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Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Gepäcksysteme, große Tanks, GPS, Reifen ...

Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon toastbrot94 » 27.05.2018 23:09

Hallo liebes Forum!

Wie in der Vorstellungsrunde bereits angekündigt: Ich bin neu hier, jung und bereit geboren worden. :mrgreen: .. Ich suche eine Reiseenduro... Ich habe mir natürlich unendlich viele Gedanken in den 2 Jahren gemacht... Habe mir unendlich viele Modelle angeguckt aber tatsächlich auf noch keinem gesessen (hol ich nach sobald ich meine Modellauswahl eingrenzen kann) und ja ich weiß... das beste und geilste Motorrad für mich ist das womit ich am besten kann... :wink: Aber ich will eine Expertenmeinung von euch... Folgendes ist mir sehr wichtig:

1. Zeitlich bedingt und weil ich erstmal als Neuling Erfahrung sammeln will werde ich die nächsten Jahre hauptsächlich in Europa unterwegs sein. Da liegt der Schwerpunkt natürlich bei Landstraße oder Autobahn (bevorzugt Landstraße) aber sie sollte aufjedenfall auch Geländetauglich sein.

2. natürlich sollte sie sehr zuverlässig sein und wartungsarm

3. Ich denke aufgrund des hohen Straßenanteils sollte sie nicht kleiner als 250 ccm sein aber alles jenseits der 750 ccm ist mir zu schwer...

4. Da sind wir auch schon beim größten Problem oder eher beim kleinsten... Nämlich meiner Wenigkeit: Ich bin relativ klein und leicht gebaut mit meinen 171 cm und 63 kg Kampfgewicht. :| Deshalb sollte es eine Maschine sein die ich problemlos fahren kann ohne umzukippen (auch im Gelände)... Mir ist bewusst dass ich sie Tieferlegen muss durch Fahrwerk oder abpolstern des Sitzes... letzteres wär mir natürlich lieber aber ich weiß nicht ob das langt... aber vllt kann man das bei dem einen Modell sehr gut und bei dem anderen weniger gut umsetzen.... und ich sollte sie wieder hoch bekommen falls ich mal Geld am Straßenrand finde... :P

4. Dann die Frage wo ich mir den Kopf zerbreche: Einzylinder oder Zweizylinder? :?:
Einzylinder ist natürlich weniger Gewicht, weniger Spritverbrauch, einfacher zu reparieren aber Zweizylinder: mehr Laufruhe, mehr Leistung, höhere Laufleistung aber ich bin hin und her gerissen... tendiere aber eher zur Zweizylinder aufgrund der Laufleistung und der Laufruhe

5. Ich bin ein erfahrener Schrauber und hab keine 2 linken Hände... ich hab bei meinen Motorrädern fast alles selbst machen können außer dinge wo mir das teure Werkzeug fehlt... also könnte ich vieles an Wartung und Reparatur selbst erledigen... ich will aber kein Motorrad, dass ich von Grund auf neu herrichten muss... dazu fehlen mir momentan die Möglichkeiten... ich brauche eine vernünftige Basic auf der ich aufbauen kann... würde noch einiges verändern wollen (Gepäck, Sturzbügel, Schutz)

6. bin natürlich auch kein Millionär und könnte max. 3000 € für das blanke bike investieren... Baujahr wär mir egal solange der preis angemessen ist :)

7. laufleistung sollte 50.000 km nicht überschreiten... 30.000 km wären schön :wink:

8. ich weiß noch nicht wie ich ohne Holzklötzern unter den Füßen eine Probefahrt machen soll...:lol:

ich denke dass sich einige Kriterien auch ein wenig widersprechen aber man geht auch Kompromisse ein...
ich habe natürlich einige bikes mit denen ich liebäugel.... auf meiner liste stehen: Honda Transalp 650 oder Transalp 600, Yamaha XTZ 660 Tenere und die XT 600 Z, Suzuki DR 650 SE, BMW F650 GS, Kawasaki KLR 650... ich tendiere stark zu der transe wegen ihrer Unzerstörbarkeit und den 2 Zylindern... ist aber auch ne fette Kuh im vergleich zu den Einzylindern...

