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Motorad in USA zulassen? Rückflugticket nötig?

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Motorad in USA zulassen? Rückflugticket nötig?

Beitragvon MathiasH » 18.12.2011 13:43

Hallo Leute,

ich bin mir nicht ganz sicher, ob das die richtige Rubrik ist, aber meine Frage hat im weitesten Sinne mit Papierkram vor und während der Reise zu tun.
Ich überlege, im nächsten oder übernächsten Jahr (hängt vom Arbeitgeber ab) die Panamericana zu fahren. Momentan bin ich auf dem Trip, kein Motorrad zu verschiffen/zu fliegen, sondern in den Staaten eines zu kaufen. Alle Vor- und Nachteile habe ich abgewogen und bin mir ziemlich sicher, dass es die richtige Entscheidung ist. Jetzt meine Frage: Ist es problemlos möglich, als Ausländer in den USA ein Motorrad auf seinen Namen zuzulassen? Hat das von euch schon mal jemand gemacht und weiß, ob das geht und welche Bedingungen erfüllt sein müssen? Hat man als Reisender Probleme mit einem amerikanischen Kennzeichen - südlich der Grenze zu Mexiko?

Und dann habe ich fast überall gelesen, dass man in die Staaten nur einreisen kann, wenn man ein Rückflugticket vorweisen kann. Kann das jemand bestätigen? Viele, die auf "Durchreise" sind, kaufen wohl ein Rückflugticket (zb. ab San Diego oder irgendwo in Grenznähe zu Mexiko) und lassen es verfallen. Das wäre auch kein Problem, aber wenn man ein paar hundert Euro sparen könnte, wäre das schon nicht schlecht. Weiß jemand mehr dazu?

Ich freue mich über jede Info aus erster Hand! Danke im Voraus.

Mathias
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Re: Motorad in USA zulassen? Rückflugticket nötig?

Beitragvon Ralf&GS » 18.12.2011 15:37

Ich bin mir nicht sicher, ob das ohne eine Adresse in den USA möglich ist. Schick doch mal ne mail an die Deutsche Botschaft in den USA oder die US-Botschaft in Berlin.
Die müssen es wissen...
Ralf

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Re: Motorad in USA zulassen? Rückflugticket nötig?

Beitragvon Matthes » 18.12.2011 18:21

Hallo Mathias.

In den USA ein Motorrad kaufen ist möglich.
Allerdings muss der Händler mitspielen und er sollte Dich auch unterwegs erreichen können.
Am einfachsten ist es sicher, wenn Du in den USA eine Adresse angeben könntest (Verwandte, Freunde, etc.), zu denen Post oder Rechnungen geschickt werden können.
Aber Tom und Andrea können da sicher mehr zu sagen, da sie schon eine KLR in den USA gekauft und zugelassen haben.

Es fahren viele Kanadier und US-Amerikaner die Panamericana, also sollte ein US-Kennzeichen nicht so ein großes Problem sein.
In Mexiko wirst Du vielleicht erstmal etwas schief angesehen, da sie, geschichtlich betrachtet, noch immer nicht ganz grün sind mit den USA.

Bezüglich Rückflugticket ist die Frage, ob Du ein Visa für die USA besitzt bzw. beantragen willst.
Ohne Visa beträgt die Aufenthaltsdauer maximal 90 Tage.
Mit Visa werden bis zu 6 Monaten gewährt.
Die tatsächliche Aufenthaltsdauer legt der Officer bei Deiner Einreise fest.

Ich glaube, ein Rückflugticket vereinfacht die Sache und ein Hin-und-Rückflug ist auch nicht soviel teurer als ein One-Way-Flug.
Ohne Rückflugticket kann es übrigens auch schon beim Check-In zum Hinflug Probleme geben, wenn Dich die Fluggesellschaft nicht mitnimmt. Diesen Fall gab es schon und es musste direkt am Schalter ein Rückflugticket gekauft werden, was natürlich teurer ist.

Wenn ich mich recht erinnere, haben wir unsere Rückflugtickets verfallen lassen.
Du musst natürlich aufpassen, dass das Rückflugticket zu Deiner gewünschten Aufenthaltsdauer passt. Sonst darfst Du nur bis zum Rückflugdatum im Land bleiben.

