vordergründig schon. Nur kann die Versicherung in dem Fall die Leistung verweigern.
I.d.R. werden sie vermutlich selbst bei Kenntnis deiner nicht gegebenen Versicherungs-Qualifikation Deine Prämie einsacken. Könnte ja sein, daß Du nie einen Schadensfall hast.
Erst wenn der eintritt und ggf. hoch genug ist, werden sie sich über die hier diskutierte Klausel retten. Ähnlich ist die gängige Praxis bei Berufsunfähigkeitsversicherungen.
Aber das ist noch letztendlich ein anderes Thema.

Der entscheidende Punkt: bei Dr. Walter kannst Du gemäß deren Versicherungsbedigungen NICHT während der Reise eine Versicherung abschließen.
Nach meinen Recherchen übrigens auch bei keiner anderen deutschen Versicherung außer "step in", die aber nur Teilnehmer an ihren Programmen versichern.

Die Aussage ist allerdings unter Vorbehalt, da ich nur ein Dutzend Anbieter gecheckt habe.

Gruß aus Argentinien

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Re: Krankenversicherung für längere Auslandsreisen

Beitragvon Blitz » 09.02.2012 23:46

Hey,
also grundsätzlich muss dich (zumindest in Deutschland) die letzte "gesetzliche" Krankenversicherung - bei der du vorher versichert warst, wieder aufnehmen. Die würde auch für "eventuell" entstehende "Anschlusskosten" in Deutschland einstehen müssen.
Unterwegs ist das so eine Sache.
"Natürlich könnte man seine Reise "theoretisch" kurzfristig beenden (also einmal kurz nach Deutschland zurückreisen) und dann wieder eine neue Reise starten."
Dann kann man einfach wieder eine "neue" Versicherung - für die "neue" Reise abschliessen.
Wäre auch eine Möglichkeit.
Viele Grüsse
Blitz
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Re: Krankenversicherung für längere Auslandsreisen

Beitragvon Tom-Traveller » 10.02.2012 09:32

Blitz hat geschrieben:"Natürlich könnte man seine Reise "theoretisch" kurzfristig beenden (also einmal kurz nach Deutschland zurückreisen) und dann wieder eine neue Reise starten."
Dann kann man einfach wieder eine "neue" Versicherung - für die "neue" Reise abschliessen.

Blitz


Das habe ich mir auch schon so überlegt ...

Einfach mal "Ferien" in Deutschland machen und nach 1-2 Monaten wieder losziehen ... :mrgreen:

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Re: Krankenversicherung für längere Auslandsreisen

Beitragvon Panny » 10.02.2012 12:49

Blitz hat geschrieben:"Natürlich könnte man seine Reise "theoretisch" kurzfristig beenden (also einmal kurz nach Deutschland zurückreisen) und dann wieder eine neue Reise starten."
Dann kann man einfach wieder eine "neue" Versicherung - für die "neue" Reise abschliessen.
Wäre auch eine Möglichkeit.


Wenn man das alleine unter dem Kostenaspekt sieht (Prämievorteil bei einer günstiger (1-Jahres-)Versicherung versus Kosten für Heimflug), dann dürfte sich das in der Regel nicht rechnen.

Da sollte man schon noch andere Gründe für die regelmäßige Heimkehr haben, sonst ist das keine Lösung.

Gruß aus Argentinien

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Update Versicherungs-Vergleich

Beitragvon Panny » 10.02.2012 21:09

Anläßlich unserer nach zwei Reise-Jahren anstehenden „Verlängerung“ der Auslandsreisekrankenversicherung habe ich mir mir nochmal die einschlägigen "Kandidaten" verglichen - sowohl hinsichtlich Erst-Abschluß als auch als Folge-Versicherung.

Nachfolgend das Update, daß ich für unsere Homepage geschrieben habe. Der Einfachkeit halber kopiere ich den neuen Text-Teil einfach hier rein.