was meint ihr? ich bin euch für jeden ratschlag und Meinung dankbar :)

lg euer Toasti
toastbrot94
 
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon Reise-Klaus » 28.05.2018 08:48

Moin Toasti,
Toastbrot hatte ich gerade auf meinem Frühstücks-Teller da lese ich deinen Beitrag :D
Ich würde die zu einer BMW F650 raten. Die kann man relativ billig kaufen. Tieferlegen geht einfach über die Umlenkung des Federbeins und herablassen der Gabel. Die Vergaser Modelle finde ich unkompliziert und nicht so schwer. Muss auch keine GS sein. Sie haben ein paar Kinderkrankheiten die man leicht reparieren oder verbessern kann.
So wie du schreibst kannst du ja schrauben.
Im Moment kann ich dir sogar eine zur Probefahrt anbieten bzw sogar verkaufen.
Wobei eine Suzuki DR bestimmt ähnlich ist.
Wichtig finde ich nicht gleich so viel Geld auszugeben, sondern ausprobieren und Erfahrungen zu sammeln.
Damit man vor einer Weltreise "sein" Moto gefunden hat.
Die Frage ist auch ob man alleine oder zu Zweit auf dem Motorrad fährt.
Gruß
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon Biki » 28.05.2018 09:58

1,71 ist eine klassische Frauengröße und auch von denen fahren jede Menge eine Enduro.
Ich bin 1,72, hatte lange eine R100 GS, dann bin ich Transalp gefahren (zu volumig obenrum), hatte XT und DR 350 und bin jetzt sehr glücklich mit meiner DRZ 400.

Musst dir überlegen, ob du eine Pseudo-Geländetauglichkeit/Reisemoped willst wie F650, Transalp, V-Strom.
Oder ob du mehr Offroad-Spaß willst. Dann brauchst du eine DRZ, kleine KTM oder KLX (zu klein?).
Mit ein bisschen Übung kannst du alle fahren und aufheben. Dafür gibt's die richtige Technik.

Viel Spaß beim Probefahren!
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon toastbrot94 » 28.05.2018 15:13

Hallo vielen Dank für die schnellen Rückmeldungen und die Tipps :D

@Reise-Klaus:

Du Kannibale :wink: auch Toast´s haben Gefühle :mrgreen:

Die BMW F650 ist mir auch schon ins Auge gesprungen aufgrund des tatsächlich niedrigen Anschaffungspreises aber ich habe über dieses Modell wirklich null im Internet gefunden zwecks Reisetauglichkeit, Zuverlässigkeit, Krankheiten, An- oder Umbauten oder Besonderheiten... Falls du oder jmd anders ein paar lesenswerte Artikel dazu hat: Immer her damit :P Es ging immer nur um die gute bewährte F 650 GS die mit Sicherheit ein tolles Motorrad ist aber ich bin mir unsicher ob bei dem Modell im vergleich zu anderen die Preis-Leistung stimmt... Kurz gesagt ich bekomme eine Suzuki, Kawa oder Honda mit wenig Laufleistung des gleichen Baujahres für den gleichen Preis wie für eine runtergerockte F650 GS...
Belehrt mich eines besseren wenn ich falsch liege...