Und bei der Ausreise musst Du unbedingt darauf achten, dass von den US-Behörden der Einreisezettel aus Deinem Pass entfernt wird !!!
Ansonsten wissen sie nicht, dass Du ausgereist bist und wenn Du länger als genehmigt im Land bleibst oder sie davon ausgehen, dass Du noch im Land bist, kann das unangenehme Konsequenzen bei geplanten Wiedereinreisen geben (Einreiseverbote, etc.).
bye,
Matthes

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Re: Motorad in USA zulassen? Rückflugticket nötig?

Beitragvon MathiasH » 18.12.2011 19:29

Hallo Ralf, hallo Matthes,

danke für eure Antworten. Stimmt, dass Tom und Andrea dort auch schon eine KLR gekauft haben, habe ich vorhin auch noch gesehen (nach meinem Post). Ich werde sie mal anschreiben. Aber anscheinend geht es ja doch relativ problemlos. Wäre bestimmt möglich, sich die Maschine zu kaufen, nach Alaska hoch zu fahren und auf dem Rückweg die fertigen Papiere beim Händler dann abzuholen... Eine KLR ist übrigens auch meine erste Wahl (zumindest von den Bikes, die es in den Staaten gibt - vor allem für den Preis, die sind da ja wirklich sehr günstig).
Ein Visum wollte ich eigentlich nicht beantragen, 90 Tage sollten eigentlich reichen, da ich für die ganze Reise rund 6 Monate eingeplant habe.
Das mit den Problemen bei der Einreise, wenn man kein Rückflugticket hat, habe ich auch schon gehört. Ist wahrscheinlich wirklich besser, gleich eines mit zu kaufen.
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Re: Motorad in USA zulassen? Rückflugticket nötig?

Beitragvon Matthes » 18.12.2011 19:49

Hast Du Dir schon Gedanken gemacht, was Du mit dem Motorrad nach den 6 Monaten anstellen willst ?
In Argentinien verkaufen ? - Mit nach Europa bringen ?

Wo willst Du starten ? Seattle-Region ?
Wie weit in den Norden willst Du, bevor Du wieder in Richtung Süden machst ?
bye,
Matthes

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Re: Motorad in USA zulassen? Rückflugticket nötig?

Beitragvon MathiasH » 18.12.2011 20:10

Ich habe nicht vor, das Bike mit zurück zu bringen, weil es in Deutschland sowieso nicht zugelassen werden darf. Soweit ich weiß, sind die Abgaswerte der KLR650 zu schlecht (hat mir vor kurzem jemand von Kawasaki erzählt,kann aber sein, dass das nur für Neufahrzeuge gilt...). Zudem übersteigen die Kosten für die Verschiffung beinahe den Wert des Motorrades nach der Tour, von daher ist das Blödsinn in meinen Augen.
In Argentinien verkaufen geht ja legal wohl nicht, aber da würde ich mir dann nochmal Gedanken machen, wenn es soweit ist. Und wenn ich zur Not die Kohle für das Bike nach 6 Monaten abschreiben muss, wäre das auch okay - wenn ich 4000$ durch 180 Tage teile sind das knapp über 20$ pro Tag. Und das ist mir so eine Reise durchaus wert :)
Am liebsten wäre mir ein Flug nach Anchorage, aber da kann ich sehr wahrscheinlich schlecht ein ordentliches Motorrad kaufen, oder was meint ihr? Daher dachte ich Seattle. Startpunkt soll Prudhoe Bay sein, aber dafür müsste ich erstmal von Seattle da hoch, um anschließend wieder runter zu fahren. Das macht natürlich wenig Sinn, aber wenn schon die Tour, dann richtig von ganz oben.
Ich würde vorher noch mal gucken, ob es nicht doch in Anchorage ein vernünftiges Bike gibt - würde die Sache enorm erleichtern (und verkürzen).
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Re: Motorad in USA zulassen? Rückflugticket nötig?

Beitragvon Tom-Traveller » 19.12.2011 09:17

Hi Mathias

unseren Beitrag hast du ja schon gelesen, es ist wirklich alles easy .... der Motorradkauf und die registration beim DMV ist die natürlichste Sache der Welt :mrgreen:

Bei der Versicherung wirst du Schwierigkeiten haben ohne permanent resident .... leider gibts anscheinend nur 1 oder 2 Gesellschaften die das für Ausländer anbieten. Ausserdem ist die Deckungssumme bei $ 50 000 oder so ähnlich, was in den USA im Versicherungsfall ein schlechter Witz ist :cry: .... da kannst du gleich drauf verzichten, kontrolliert hats bei uns eh niemand (mehrfache Ein-und Ausreise NAFTA Gebiet)