Wer es komplett lesen will:
http://krad-vagabunden.de/versicherungen-b%C3%BCrokratie/krankenversicherung/



Aus der Vielzahl von Anbietern hier die meiner Meinung nach interessantesten:
http://www.protrip.de (Dr. Walter)
http://www.hansemerkur.de (wird auch von sta travel vertrieben)
http://www.adac.de
http://www.dkv.com
http://www.central.de
http://www.worldnomads.com

Das Grundsätzliche, das ich vor zwei Jahren zum Thema Auslands-Krankenversicherungen geschreiben habe, gilt nach wie vor.

Teilweise haben sich die Prämien erheblich gesteigert.
Nach wie vor fällt das Ergebnis sehr unterschiedlich aus, abhängig davon, für lange man reisen will, ob USA und CDN dazugehören, wie alt man ist, welches Geschlecht man hat und manches mehr.

Hanse Merkur scheint nach einem oberflächlichen Durchlesen noch immer das Manko zu haben, daß man für die Gesammte Reise den USA/CDN-Tarif bezahlen muß, falls man (für einige weniger) Monate durch diese Länder will.
Zwei sequentielle Verträge (einen inklusive USA/CDN und einen exklusive) abzuschließen ist nicht zulässig (siehe unten „Anschlußvertrag“).
Manche Versicherungen berechnen da wesentlich kundenfreundlicher nur anteilig den viel höheren Tarif für Nordamerika oder unterscheiden gar nicht.

Die unschönen Einschränkungen bezüglich Prämien-Rückerstattungen konnte ich beim ADAC auf Anhieb nicht mehr entdecken. Da sollte man ggf. nochmal genau nachlesen, wenn man vor hat, dort abzuschließen. Vor zwei Jahren empfand ich diese Klausel nämlich als ein Knock-Out-Kriterium.

Immer mehr Versicherer scheinen einen Eigenanteile bei Schadensfällen zu verlangen: 25 bis 75 EUR.
Den müßte man für sich persönlich anhand der erwarteten Schadensfälle (vielleicht zwei pro Jahr?) (natürlich auf den Monat umgerechnet) zur Prämie addieren, um eine Vergleichbarkeit zu erhalten.

Tip: bei Versicherungen, die eine Verlängerung anbieten, wenn möglich lieber von Anfang an die maximale Versicherungsdauer wählen, auch wenn dies u.U. die Zahlung der Prämie für die ganze Laufzeit bedingt. Nicht verbrauchte Prämien bekommt man ja i.d.R. zurück.
Die Verlängerungen bedürfen nämlich zum Einen der Zustimmung des Versicherers (wenn man eine sehr schlimmen oder mehrere Schadensfälle hatte, könnte das ein Problem werden). Zum Anderen sind alle Erkrankungen der ersten Periode fortan ausgeschlossen und zudem gelten für die Verlängerung die dann gültigen Tarife. Die Steigerungen, die wir in den letzten zwei Jahren beobachten konnten, waren teilweise erheblich.

Spaß macht es natürlich nicht, aber ich empfehle, sich vor Abschluß der Versicherungen die Vertragsbedigungen einmal komplett durchzulesen. Manches hört sich im „Dickgedruckten“ nämlich anders an, als es sich dann im Kleingedruckten darstellt.
Besonders tückisch ist das ,wenn es um Klauseln geht, die dem Versicherer ermöglichen, nicht zahlen zu müssen.

Anschlußvertrag:

Die Formulierungen in den Versicherungsbedigungen variieren, aber letztendlich verlangen alle deutschen Anbieter, daß man die Versicherung ab dem ersten Reisetag (=erster Tag außerhalb Deutschlands) abschließt. Ergo ist es unmöglich, während der Reise bei ihnen einen Anschlußvertrag an die Erstversicherung durch einen anderen Anbieter zu bekommen.

U.U. Kann man vielleicht dennoch (vordergründig) einen Vertrag abschließen, weil entsprechende Fragen dort nicht gestellt werden oder man sie „kreativ“ beantwortet (i.d.R. muß man den Reisebeginn eintragen, teilweise werden auch die Vorversicherer explizit abgefragt (inklusive gesetzlicher Krankenversicherung in Deutschland etc.))
Spätestens bei einem schwerwiegenden Schadensfall wird der Versicherer aber nach einer Möglichkeit Ausschau halten, sich von der Zahlungspflicht zu befreien und vom Versicherungsnehmer den Nachweis verlangen, daß er tatsächlich besagte Anforderung erfüllt hatte.