@Biki:

Wenn die Größe keine wesentliche Rolle spielt beruhigt mich das schon ein wenig... aber wie kann ich das Motorrad der Begierde dann Probefahren? Gibt's da vllt nen Trick oder ne Technik? Der höchste Schämel auf dem ich Platz nehmen durfte war tatsächlich mickrige 80 cm hoch :?
Wie schaut es denn aus mit dem Sitzen auf einer DRZ, KTM oder KLR?? Für Kurzstrecken bestimmt erträglich aber wenn ich die KLR oder DRZ sehe ist es für mich unverständlich wie man da länger als eine Stunde drauf sitzen kann :shock: ... oder täuscht der Eindruck? Sind diese Maschinchen wirklich langstreckentauglich? Wirkt nicht so... aber der Eindruck kann natürlich auch täuschen...
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon JoBar » 28.05.2018 15:20

Hallo Toasti,

ich hatte bis letztes Jahr eine F700 GS und bin damit in Russland u.s.w. gewesen. Ich hatte alles auf Standard gelassen, also nichts verändert. Probleme hatte ich keine, sie lief und lief und lief....!
Es gibt umfangreiches Zubehör und aus meiner Sicht kann man mit der Maschine nichts falsch machen.
Tip: ein höheres Windschild und Kompfort - Sitzbank.

Gruß
Jörn
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon Biki » 28.05.2018 20:50

toastbrot94 hat geschrieben:Wie schaut es denn aus mit dem Sitzen auf einer DRZ, KTM oder KLR?? Für Kurzstrecken bestimmt erträglich aber wenn ich die KLR oder DRZ sehe ist es für mich unverständlich wie man da länger als eine Stunde drauf sitzen kann :shock: ... oder täuscht der Eindruck? Sind diese Maschinchen wirklich langstreckentauglich? ..

Die Mopeds sind allemal langstreckentauglich. Ist nur die Frage, ob es dein Hintern auch ist. Das findest du nur durch Ausprobieren raus. Das kann dir keiner sagen.
KLR ist ziemlich bequem, aber höher als die KLX.
Schau in meine Signatur, dann siehst du, was mit einer DRZ geht. Susi "Elefantenkuh" ist mit einer DR 350 durch Südamerika getourt. In Asien haben wir viele reisende Mopedfahrer mit kleinen Teilen gesehen. Es geht. Und eine Sitzbank lässt sich anpassen in Höhe und Breite. Hat mich mal 120,- gekostet. Also nicht furchtbar teuer. DRZ ist tiefergelegt. Für mich die perfekte Kombination aus einfachen Handling in jeder Situation und Urlaubsreisen.

Frag dich, wo du deine Bequemlichkeit sind: einfacher Umgang mit dem Moped oder langes bequemes Sitzen.
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon sushi » 28.05.2018 22:19

Hallo

Schwierige Frage, keine Antwort darauf was für dich passt.
Bei mir ist die Antwort mittlerweile: 42
4 Motorräder um alles abzudecken was mir gefällt und 2 sind aktuell eingelöst.

Unter deinen Vorschlägen kann ich nur was zur XTZ 660 Tenere sagen.
Gutes Motorrad, bei meinen 1.80m gut in der Höhe, die letzte verliess aber vor fast 20 Jahren das Werk.
Beim Nachfolger XT660Z rutschte nicht nur das Z nach hinten sondern auch der Sitz nach oben.
Werden leider auch nicht mehr gebaut und die Preise werden langsam illusorisch.
Die XT 600 Z ist schon sehr alt, eher zu schade um sie zu verreisen falls du noch eine gute findest.
Ev. XT600E, vom alter wie die XTZ 660.
Oder XT660R, hat Einspritzer, toll wenns in grosse Höhen geht.
Anderer Krümmer und mehr Bodenfreiheit möglich, Tank auch vergrösserbar.

Zu den anderen kann ich nichts sagen.

Generell, je mehr Komfort je schwerer. Je älter desto mehr schrauben.
Die Erde hat viel mehr Teerstrassen als dem Enduroreisenden lieb ist, wenn du viel Sand fahren willst ist 400cm3 sicher besser als 650cm3.
Der Weg zum Sand geht aber meist lange über Teer, überlege dir genau was und welche Ziele du machen willst.

gruss sushi
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon dä Jetriebene » 28.05.2018 22:30

Du wirst um viele Probesitzungen und Fahrten nicht drumrum kommen. Ich kann nur sagen das die älteren F650 echt leidensfähig sind. Die kannste noch so oft umwerfen. Die laufen trotzdem. . .

