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Regenbekleidung für Fernreisen

Welcher Schlafsack? Benzinkocher gesucht? Zelt zu verkaufen?

Regenbekleidung für Fernreisen

Beitragvon scooter » 07.08.2015 10:56

So, jetzt möchte ich Euch mit einem meiner Probleme bekanntmachen:

Seit den Zeiten meiner alten seeligen orangen PVC- Regenkombi habe ich nur noch Ärger mit Regenklamotten.
Die üblichen Regensachen die es heute gibt sind aus Polyester mit einer Innenbeschichtung aus einer aufgeklebten Folie (Held, Büse, FLM, Polo und die anderen wohl auch). Diese Sachen sind im Neuzustand auch regendicht, aber eben nur wenn sie neu sind. Sobald die ein paar tausend Kilometer eingerollt oder verpackt auf dem Motorrad mitreisen werden sie undicht. Was passiert? An den Knickstellen und Nähten löst sich die innere Beschichtung vom Polyester und das Regenwasser strömt munter unter die Kombi bzw. Jacke/Hose. Zudem wird im Sitzbereich immer etwas Wasser durchs Material gedrückt da bei 5- 8 tausend mm Wassersäule dies die Hersteller sogar extra erwähnen.

Ich möchte noch erwähnen, dass ich den Textilklamotten abgeschworen habe und zumindest als Hose nur noch Leder anziehe. (ich habe mir vor 5 Jahren bei einem Umfaller eine ganz kleine Hautverletzung zugezogen die sich so entzündet hat, dass daraus eine fast halbjährige Arbeitsunfähigkeit entstand, mit Leder wäre das nicht passiert.) Auch ist mir das Reiseklima im Leder viel lieber, gerade bei höheren Temperaturen ist das Wohlbefinden um Welten besser als in Textil. Ich habe eine Stadler Textiljacke welche ohne Protektoren über die Lederkombi passt, ist aber auch nicht das gelbe vom Ei, erstens sind zwei Kragen nicht so dicht wie einer und zweitens: wo hin nach drei Tagen Dauerregen in der Wallachei mit der schweren vollgesogenen Jacke und im Zelt?

-Gibt es denn noch Hersteller die die schönen alten 100% baumwollkaschierten PVC/ Gummi Regenkombis anbietet?
-Wie handhabt Ihr das mit Dauerregen auf Fernreisen?
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Re: Regenbekleidung für Fernreisen

Beitragvon charly » 07.08.2015 12:12

Hallo Jörg,

mein Vorgehen Dir wohl nicht weiter helfen, weil es nicht ist was Du suchst. Ich fahre seit ca. 2 Jahren mit einer BMW RainLock 2 und habe damit keine Probleme. Ist dicht, wirklich sehr gut verarbeitet und atmungsaktiv. Das mit dem Sitzbereich hängt auch von der Sitzform und dem Druck ab, den man ausübt, da bin ich im Vorteil :wink: :P

scooter hat geschrieben:-Gibt es denn noch Hersteller die die schönen alten 100% baumwollkaschierten PVC/ Gummi Regenkombis anbietet?
-


Ich persönlich möchte in sowas nicht einen ganzen Tag fahren. Erfahrung einer Reisepartnerin: Nass durch schwitzen und daher am Ende des Tages völlig ausgekühlt, aber Du wirst schon wissen was Du tust.

Ich glaube Polo hatte vor 1-2 Jahren so etwas noch. Ansonsten noch eine Idee wo Du aktuell so etwas herbekommen könntest: Versuch es mal bei den Wassersportlern.

Viele Grüße
Carsten
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Re: Regenbekleidung für Fernreisen

Beitragvon dä Jetriebene » 16.08.2015 22:59

Da mir die Textiljacken (Hose aber aus Leder!) vom Tragekomfort einfach besser passen, habe ich vor Jahren, als es sich ergab, eine Regenjacke für "Drüber" gekauft. Allerdings in einem dänischen Badeort. Da wo die gelangweilten Touristi eben ihr Geld ausgeben. Wie gesagt, es ergab sich das die Textiljacke partiell undicht wurde. Ich war aber gerade am Anfang meines Urlaubs Richtung Island. Die Jacke reist seitdem mit. Regenhose sowieso.