Es gibt nur eine deutsche Versicherungen, wo man grundsätzlich auch noch während der Reise rein kommen. Step In ist eine davon. Leider kann man hier nur dann eine Auslands-Krankenversicherungen abschließen, wenn man an einem ihrer Programme teilnimmt. Auch auf Anfrage war da nichts zu machen, obwohl es die Versicherungsbedigungen eigentlich zulassen würden.

Zwei ausländische Versicherungen bieten ebenfalls die Option, erst während der Reise den Vertrag abzuschließen.

Keine ist in Sachen Prämien etc. wirklich toll. Dennoch fällt die Wahl zwischen den beiden leicht:
Der englische bzw. dänische Anbieter Worldnomads ist aus meiner Sicht die beste Wahl, um legal eine Anschlußversicherung zu machen:
http://www.worldnomads.com
Mal abgesehen von besagtem Vorteil (Abschluß während der Reise möglich) und einigen guten Erfahrungsberichten, die ich über sie gelesen habe, finde ich diese Versicherung allerdings ziemlich unattraktiv. Eine hohe Monatsprämie (in unserem Fall 75 EUR), die höchste Selbstbeteiligung von allen verglichenen Angeboten (75 EUR) und keine Rückerstattung bzw. Vertrags-Beendigung bei vorzeitiger Rückkehr sind die schwerwiegendsten Contra-Argumente.

Die Alternative wäre die luxemburger DKV Global (Tarif CoGenio), die über Dr. Walter vertrieben wird (Infos von Dr. Walter auf Anfrage). Die Prämien sind aber mit mehreren Hundert EUR pro Monat jenseits von Gut und Böse.


Gruß aus Argentinien

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Re: Krankenversicherung für längere Auslandsreisen

Beitragvon rempler » 21.02.2012 16:43

Hi Leute

hier in diesem Thread findet man ja wirklich schon sehr viele nützliche Infos. Nach Ansicht eines Leistungskataloges für eine Auslands- bzw Reiseversicherung frage ich mich aber immer noch ob es bei Motorradtouren Faustregeln gibt über den Umfang der Versicherung? Gibt es bestimmte Dinge die einfach jeder braucht auf die es sich dann aber wieder reduziert? Oder ist das wirklich individuell und was der eine an Versicherungsschutz braucht juckt den anderen nicht?

Wäre dankbar für einige Tipps, da ich erst in der frühen Planungsphase meines Trips (Afrika) bin.

Viele Grüße
Zuletzt geändert von rempler am 19.11.2014 13:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Krankenversicherung für längere Auslandsreisen

Beitragvon Panny » 22.02.2012 01:14

rempler hat geschrieben:Oder ist das wirklich individuell und was der eine an Versicherungsschutz braucht juckt den anderen nicht?


Ich glaube, damit hast Du es auf den Punkt gebracht. Ich kenn Leute, die reisen ganz ohne Krankenversicherung und andere, die sich am liebsten gegen "alles" versichern möchten.
Das hängt ganz von Deinem individuellen Risiko-Profil ab. Du mußt für Dich selbst entscheiden, in welchem Maße Du abgesichert sein möchtest.

Die hier in diesem Post genannten Langzeit-Auslands-Krankenversicherungen unterscheiden sich nach meiner Wahrnehmung hinsichtlich der Leistungen nicht signifikant.

Wenn es um VersicherungsPAKETE geht, dann solltest Du Dich allerdings fragen, ob die Versicherung-Versprechen wirklich praktikabel sind. Bestes Beispiel: Diebstahls-Versicherung. Da mußt Du nämlich erstmal nachweisen, daß Du das gestohlene Gut besessen hast + was es gekostet hat + Du mußt ne Anzeige bei den Bullen machen + Du bekommt vermutlich nur den Zeitwert ersetzt.