171cm mag eine Frauengröße sein. Und es gibt genug Frauen die große Motorräder bewegen. Aber mann darf nicht vergessen, ständige Überforderung der diversen Bänder und Knochen werden sich rächen.

Viel Erfolg!


Stephan, bei dem 42 auch passt. . .
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon toastbrot94 » 28.05.2018 23:25

@JoBar:

F 700 GS klingt nicht schelcht und ist bestimmt auch ein Top-Bike zum Reisen aber übersteigt leider den Bereich des möglichen. Es muss auch etwas sein was ich als unerfahrener Geländefahrer mal in den Dreck werfen kann ohne, dass mir das Herz blutet :mrgreen:

@ Biki:

Das zieht natürlich eine DRZ, KLR, KLX oder KTM in die engere Auswahl... mein Heck würde die Herausforderung annehmen... Obwohl ich mir nicht sicher bin ob ich die Motorräder auch in Europa auskosten kann oder ob die eher was für Afrika, Russland, China und co. sind wo die Straßenverhältnisse wirklich sowas erfordern... Wie schauts denn mit der Laufleistung aus? Was schafft denn so ein Motor bei guter Wartung? 50t km? 60t km? 70t km? oder mehr? Ich schau mal ob ich mich iwo im Bekanntenkreis auf eine mal setzen kann. Was mich natürlich begeistert ist der einfache unkomplizierte Aufbau und das geringe Gewicht. Mich würde noch der unterschied einer DRZ xxx RS, DRZ xxx RSE oder DRZ xxx SM interessieren... sind die alle gleich gut geeignet als Reiseenduro?

@sushi:

Danke für die ganzen Modellvorschläge! Hab mich mit allen mal kurz befasst:

Also die XTZ 660 Tenere ist echt n cooles Eisen! Einfacher Aufbau und zum erschwinglichen Preis zu haben. Ich werde mich mal nach ein paar umgucken und mal Probesitzen. Das alter macht mir nix aus wenn sie gefplegt ist dann ist mir das mehr Wert als ein neues Bike. Das Schrauben stellt kein Problem dar.
Die XT660Z fällt denke ich flach aufgrund des wirklich hohen Preises und der extrem hohen Sitzhöhe... Ich glaub da hilft keine schmalere Sitzbank oder oder Tieferlegung...
Die XT600E ist sehr interessant. Auch günstig und erinnert mich an die KLR bzw. DRZ... Kannte die E bisher nicht. Gibt's da einen entscheidenen Unterschied zur XTZ 660 bis auf die ccm und der höheren Geländetauglichkeit?

Die XT660R kannte ich bisher auch nicht aber kratzt an der oberen Preisgrenze und die die ich finde haben doch ein paar km mehr auf der Uhr...

@dä Jetriebene:

Das mit den Probesitzungen und -fahrten befürchte ich auch. Bin ich aber nicht böse drüber... Umso mehr ich kennenlerne umso genauer kann ich meine Auswahl treffen :) Genau sowas brauche ich: Etwas, dass mal ein bis zwei Bauchklatscher mal aushält und noch fährt... Das erinnert mich an meine alte GS 500 E... Die ist mir mal bei starkem Wind vom Hauptständer umgekippt und mit dem Lenkerende auf 7 cm starke Betonplatte gefallen. Das Motorrad hatte nur nen Kratzer am Ende aber die Steinplatte war gerochen... :mrgreen: W
as mich an der F650 iritiert ist, dass sie im Vergleich zu der GS wesentlich günstiger zu haben ist... Ich weiss dass eine gute Enduro nicht vom Preis abhängt aber warum werden die so günstig gehandelt? Sind Ersatzteile für diese ältere Baureihe ausreichend vorhanden und erschwinglich?
Das mit der körperlichen Belastung ist bestimmt nicht zu unterschätzen... Vor allem über längeren Zeitraum grüßt der Körper bestimmt irgendwann zurück... Würde deshalb auch was leichtes bevorzugen aber wie schon gesagt wurde... Darunter leidet die Bequemlichkeit auf Langstrecke... und ich versuche abzuwägen was mir wichtiger ist auf Europas Straßen und Pfade = Bequemlichkeit und Langstreckentauglichkeit sowie Laufleistung gegen Geländefähigkeit, geringeren Verbrauch, Wendigkeit und geringeres Gewicht... aber komme noch nicht wirklich zu einem Entschluss...