Auf Island war sie fast täglich im Einsatz. Ist aber auch zu praktische keine nassen Mopedklamotten im Zelt verstauen zu müssen. Und wenn alles Schlammmässig eingesaut ist. Die Reinigung von Gespann und Mannschaft war wesentlich einfacher. . .
Stephan

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Re: Regenbekleidung für Fernreisen

Beitragvon scooter » 17.08.2015 08:32

sowas wollte ich lesen :)

Ich war übrigens auch vor zwei Wochen in einem dänischen Badeort (auf der Rücktour aus einem sehr verregneten Norwegen) und war drauf und dran mir eine gelbe Regenjacke ähnlich Friesennerz anzuschaffen. Leider haben die alle so einen unförmigen Kragen gehabt der partout nicht über die Moppedjacke wollte.
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Re: Regenbekleidung für Fernreisen

Beitragvon GS Tom » 17.08.2015 09:27

Hallo,
was spricht gegen eine hochwertige Jacke/Hose mit Membran in der Außenhaut und Lederverstärkung an den Sturzstellen? Man muss schon ein bisschen suchen aber Polo hat mit der Pharao so ein Teil im Angebot. Meine jedenfalls hat schon Tagestouren in extremen Wolkenbrüchen hinter sich, gleiches gilt für die Hose. Beides wasserdicht. Mit dem ganzen Plastikkram drüber schafft man sich in südlichen Gefilden eine mobile Sauna an. Und wenn es zwischendurch warm/trocken wird, mach ich vorne die Lüftungsreißverschlüsse auf und weiter geht´s. Davon abgesehen muss ich nicht anhalten, was, aus Bequemlichkeitsgründen, auch gegen die Membraninlets spricht.

Gruss Thomas
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Re: Regenbekleidung für Fernreisen

Beitragvon scooter » 17.08.2015 14:31

Na, was dagegen spricht steht oben doch:
Ein Tag Regen ist doch keine Hürde, aber ne ganze Woche und dann die nassen Textilklamotten mit ins Zelt nehmen! Oder lässt Du die draußen im Schlamm liegen?

Und was heißt eigentlich "südl. Gefilde"? Ich bin letztes Jahr aus der Türkei kommend vier Tage lang durch Griechenland und Ex- Jugoslawien durch Dauerweltuntergang gefahren. Da habe ich auch nicht geschwitzt. War aber pitschenass weil die neuen Polo- Regenklamotten undicht waren. Dito vor drei Wochen in Norwegen mit den neuen Büseregenklamotten. Da hat ein Arm genässt.
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Re: Regenbekleidung für Fernreisen

Beitragvon GS Tom » 17.08.2015 19:02

Wenn die Membran in der Außenhaut liegt, und das ist mittlerweile die Ausnahme (!) , saugt sich da nicht so viel voll. Klar, Gummi drüber bleibt´s trocken drunter, dafür von innen nass, wenn Du länger im Warmen unterwegs bist. Alternative wäre vielleicht eine Goretex Regenkombi. Glaube von Rukka gibt´s so was.

Gruss Thomas
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Re: Regenbekleidung für Fernreisen

Beitragvon booky » 20.08.2015 14:23

Ich habe immer nur diese Z-Liner Anzüge gefahren, wo die regenabweisende Schicht, als 2. Schicht in der Klamotte getragen wird. Bei starkem Regen musste man dennoch ein Regenkondom überziehen.
Wenn man damit dann ein paar Stunden fährt, wird man durch die Transpiration innen nass und fängt an zu frieren.

Nun benutze ich keinen Gummiüberzug mehr, seid ich mir einen 3-lagig laminierten Gore-Tex Moppedanzug gekauft habe.
So etwas kostet zwar in der Anschaffung auf den ersten Blick viel Geld, aber zahlt sich auf langen Touren wirklich aus.
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Re: Regenbekleidung für Fernreisen

Beitragvon klausmong1 » 20.08.2015 15:31

Ich hab die Gewohnheit, das ich das mit Regenbekleidung löse.

Mein Grund:
Ich benötige bei meinen REisen eine Jacke, wo man auch mit 40° noch fahren kann, und das sind die wenigsten jacken.

Ich bin kein Fan von InnenJacken für REgen oder Aussen noch wie beim Companero.
Auch wenn Freunde von mir von dem Companero schwärmen, ist nicht mein Ding.
Bei wirklich starkem REgen wo man Stundenlang fährt ( hab ich gerade in Russland hinter mir , tagelang ) da bin ich dann doch der Fan der REgenjacke und Regenhose über den normalen Klamotten.

Wenn eine Jacke dann nur eine die das Laminat aussen an der Jacke hat und wo eben das Äußere nicht nass und schwer wird.
Und man muß aber auch die Jacke ( oder Hose ) soweit öffnen können, das man auch bei große Hitze fahren kann.

