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Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Gepäcksysteme, große Tanks, GPS, Reifen ...

Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon sushi » 04.06.2018 22:21

Hallo
toastbrot94 hat geschrieben:War jetzt 1 bis 2 Tage nicht mehr im Forum und habe nicht schlecht gestaunt, dass es plötzlich doppelt so viele Kommentare geworden sind

Hier ist manchmal tagelang nichts los, dann wird eben geschrieben wenn's was interessantes gibt. :)

toastbrot94 hat geschrieben:Aber interessant was die anderen so in ihren Koffer packen :)

Ein Stuhl der in den Koffer passt kann man auch getrost zuhause lassen. :mrgreen:

toastbrot94 hat geschrieben:Alles was jetzt momentan drin ist... Naja ist teilweise echt ne Frechheit... 1990 Bj, 70t km aufm buckel, rost und kratzer soweit das auge reicht für 2700 Festpreis... ich erwarte keine wunder von ner alten Dame aber nicht für den preis... komm ich vermutlich per anhalter weiter...

Ja, Preise für alte Kisten sind teils jenseits aber man muss die nicht kaufen.

toastbrot94 hat geschrieben:Ich denke das ist eine Geduldsache und das wartespiel spiele ich mit bis iwann "die richtige" kommt.

Die Saison hat erst begonnen, Standuhren erkennst du mit den Wochen im Netz und der Verkäufer wird ev. einsichtig.
Gute sind schnell weg, da muss man handeln.

Bist du schon ausgiebig probegefahren, passt es vom Bauchgefühl?

Viel Geduld
gruss sushi
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon klausmong1 » 04.06.2018 22:30

Also ich hab meine Transe mit BJ 89 mit 70.000km gekauft, das war 2013. 2017 hab ich die nach einem Unfall in der Mongolei mit ca 230.000km ausser Dienst gestellt.
Allerdings hab auch einmal den Motor komplett überholt, hatte aber andere Gründe, die hat wegen falschem Luftfilter soviel Sand gesaugt, das die sich innerlich aufgerieben hat. ist aber immer noch gefahren, hat nur Öl gebraucht.

Ich würde nach BJ 1998-2000 suchen, denn die hat schon Transistorzündung und Doppelscheibenbremse vorne.

Aber im Prinzip kannst Du alle nehmen ab BJ 89.
Die davor würde ich persönlich nicht nehmen, weil die ein anderes Ritzen haben ( grobverzahnte Getriebeausgangswelle ) die man schwer bekommt.

Es gibt ein paar typische Schwachstellen, die man aber leicht ersetzen kann und dann hat man Ruhe und die fahren einfach.
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon toastbrot94 » 04.06.2018 22:45

@sushi:

Schande über mich... Leider bin ich bisher noch keine Transe probe gefahren :cry:
Ich habe einen mit ner Transe im Nachbardorf angeschrieben zum Probesitzen und -fahren aber der ***** meldet sich gar nicht :x

Ich will nicht unbedingt 200 km fahren um eine Probefahrt mit einem Motorrad zu machen, dass ich so oder so nicht kaufen werde :mrgreen:
Aber ich bleib dran :P Muss ja iwann mal klappen :mrgreen:

@klausmong1:

Hammer Story! :D :shock: :o

Unglaublich, dass sie noch mit eingezogenem Sand gehalten hat... und das ganze 230.000 km :shock:

Ok. Danke für die Tipps! Werd ich aufjedenfall berücksichtigen. Das mit der Transistorzündung wusste ich tatsächlich noch nicht...
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon klausmong1 » 05.06.2018 07:59

Die davor hatten CDI ( condensatorzündung ) und die waren so montiert das sie mechanisch vom Druck der Sitzbank irgendwann an den Platinen beleidigt wurden.
Mit denen kann man auch ewig fahren, man muß nur die Position ändern und eine günstige Ersatz CDI mitnehmen, dann auch kein Problem.
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon toastbrot94 » 05.06.2018 19:30

Hallo zusammen :)

Also ich habe jetzt einen Termin bekommen. Schaue mir am kommenden Freitag eine Transe in der Umgebung an :mrgreen: Freue mich schon.