Danke euch allen für eure Bemühungen :) Ich mache die Tage ein paar Besichtigungen zu verschiedenen Modellen und erstatte Bericht :D
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon klausmong1 » 28.05.2018 23:29

Also wenn Du auch Russland usw nehmen möchtest würde ich folgende Mopeds ins Rennen werfen ( und die würde auch ich nehmen )

Honda Transalp, simple Technik und läuft.

Suzuki DR650

Yamaha XT660R wäre heute wegen dem Einspritzer mein Favorit.

BMW 650 XChallenge
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon Biki » 29.05.2018 08:19

XChallenge mit 1,71m Körpergröße besser nicht.
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon dä Jetriebene » 29.05.2018 09:36

Jep. Da fühl ich mich mit 187cm schon unwohl. Hat was von'nem Schwebebalken.

Denke die F650 leidet unter ihrem Ruf als uncooles Mädchen- und Anfängermotorrad. Das gab es schon öfter. Einmal das Etikett drauf und der Verkauf klappt nicht mehr. . .

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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon toastbrot94 » 30.05.2018 18:15

Hey zusammen ;)

hab mich jetzt auf sämtlichen Plattformen durch das Angebot gewühlt... Hab auch ein paar Verkäufer angeschrieben (vorwiegend Privat) in der Hoffnung nächste Woche sich ein paar angucken zu können... Modelle sind quer Beet die die vorgeschlagen wurden :D Ich bin mega gespannt und nehm noch nen erfahrenen Biker mit der mir auf die Finger kloppt falls ich n Griff ins Klo machen sollte (liebe macht ja bekanntlich blind) :mrgreen:

@klausmong1:

Interessant. Die Bikes stehen auch ganz oben bei mir (bis auf die XChallenge)... warum keine XTZ 660 oder XT 600Z? keine guten Erfahrungen?

@Biki:

ja ich glaube die Sitzhöhe mit 93 cm ist jenseits von gut und böse und für mich ohne Stelzen nicht machbar... :mrgreen:

@dä Jetriebene:

Ich wüsste gerne mehr über die F650... ich find da echt keine Berichte zu (mit ausnahme der GS) Dass es ein Mädchenmopet ist wär mir egal (fahre auch einen Twingo = Frauenauto)... solange ich mir nicht den Bart abrasieren muss ist alles gut :mrgreen:
Ich habe gestern auf der Dienststelle eine F650 mal bestaunen dürfen und hab mal Schatten-Probesitzen gemacht :P Die müsst ich nicht mal großartig Tieferlegen die hat ca. 82 cm... Wie schauts denn aus mit der Zuverlässigkeit? Langstreckentauglichkeit? 1 Zylinder denke ich? Kinderkrankheiten? und vor allem = Pseudogeländefähigkeit ähnlich der Transalp oder Tenere? oder kann die da nicht mithalten?

lg euer toasti
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon franz_99 » 30.05.2018 19:23

F650Gs , Typ R13, gibt es ab Bj 2000 und ab 2000€. Ich habe in 2 Jahren mit einer Dakar 40000km gefahren, ohne Probleme.
Einziger Punkt, Kabelbruch am Zündschloß. Nee ältere ohne Gs Typ 169 würde ich nicht kaufen.
Auf schnellen Strassen ist eine Transalp sicherlich besser.
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Re: Die Frage aller Fragen: Welches Motorrad???