Gruß aus Chile

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Zuletzt geändert von Panny am 25.09.2012 07:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Krankenversicherung für längere Auslandsreisen

Beitragvon Chuck » 24.09.2012 17:56

Schon richtig, man kann sich auch totversichern, was eher kontraproduktiv ist! Wir haben bisher die besten Erfahrungen mir der HanseMerkur gemacht, da diese nicht zwischen der Dauer der Abwesenheit unterscheiden und die Kosten verhältnismäßig gering sind! Als Tipp kann ich zusätzlich noch die Seite Eintrag.org empfehlen, da dort öfters mal interessante Infos zu solchen und auch anderen Themen preisgegeben werden...
Zuletzt geändert von Chuck am 25.09.2012 15:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Krankenversicherung für längere Auslandsreisen

Beitragvon Panny » 25.09.2012 07:51

Chuck hat geschrieben: HanseMerkur ..., da diese nicht zwischen der Dauer der Abwesenheit unterscheiden


was meinst Du denn damit?

Gruß aus Australien

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Re: Krankenversicherung für längere Auslandsreisen

Beitragvon Chuck » 25.09.2012 15:21

Na, dass die keine preislichen Unterschiede bei der Dauer des Aufenthaltes haben. Es ist egal, ob du ein oder fünf Jahre im Ausland bist. Ich habe von einigen anderen Versicherungen gehört, dass das dort anders aussieht...
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Re: Krankenversicherung für längere Auslandsreisen

Beitragvon AdventureLeo » 19.06.2013 23:40

Hallo miteinander,

so mein Flug ist gebucht. Am 25ten September startet die Weltreise in Südamerika. Nun bin ich also auch beim Thema Auslandskrankenversicherung angekommen. Also irgendwie kam mir das bei meinen früheren Reisen alles einfacher vor, oder ich hab mir damals einfach weniger Gedanken gemacht. :shock:

Zur Situation:
Ich bin nun 33 Jahre alt
Meine Reisedauer ist mehr vom Budget bestimmt als von einem Zeithorizont. Momentan gehe ich von 3 Jahren aus. Soweit sollte mir mein momentanes Reisebudget ausreichen. Und das ist gemessen an meinen Reiseerfahrugen schon noch mit viel Luft kalkuliert. Sollte ich also billiger über die Runden kommen oder nebenbei anderweitig zu Geld kommen kann sich die Reise auch noch verlängern.
Ich werde in Südamerika starten und sicherlich ein Jahr dort unterwegs sein. (Ist ja nächstes Jahr die WM in Brasilien -> Das wird wohl so der krönende Abschluß befor es von SA über Mittelamerika Richtung Alaska geht.) In Kanada wollte ich bis spätestens Mitte 2015 sein. Für dort will ich mir noch ein Jahres Work-and-Travel Visa holen (das sollte vom Alter her noch gerade so passen). Danach gehts weiter via Russland nach Indien usw....

So nun fordern ja viele der hier genannte Versicherungen die gesammte Reisedauer anzugeben und ob man USA/Kanada bereist. Ersteres kann ich noch nicht mit Sicherheit sagen. Zweites weiß ich schon wollte aber nicht für die ganze Versicherungsdauer die hohen Beitrage bezahlen. Gerade wenn ich nach Kanada noch 3 Jahre unterwegs bin trage ich dann ja immernoch die hohen Versicherungskosten mit mir herum. DAs ist ja bei dem ein oder anderen Versicherer schon ziemlich happig. Und ob ich einen kurzen "Heimaturlaub" antrete weiß ich auch noch nicht. Wäre ja dann nach der Zeit in Kanada interessant, um eine neue Versicherung abzuschließen. Falls sowas überhaupt geht. Nur eine Idee!

Nun also die Fragen?

Welche Versicherung verlangt auch nur die höheren Gebühren für die Zeit des Aufenthalts in USA/Kanada?
Die längste Versicherungsdauer die ich finden konnte betrug 5 Jahre -> wie sieht es eigentlich danach aus?
Macht es immer Sinn die maximale Versicherungsdauer abzuschließen? Mit dem Hintergedanken im Krankheitsfall auch für die Zukunft noch versichert zu sein.
Kann man eigentlich auch Krankenversicherungen als Ausländer vor Ort abschließen?

