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Beitragvon Detlev » 08.04.2010 12:00

Moin,

wir haben immer noch Reforbacin, eine antibiotische Augensalbe dabei (bei Gerstenkorn etc.), nur aufpassen, dass man sie originalverschlossen mitnimmt und nach evtl. Gebrauch nicht mehr allzu lange aufbewahrt.
Zum ähnlichen Zweck haben wir noch Augentropfen gegen Bindehautentzündung (Zug!) dabei, etwa Berberil. Die gibt es in Einmal-Ophtiolen, das Problem mit dem Anbruch besteht dann nicht. Zudem ist immer auch eine Salbe dabei, die bei Insektenstichen hilft, dann auch ein Breitbandantibiotikum, über dessen Einsatz man sich aber beim Hausarzt beraten lassen sollte.

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Beitragvon Blitz » 11.04.2010 16:10

na dann melde ich mich mal als motorradreisender Apotheker zu Wort.
Zunächst mal ist allgemeingültig immer relativ!

Am wichtigsten: erstmal ein Vorrat an den Tabletten, die ich "vielleicht" einnehmen muß (Bluthochdruck, Schilddrüsentabletten, Allergietabletten, etc.)

dann: - ein Erste Hilfe oder Verbandset (klein)
- PVP - Jod Salbe (Betaisodona oder PVP Jod Al z.B.)
ist desinfizierend bei allen äusseren Verletzungen - drauf und gut!
- Schmerztabletten (möglichst universell) darum Ibuprofen 400 mg
von Kopf, Entzündungs- bis Zahnschmerz - kann man bei starken
Schmerzen auch einfach mal zwei nehmen
- Imodium (gegen Durchfall)
- MCP oder Paspertin Tropfen (rezeptpflichtig - stark wirksam)
gegen Übelkeit und Erbrechen - ansonsten Vomex

(vielleicht eine antiallergische Salbe - Fenistil/Soventol (Hydrocortiscon)
bei Mückenstichen (Norwegen/Schweden) und Sonenbrand
oder ein Mittel zur Mückenabwehr

(- ein Breitbandantibiotikum - z.B. Doxycyclin - rezeptpflichtig!)

das sollte/könnte man als "Akutmittel" möglichst immer mit dabei haben, also ob in Europa oder weltweit. Nun kommt es weiter darauf an, wohin es genau geht. Innerhalb Europas brauche ich eigentlich z.B. auch nicht das Antibiotikum - hier ist "meistens ein Arzt/Krankenhaus relativ schnell erreichbar, die können das richtige Mittel nach Diagnose rausfinden).

- eine Sportsalbe (wenn ich viel offroad unterwegs sein werde (sturzgefahr groß) - Voltaren Schmerzgel (Diclofenac Gel) oder Mobilat - bekommt man aber auch überall in Apotheken/Farmacias zu kaufen und ist nichts Akutes.

Dann die Frage: geht es in Malariagebiete (dann natürlich Malariatabletten), Gebiete mit schlechtem Wasser (dann Wasserdesinfektionstabletten), geht es fernab der Zivilisation oder in Gebiete in denen eine mangelhafte medizinische Versorgung herrscht:
- steril verpackte Spritzen und Nadeln
- kleines Zahn(OP-)set.

Diese Liste ist beliebig erweiterbar. Grundsätzlich würde ich aber "nur" die Sachen mitnehmen, die ich akut - also zum weiterfahren - benötige. Das andere kann ich ansonsten unterwegs besorgen. Also ein offene Wunde nach Sturz etc. muß sofort versorgt werden. Mit Schmerzen, Übelkeit oder Durchfall lässt sich nicht gut fahren. Den Rest der Reiseapotheke würde ich immer je nach Reisedauer und Reiseziel mit einem Fachmann zusammenstellen. Manchmal muß ich vielleicht sogar ein sehr starkes Schmerzmittel dabei haben, um nach einem Sturz/Unfall wirklich noch bis zu einer Hilfe weiterfahren zu können, aber wie gesagt - hier kommt es einfach auf das Reiseziel, auf das Vorhaben (Rallye oder Reise z.B.) und auf das eigene Wissen an. Dasgleiche gilt für Augentropfen (ob antibiotisch oder "nur" beruhigend).
Viele Grüsse
Blitz
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Beitragvon Stolli » 23.04.2010 06:32

So... werde hier auch noch schnell meinen "Topfen" los...