Beitragvon sushi » 30.05.2018 20:53

toastbrot94 hat geschrieben:Die XT600E ist sehr interessant. Auch günstig und erinnert mich an die KLR bzw. DRZ... Kannte die E bisher nicht. Gibt's da einen entscheidenen Unterschied zur XTZ 660 bis auf die ccm und der höheren Geländetauglichkeit?


toastbrot94 hat geschrieben: Das mit der körperlichen Belastung ist bestimmt nicht zu unterschätzen... Vor allem über längeren Zeitraum grüßt der Körper bestimmt irgendwann zurück... Würde deshalb auch was leichtes bevorzugen aber wie schon gesagt wurde... Darunter leidet die Bequemlichkeit auf Langstrecke... und ich versuche abzuwägen was mir wichtiger ist auf Europas Straßen und Pfade = Bequemlichkeit und Langstreckentauglichkeit sowie Laufleistung gegen Geländefähigkeit, geringeren Verbrauch, Wendigkeit und geringeres Gewicht... aber komme noch nicht wirklich zu einem Entschluss...


toastbrot94 hat geschrieben:und vor allem = Pseudogeländefähigkeit ähnlich der Transalp oder Tenere? oder kann die da nicht mithalten?

Hallo

Zur Verwirrung werfe ich noch die Honda XL 600 (Einzylinder) Serie ein....

Du musst dir wirklich im klaren werden wo und wie du fahren willst.
Auf der langen Anfahrt auf mehr oder weniger guten Teerstrassen nach Marokko oder der Mongolei wirst du eine 300-400cm3 Kiste hassen, im Sand aber lieben.
Geht es "nur" auf normale Schotterpisten ist eine 600-700cm3 der beste Kompromiss.

Jedes der 600-700cm3 Modelle die hier genannt wurden haben vor und Nachteile gegenüber anderen, jedes fährt sich etwas anders.
ABER, das ist sehr individuell, ich mag meine XT660Z, andere finden die nur mit 2000euro Nacharbeiten für Fahrwerk und Auspuff fahrbar...
Die Schotterstrecken in den Alpen, Assietta und co. kannst du mit jeder oben genannten fahren.

Vergiss nicht dass du für Reisen noch Gepäck mitnehmen wirst, wo dein Komfortlimit ist musst du für dich noch herausfinden.
Im Prinzip braucht man nicht mehr als ein Wanderer+Werkzeug, ich finde eine Reise wo ich meinen Luxusklappsessel und Tisch zuhause lasse ist eine verlorene Reise.

Kauf dir eine Kiste wo du mit den Beinen sauber auf dem Boden stehen und rangieren kannst, bequem sitzen kannst, dich einfach wohlfühlst, deinem Auge gefällt und die nicht zu alt ist für den Preis den du zahlen willst.
Dann einfach mal losreisen und lernen mit dem Material umzugehen das du gekauft hast.

Bei 20-30 jährigen Bikes wird nicht der Typ über deine Pannen entscheiden sondern der Zustand der Kiste und Murphy möchte vielleicht auch noch mitreden.
Ersatzteile findest du im Internet mit Zeit und Geduld fast alle, bist du aber in der Pampa in z.B. Argentinien, ist es entscheidend ob dein Motorradmodell in diesem Land je verkauft wurde, dann findest du ev. etwas beim nächsten Händler oder nicht.
Auch zu bedenken dass "unsere" Motorräder in vielen Ländern nur von den Reichen gefahren werden, daher je teurer und moderner ein Motorrad desto besser die Aussichten auf Ersatzteile.

Viel Spass beim Reisen
gruss sushi
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