Ich habe sowas heuer bei einem Fahrer gesehen mit dem ich unterwegs war, der hatte sowas von Klim.
Und das werd ich mir mal genauer ansehen, denn das wirkt vernünftig.
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Re: Regenbekleidung für Fernreisen

Beitragvon booky » 20.08.2015 15:36

klausmong1 hat geschrieben:...Ich habe sowas heuer bei einem Fahrer gesehen mit dem ich unterwegs war, der hatte sowas von Klim.
Und das werd ich mir mal genauer ansehen, denn das wirkt vernünftig.


Ich rede auch genau von der Marke Klim. Ich habe den Badlands Pro in Verwendung. Sehr gute Durchlüftung, bis 35°C getestet.

Wollte nur nicht gleich Schleichwerbung machen.
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Re: Regenbekleidung für Fernreisen

Beitragvon klausmong1 » 20.08.2015 16:17

ja, ich glaub genau die war das.

Und das war für mich die Erste Jacke / Hose wo ich mir dachte, da gehr ich auch von meinem gewohnten Prinzip weg.
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Re: Regenbekleidung für Fernreisen

Beitragvon bug » 20.08.2015 19:08

ich habe immer eine Regenjacke dabei, die ich über die Textil-Jacke anziehe
Barbara sogar Regenhose und Jacke , die Jacken und auch Hosen inlets müssen ja immer erst mal angezogen werden - wir haben die in den warmen Gefilden - wo es auch mal längere Zeit regnen kann- nicht an - da schwitzt man sich ja zu Tode :)
schönen Gruß aus HH

Barbara und Gerd
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Re: Regenbekleidung für Fernreisen

Beitragvon Ralf&GS » 21.08.2015 10:14

Ich habe seit vielen Jahren von RUKKA Jacke und Hose, nutze aber die einzippbaren Goretex-Teile nur bei Tagestouren, wenn es zu kalt ist. Bei längeren Fahrten nehme ich die gar nicht mit. Dann freue ich mich bei meinen Klamotten sehr über die gute Ventilation. Erwähnt wurde ja schon, dass die innenliegende Membran die Garderobe nicht schützt: die saugt sich voll...
Für heftigen/dauerhaften Regen ziehe ich dann lieber Regenjacke und Hosen (getrennt, Kombis sind unpraktisch nicht nur beim "Pullern" :roll: ) von Louis drüber: Textil-Laminat, 5 Jahre alt, immer noch dicht. Die Regenjacke ist unterwegs auch bei Kälte ein guter Schutz.
Und wenn es unterwegs bei >30°C regnet, dann fahre ich einfach weiter. Irgendwann föhnt mich der Fahrtwind wieder trocken. Ich muss nur daran denken, die empfindlichen Sachen (Portemonnaie, Handy...) vorher aus der Jackentasche in den Tankrucksack zu packen...
Ralf

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Re: Regenbekleidung für Fernreisen

Beitragvon dä Jetriebene » 31.08.2015 08:53

Thomas, wenn ich bei warmen Regen unterwegs bin kann halt immer noch den Gummiüberzug weglassen.

Aber gleich muß es wieder die volle Montur sein. In der Bretagne nieselt's. . .
Stephan

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Re: Regenbekleidung für Fernreisen

Beitragvon sualkbn » 31.08.2015 23:48

Als Rheinländer würde ich sagen "et kütt wie et kütt". In den letzten 12 Monaten habe ich genau diese Touren, die ihr hier schildert, auch gemacht und es hat ständig geregnet oder geschneit (2014:Rumänien-Bulgarien-Türkei-..., Süditalien Ostern 2015 und dieses Jahr im Juli Norwegen). Nach ein paar Tagen oder ein paar tausend Kilometern war nichts mehr wirklich dicht. Ich hätte mir einfach Regenzeug aus dem Baugewerbe kaufen können. Reines Plastik und schön weit. Passt über jede Textil- oder Lederjacke. Dann noch die Kapuze abschneiden, fertig. Dicht forever. Wie vor 40 Jahren. Aber ich wollte das Gepäckvolumen möglichst klein halten und habe einfach akzeptiert, dass ich mich dann manchmal feucht fühle. Typischer Kompromiss. Übrigens auch immer im Zelt geschlafen. Irgendwann kommen ein paar Stunden Sonne und dann ist man wieder trocken.

Für mich ist so ein Kompromiss absolut akzeptabel. Vielleicht hätte ich auch was perfektes, leichtes, kleines, dichtes gefunden, aber für die Suche war ich einfach zu faul. Also werde ich damit leben. Wie der Rheinländer so schön sagt: "Jedem Tierchen sein Plaisirchen".
Grüße, Klaus
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