Hier ein Link: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 3-305-7891

Sieht ganz cool aus... Bin gespannt 8)

@klausmong1: Hab mich jetzt ein wenig zu dem Problem belesen... und tatsächlich brechen die Pins bei den älteren Modellen iwann ab durch das Gewicht des Fahrers. Die CDI´s sollen iwie stehend montiert sein und bei den "neueren" liegend.. Sonst sollen 200.000 km Laufleistung bei diesen Modellen nicht unüblich sein was mir gut gefällt.

Ich berichte dann spätestens am Freitag :D
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon klausmong1 » 06.06.2018 00:05

Schaut gut aus.

8) 8)
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon toastbrot94 » 08.06.2018 17:34

Hallo liebes Forum!

Also Kurzer Zwischenbericht:

Ich war heute bei der Besichtigung der Transalp (https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 3-305-7891)

Die Dame (Verkäuferin) war sehr nett. Sie hat mir erklärt, dass sie aus Versicherungstechnischen Gründen leider nicht mehr Motorrad fahren kann. Sie wirkte ehrlich und hat mir gleich alle Mängel gezeigt. Natürlich auch viel positives erzählt aber auch kein quatsch. Hat mir auch ehrlich von der Pseudogeländetauglichkeit berichtet :P

Sie ist die 2te Besitzerin und hat die Maschine von einer Freundin die die Erstbesitzerin war...

Hab mir das Bike gut angeschaut und alles mögliche an Verschleißteilen überprüft: Ketten- u. Ritzelsatz, Öl + Ölfilter, Luftfilter und Batterie wurden erst gemacht. Sitzbank wurde neu bezogen.

Gemacht werden müssten meiner Meinung nach: Bremsbeläge, Reifen für TÜV nächstes Jahr.

Motortechnisch stand sie sehr gut da... Keine unangenehmen Nebengeräusche, Kein Schwitzen oder Ölen, kein Kühlflüssigkeitsverlust. Hat ja auch erst ca. 39.000 km

Was weniger schön ist: Sie hat ein wenig Rost am Auspuff, am Federbein sowie oben an der Gabel (zwischen 1ster und 2ter Gabelbrücke)...Vereinzelt auch paar Rostpickel auf dem Rahmen... Ist ja auch ne alte Dame :P Müsste aber gemacht werden... Wird ja nicht besser... Aber ist nix Weltbewegendes denke ich. Dann hat sie ein paar Kratzer an der Verkleidung und an der Bauchverkleidung wird der Lack ein wenig stumpf...

Der TÜV läuft im Sept 2018 ab und muss neu gemacht werden. Letzter TÜV wurde ohne Mängel bestanden...

Das Wichtigste: Die 20 km Probefahrt... Erstmal zur Transalp allgemein: Ich dachte ich fahre meine Couch :mrgreen:
Sehr angenehmes Fahrgefühl, schöne Sitzposition, tolles Handling und schönes ansprechen von Gas und Bremse... Beschleunigt gut und kräftig, Flattert nix, Klappert nix...
Die Unebenheiten auf der Straße (extra Buckelpiste gesucht) steckt sie gut weg und wippt nur so fröhlich rum... Also auch ein tolles Gefühl mal nicht zu denken, dass man gleich nur noch den Lenker in der Hand hat wie bei meiner GS 500 E...

Achja und von der Sitzhöhe echt kein Problem! :D War angenehm überrascht... Hab meine dicken Kampfstiefel von der BW angezogen für ein paar Zentimeter mehr :mrgreen: Musste erstmal erklären, dass das rein fahrtechnische Gründe hat :? :lol:

Zum Preis: Hab mit ihr verhandeln können und sie würde mir das Gute Stück für 1700 € überreichen. Ich habe aber von Anfang an gesagt, dass ich heute die Entscheidung nicht treffen werde und eine Nacht drüber schlafen will (hätte ich bei jedem Motorrad gemacht) Muss einfach gut überlegt sein finde ich... Sie hat mir netterweise sogar noch das Angebot gemacht diese Saison mit ihrem Kennzeichen cruisen zu dürfen. Da spare ich mir die Versicherung und Steuer für diese Saison. Sie vertraut mir da was ich wirklich sehr zu schätzen weiß, da wir beide zufälligerweise auch Kollegen sind (Beide bei der Polizei, ihre Freundin also die Erstbesitzerin ist auch bei der Polizei)

Natürlich will sie auch Zeitnahe eine Antwort von mir (verständlich), da sie eine weitere Interessentin aus Schleswig Holstein hat... Jetzt wollte ich euch um Rat Fragen... Ich weiss, ja ihr seid nicht da gewesen und steckt genauso wenig drin wie ich... Ich werde auch keinen von euch verantwortlich machen für iwelche Schwierigkeiten... Ich will nur nur eine außenstehende dritte objektive Meinung... Zuschlagen oder warten? Ist das ein guter preis? Ich sags mal so... Ich habs nicht eilig aber will mir auch kein Schnäppchen entgehen lassen...
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon mic_schaf » 08.06.2018 18:22

Die PD10 wurde in Italien hergestellt, ist vom Rostschutz her eher eine Fiat Transe... :mrgreen:

Bei der geringen Laufleistung würde ich unbedingt auf Standschäden achten.

Die Bremsscheiben vorne sehen ganz schön rostig und riefig aus. Neue Scheiben kosten 120€/Stück.

Außerdem sind die Bremsschläuche alt und das Innenleben der Bremssättel, Servicekit kostet 40€. Bremsschläuche auf Stahlflex umbauen.

Die Ventilschaftdichtungen könnten ausgehärtet sein, die Dichtungen undicht (Ölverlust am Motor).

Nicht zu vergessen: Benzinleitung von 1998!

Die Lager, Steuerlager, Schwingenlager etc. könnten auch einen Service vertragen...

Ja, wenn du im Kopf nochmal 300-500€ für Material drauf rechnest... Arbeit ist natürlich umsonst! :mrgreen:

Ich sage nur: Aus Schaden wird man klug! :?
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon dä Jetriebene » 08.06.2018 19:32

Nur die Arbeit/Kosten hättest du bei einem Motorrad dieser Preisklasse immer. Das sollte man wissen und einkalkulieren. Ist halt so.

Beim Rumfahren mit Anderleuts Nummernschild, wäre mir unwohl.



P.S.: Ich dachte bei dem Trachtenverein gibt's 'ne Mindestgröße?!?


Stephan
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon toastbrot94 » 08.06.2018 21:28

@ mic_schaf:

Ok danke für die Ratschläge und das ehrliche Feedback :)

Das sind Kosten die ich auch Berücksichtige... Bis auf das mit den Ventilschaftdichtungen... Das kenne ich tatsächlich nicht... Motten die fest bei längerer Standzeit und werden schwergängiger oder wie? Wie kann man Abhilfe schaffen? Auswechseln? Stahlflex wär so oder so eingebaut worden ;)

Die Lager würde ich mir auch selbst zutrauen und Kosten meiner Erfahrung nicht die Welt...

Danke nochmal mic_schaf!

@dä Jetriebene:

Genau das war auch mein Gedanke... Also wenn ich richtig liege kann ich mich dementsprechend entscheiden zwischen hoher Laufleistung ohne Standschäden oder wenig Laufleistung und dafür Standschäden? Ich würd die Standschäden wählen :mrgreen:

Ja... Das mit dem Nummernschild erzählst du dem richtigen :D
Habe meine Kawa damals verkauft und als gutgläubiger naiver Mensch hab ich Gnade vor Recht walten lassen und mein Kennzeichen für die Überführung dran gelassen (20 km) also praktisch angemeldet... Ich sehe schon wie die hälfte im Forum vom Stuhl springt und sagt was fürn Affe ich bin... Aber naja habs auch bereut... 6 Monate später kam ein lieber Brief von den Kollegen reingeflattert in dem stand, dass "mein" Motorrad zur Fahndung aussteht... Kaufvertrag hatte ich zum Glück bin nicht komplett vom Baum gefallen... Aber ich darf die nächsten 2 Jahre Steuern zahlen bis zur Zwangsabmeldung :evil:

Ja tatsächlich gibt's die auch aber die Polizei ist Ländersache so kann jeder Trachtenverein seine eigene Mindestgröße festlegen... Ich glaube in Brandenburg liegt diese bei 165 cm. Da bin ich ja glücklicherweise drüber :mrgreen:
Die Bundespolizei hat aufgrund Personalmangels die Mindestgröße seit nem knappen halben Jahr abgeschafft.
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon mic_schaf » 08.06.2018 23:41

Motten die fest bei längerer Standzeit


Nö, die härten aus... ist halt Gummi. Das passiert, wenn dir Leute erzählen, 1l Ölverbrauch auf 1000 km wäre normal. :mrgreen:

Oder auch 2.

Standschäden heißt bröselnde Gummis, Rost, verharzte Vergaser (wie Bitumen) usw. Der Lack ist top, aber der Rest ist Schweigen! :shock:

Ein Mäusenest im Luftfilter ist da noch harmlos! :mrgreen:
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon klausmong1 » 09.06.2018 00:03

Vergiss das mit den Ventilschaftdichtungen.
Stimmt zwar prinzipiell, wirkt sich aber wenig aus

Auch wenn die etwas Öl durchlassen ist das egal.
Der Motor fängt an bei 70.000km etwas Öl zu brauchen wenn man ihn nicht pfleglich behandelt, aber er fährt trotzdem ganz normal.
Muß man halt immer Öl kontrollieren.

Es fahren genug TA rum mit weit über 100-200.000km.

Die Motorräder sind schon Ewigläufer.
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon toastbrot94 » 09.06.2018 00:07

mic_schaf hat geschrieben:
Motten die fest bei längerer Standzeit


Nö, die härten aus... ist halt Gummi. Das passiert, wenn dir Leute erzählen, 1l Ölverbrauch auf 1000 km wäre normal. :mrgreen:

Oder auch 2.

Standschäden heißt bröselnde Gummis, Rost, verharzte Vergaser (wie Bitumen) usw. Der Lack ist top, aber der Rest ist Schweigen! :shock:

Ein Mäusenest im Luftfilter ist da noch harmlos! :mrgreen:


Klingt so als ob du eine runtergerockte aber gefahrene Transe einem Mäusenest vorziehen würdest :P :|
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon boecki » 09.06.2018 09:39

ich würde sie kaufen!

Was soll denn schon groß schief gehen? Hast ein gutes Gefühl, seriöser Verkäufer, etwas "ehrliche" Patina dran (ist mir lieber als ein Blender vom Händler wo ich die Vorgeschichte nicht kenne), steht in der Nähe, Preis passt, Probefahrt war anscheinend richtig gut...

Und das bei einem 20 Jahre alten Motorrad "irgendwann mal irgendwas" dran sein kann sollte auch klar sein. Dafür gibt es dann aber ein riesiges Angebot von gebrauchten oder neuen Teilen, transalp-forum usw.

Kannst natürlich jetzt auch noch wochenlang quer durch die Republik fahren und weitere Transen anschauen (und mit Sicherheit dann einige Enttäuschungen erleben) oder diese hier gleich kaufen, draufsetzen und fahren. Besser geht es doch nicht. Und wir reden hier von 1.700,-, also nicht unbedingt ein Vermögen :wink:
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon Reise-Klaus » 09.06.2018 09:57

Hallo toasti,
zum Vergleich,
habe eine F650 im Angebot von meinem Freund:
'95er mit Vergaser
um die 25000km
guter Zustand, ist Zugelassen
TÜV abgelaufen
Preis : 1500,- Euronen :shock:

Ob die F650 besser oder Schlechter ist sei mal dahin gestellt.
Habe welche mit mehr Km fahr fertig schon für 900,- gekauft.

Gruß
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