Die KLR ist und bleibt die kostengünstigste Variante :!: alle Probleme sind bekannt :lol:

Das Visa waiver programm ist auch kein Thema, aber die Visalaufzeit stoppt erst bei Abgabe des grünen Zettels (Einreise) bei der Ausreise USA.
Die Linienfluggesellschaften bestehen auf ein Weiter- oder Rückreiseticket, weil sie für deinen Transport haften.
Wir haben in Frankfurt für ca. $ 6000.- Tickets gekauft :shock: .... 100% refundable und anschliessend online zurückerstattet bekommen.
Bei der Einreise in die USA hats niemand bei Immigration interessiert.
Check mal die Chartergesellschaften (z.Bsp. Condor, Air Berlin, etc.), die hats bei uns beim Flug nach Halifax trotz email Nachfrage bei Condor nicht interressiert, USA wer weiss :o

Du kannst dein Mopped in SA verkaufen, wird immer wieder gemacht 8)
Du anscheinend einfachste Variante ist ..., der alte Eigentümer mit den alten Papieren reist in Argentinien aus und der neue Eigentümer reist mit neuen Papieren in Uruguay ein :D und schon ist der Transfer zolltechnisch erledigt.

Nun denn, viel Spass bei der weiteren Planung und freue dich auf Nordamerica

Thomas & Andrea

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Re: Motorad in USA zulassen? Rückflugticket nötig?

Beitragvon MathiasH » 19.12.2011 12:00

Hi Tom,

das mit den Versicherungen habe ich auch schon gehört. Ihr hattet also gar keine? Ich weiß nicht, ob mir das zu heikel wäre... Lieber eine niedrige Deckung, als gar keine, oder?
Wie lief das bei euch nochmal mit den Papieren - Motorrad beim Händler gekauft und losgefahren, 4 Wochen später hat der Händler die Papiere zu euch/einer Adresse geschickt?
Wie habt ihr es denn mit euren Bikes gemacht - verkauft, stehen gelassen? (sorry, falls das auf eurer Webseite steht; ich hatte noch keine Zeit, mich durch zu klicken)

Mathias
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Re: Motorad in USA zulassen? Rückflugticket nötig?

Beitragvon MathiasH » 19.12.2011 12:12

Habs grad gesehen: Ihr habt die Bikes mitgenommen :wink: . Gab's keine Probleme mit der Zulassung? Ich hatte ja schon geschrieben, dass mir so war, als wenn die Abgaswerte für eine Zulassung in Deutschland zu schlecht wären...
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Re: Motorad in USA zulassen? Rückflugticket nötig?

Beitragvon Tom-Traveller » 19.12.2011 13:43

Yep alles easy

Der Händler erledigt alles und der Original title schickt er an deine gewünschte US adresse :lol:

Frag doch mal die echten Langzeitreisenden bzgl. Versicherungen, mehr oder weniger hat da niemand eine :P
, ausser wenns bei der Einreise in ein neues Land direkt an der Grenze verlangt wird :roll:

die KLR haben wir als Umzugsgut in die Schweiz mitgenommen, einzigste Bedingung mind. 6 Monate dein Eigentum :P

Mit einem s.g. X-Typenschein bekommst du die Zulassung in der Schweiz ohne Prüfung der Abgaswerte, etc. .... ich war ca. 1 Std beim Strassenverkehrsamt :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Wir haben die KLR ganz legal in der Schweiz verkauft :wink:

Gruessle vom Expad in Gippingen
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Re: Motorad in USA zulassen? Rückflugticket nötig?

Beitragvon fmwag » 13.10.2012 15:02

Ich hänge mich mal hier ran, weil ich 2013 für 3-4 Monate in USA mit dem Motorrad unterwegs sein möchte

Wenn ich es richtig verstanden habe, brauche ich ein Visum und ein Hin- & Rückflugticket bei der Einreise

Die F800GS wollte ich von einem erfahrenen Unternehmen per Luftfracht rüber bringen lassen

z.B. über http://intime-ham.com/index.html liesst man viel Gutes

Wie würde das dann versicherungstechnisch ablaufen

Ich brauche ein vom ADAC ausgestelltes Carnet und welche zusätzliche KFZ Versicherung in USA ?

Und was ist mit dem steuerlichen Aspekt - kommt da auch noch was auf mich zu ?

PS: Schade das man nicht einfach eine F800GS zu vernünftigen Konditionen in USA mieten oder kaufen kann
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