1. Pakimed 500 mg (Painkiller... gegen Kopfschmerzen und und und)
2. Imodium
3. Das 1. Hilfepaket (ev. noch mit Ijod und Breitbandantibiotika ergänzen)

4. Eventuell noch NeoCitran (bei einem Klima/temperatur wechsel kann es schnell mal zur grippe kommen)

Im großen und ganzen ist Jedoch in jedem bisschen größeren dorf eine Versorgung via Apotheke mit "guter" Medizin von Merck oder Bayer sicherlich möglich.. (ehm... produzieren beiden firmen medizin???)

Tjo... Malariagebiet... liebe leute... hier lebe ich schon fast 8 monate... und habe bis jetzt keine Provilaxe genommen... aus welchen grund?

Naja... 1. Schlafe im Moskitonetz. 2. Trage fast immer lange Kleidung (ja.. ich bin in den tropen mit langer hose unterwegs, wie fast alle leute) und 3. hab ich keine lust 1 Jahr lang jeden tag tabletten zu nehmen... ist ja auch für den Magen eine gewisse Belastung... und laut meiner lokalen ärztin ist schlafen im Moskitonetz und ev. Mückenspray benutzen DIE BESTE aller Vorsorge... Und so am rande... gibt es ja auch noch das Knochenbrecherfieber (Dengue)... leider keine impfung möglich, wird jedoch auch von den Moskitos/Mücken/Gelsen übertragen...

Was für MICH jedoch VIEL VIEL VIEL wichtiger ist... sind die Vorbereitungen zu hause... sprich Impfungen... Hepatitis A + B PFLICHT! Sollte es auch nur nach Osteuropa gehen... Gelbfieber ev. wenns in andere Gegenden geht... Tollwut ist meines erachtens in Zentralamerika nicht notwendig, wie es in anderen gebieten aussieht weiss ich derzeit nicht...


Naja.. es heisst doch immer so schön beim Packen vom Motorrad... Weniger ist Mehr! Nicht hirnlos durch die gegend laufen und es passiert viel viel weniger... kann ich nur aus erfahrung bestätigen *an amerikanische touristen denkt*

Das mit den Sterillen Spritzen kann ich nur bestätigen... habe bis jetzt in den 5 Krankenhäusern wo ich war immer Einwegspritzen gesehen (ich gehe nicht in Privatkliniken sondern in öffentliche)...

Das afrika natürlich noch weiter hinten ist in der entwicklung als Zentralamerika stimmt... trotzdem glaube ich das auch dort sterile spritzen vorhanden sind...

soweit lg aus Zentralamerika Stolli
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Beitragvon Biki » 23.04.2010 08:18

mein unverzichtbarstes Medikament: Rescuesalbe von Bachblüten: genial bei Insektenstichen, Verstauchungen und Prellungen

Desinfektionsmittel: Jod, Mercuchrom, Alkohol
Brand- und Wundheilsalbe : Bepanthen oder lieber eine Zinksalbe (Appotheke: palliativ creme, ganz günstig, kleine Tiegel)
Schmerzmittel - Aspirin, Paracetamol, Ibuprofen, Novalgin, wenn's richtig schlimm kommt Tramal
MCP-Tropfen - Metoclopramid gegen Übelkeit
Immodium, Kohletabletten, Uzaratropfen gegen "Magen-Darm"
dazu Elektrolytbeutelchen: Elotrans
Korodin, Effortil bei Kreislaufbeschwerden, v.a. in warme Länder Hustenlöser: Acetylcystein, Sinupret
Mückenschutz, wichtiger: langärmelige Klamotten, Netz
Antiallergikum: Zyrtec, Lordano
Kortisontabletten und -salbe (wer's braucht)
Nasentropfen
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