Soweit mal dazu - bin auf Antworten gespannt.

Bis dato hatte ich auf meinen Reisen auch immer die Versicherungen von Dr. Walter. War aber auch noch nie in USA/Kanada unterwegs.

Schönen Gruß Martin
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Re: Krankenversicherung für längere Auslandsreisen

Beitragvon Powerwade » 20.06.2013 13:24

Hallo Martin,
einen Aspekt solltest du nicht ganz aus den Augen verlieren:
Für den Fall, dass du im Ausland einen schweren Unfall (oder auch Krankheit) hast und dich lieber zuhause wieder herstellen lässt, solltest du auch in Deutschland noch eine KV haben. Da gabs jüngst so einen Fall einer Motoradfahrerin die heimgeflogen wurde und dann hier wegen Weltreise nicht mehr versichert war. Über so etwas hätte ich mir vorher auch keine Gedanken gemacht.
Schöne Reise wünscht dir Klaus
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Re: Krankenversicherung für längere Auslandsreisen

Beitragvon Panny » 25.06.2013 10:45

AdventureLeo hat geschrieben:Die längste Versicherungsdauer die ich finden konnte betrug 5 Jahre -> wie sieht es eigentlich danach aus?


Danach nimmt Dich nur noch World Nomads.
Desgleichen, wenn Deine deutsche Auslands-Langzeit-Krankenversicherung ausgelaufen ist.
Anschlußversicherungen bietet keine der bezahlbaren deutschen Versicherer an.


AdventureLeo hat geschrieben:Macht es immer Sinn die maximale Versicherungsdauer abzuschließen?


In der Regel gibt es kein Rückerstattung von nicht verbrauchten Prämien, falls Du früher zurück kehrst. Wenn doch, dann ist es häufig von sehr restriktiven Klauseln abhängig.
Du mußt also bei einer vorab unbekannten Reisedauer abwägen, was schlimmer ist: bei einer kurzen Laufzeit hast Du die Gefahr, nur noch die teuren World Nomads als Folgeversicherung nehmen zu können.
Wenn Du zu lang abschließt, verfallen u.U. zuviel gezahlte Prämien.

Oder meintest Du die Frage anders: willst Du absichtlich über den geplanten Reisezeitraum hinaus abschließen?
Ich bin mir zwar nur 98%ig sicher, aber solange die Krankheit während des Versicherungszeitraums entstand und auch in dem Zeitraum die Behandlung begann, muß die Versicherung auch für die Vollendung der Behandlung zahlen, selbst wenn diese nach dem versicherten Zeitraum endet.
Kann sein, daß manche Versicherungen da spezielle Klauseln zu haben.

Ohnehin gibt es Unterschiede, ob die Auslands-Langzeit-Versicherungen auch im Heimat-Land zahlen. Wenn, dann ohnehin nur für einen begrenzten Zeitraum.


AdventureLeo hat geschrieben:Kann man eigentlich auch Krankenversicherungen als Ausländer vor Ort abschließen?


Da kann ich nur spekulieren: das dürfte ohne Wohnsitz im entsprechenden Land schwierig bis hoffnungslos sein.
Manche Länder bieten aber auch Ausländern freie Heilfürsorge. Z.b. Argentinien, wenn ich mich recht erinner. Es gab noch ein, zwei andere in Latein-Amerika. Aber ich weiß sie nicht mehr. Das ist dann ohnehin nur die Grund-Versorgung. Aber so eine Auslands-Langzeit-Krankenversicherung zahlt teilweise auch nicht für mehr.

Fraglich ist auch, ob eine lokale private Krankenversicherung billiger als eine Auslands-Langzeit-Versicherung ist.
In der Regel deckt ja erstere viel mehr ab als letztere. Daher wird erstere in der Regel kein Schnäppchen sein. Schau Dir nur als Beispiel an, was Du in Deutschland als Mindestsatz als freiwillig Versicherter zahlen müßtest.
Aber wie gesagt: da vergleicht man ja auch ganz unterschiedliche Leistungsumfänge.

Gruß aus Indien

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