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offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon stefan2210 » 25.03.2016 11:06

Diese Woche habe ich jetzt die Transalp 600 und die Tenere Probe gefahren und mich für den 2-Zylinder entschieden. Nur beim Kauf bin ich mir noch unschlüssig.

Gefunden habe ich eine XL600V PD06 mit 94er BJ vom Händler in m.M. gutem Zustand (Felgen, Lenkkopflager, nur wenig Rost am Auspuff) mit Kofferträgern und Topcase. Der Händler würde noch eine Inspektion machen und sie für 2000€ verkaufen. Wenn ich mir die Preise im Westen der Republik anschaue, finde ich das schon ziemlich teuer. Die anderen Transalps, die in Sachsen herumstehen fangen aber alle bei mind. 2000€ an. Jetzt bin ich mir etwas unsicher ob der Preis angemessen ist oder völlig überteuert. Was denkt ihr?

Grüße
Stefan
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon Bremser » 25.03.2016 11:58

Für eine 600er mit über 30 Jahren auf dem Buckel finde ich den Preis überzogen. Selbst in Top-Zustand und wenigen Kilometern.

Gruß
Bremser
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon klausmong1 » 25.03.2016 12:02

Naja, es sind nicht über 30 Jahre sondern 22 Jahre und ich selbst würde den Preis auch nicht zahlen.

Aber wenn sie in einem ordentlichen Zustand ist und vom Händler mit Garantie, dann ist es eigentlich OK.

Aber es kommt sehr auf die KM Leistung an.
Wenn die schon 70.000 oder mehr hat dann nein, zu teuer.
Wenn die um die 40.000 hat, dann ist das OK
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon mic_schaf » 25.03.2016 12:33

Kommt drauf an, was noch zu machen ist.

Wenn da noch eine Bremse komplett dazu kommt, dann sind das noch einmal locker 700-1000€ drauf.
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon sushi » 25.03.2016 20:55

stefan2210 hat geschrieben:XL600V PD06 ... 94er BJ für 2000€

Hallo

Nach 22 Jahren noch ein Restwert von rund 4000 DM !
Nicht schlecht. :wink:

gruss sushi
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon Bulko » 26.03.2016 22:31

Gute Diskussion, teile viele Meinungen....


Ich habe schon aufgegeben und bin am selber bauen. KLE 500 mit GPZ Motor und WP43 Gabel. Wird wohl ein paar Jahre in der Bauphase verbringen, aber fertig habe ich nix Gutes gesehen. 150 PS und 230 kg..... WTF...
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon fabian_s » 06.04.2016 13:38

Also ich fahr seit einigen Jahren eine DR650SE. Die wird nach wie vor hergestellt, also hast du eine relativ sichere Ersatzteilversorgung. Der Zubehörmarkt ist riesig.

Ich hab mittlerweile mehr also eine davon, da mir in den letzten paar Jahren immer mal wieder eine für weniger als 1000€ über den Weg gelaufen ist. Du solltest also preislich auch etwas finden in deiner Region.

Gruß
fabian
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon mic_schaf » 14.05.2016 16:20

Nur mal so als "Nachbericht" zum Thema...

Ich hatte ja auch überlegt, eine gebrauchte ca. 20-30 Jahre alte Reiseenduro zu kaufen. Honda AT RD07 oder ähnliches.
Wegen der astronomischen Preise habe ich dann eine FJ 1200 gekauft, 56000 km, seit 16 Jahren beim letzten Besitzer, 1 Jahr TÜV, letztes Jahr 700€ für "Inspektion" gezahlt...
Nun gut, es war zwar keine Reiseenduro, aber definitiv ein 1a Fernreise/Langstreckenmotorrad. 600 km am Stück, kein Problem...

Leider war das Motorrad nicht so gut, wie ich es zunächst gedacht hatte...
-die "Inspektion" der Fachwerkstatt... ein Witz
-die vorderen Bremsen abgefahren
-Motor, Fußdichtung undicht
- Vergaser, Düsen dicht
-Luftfilter vergammelt
-Verbindung 1+2 porös/rissig

Kurz gesagt, das Ding ist halb kaputt gestanden... aber, ich repariere es trotzdem und dann behalte ich es auch!

Nur mal so als Hausnummer, für alle die meinen, sie könnten an einem alten Motorrad viel sparen und so viel kann das ja alles nicht kosten...etc.
-Luftfilter K&N 50€
-Gummischlauch/Verbindung Luftfilter 1+2: je 100€
-12 Motor Stehbolzen ca. 200€
-Dichtungssatz Motor, klein: 100€
-Bremsscheiben+Klötze FE: 500€

Dazu noch unzähliger Klein-scheiß, den ich gar nicht nachrechnen möchte!

Gut ist:
Wenn unterwegs mein Vergaser verstopft ist und ich ihn ausbauen muss, dann kann ich das im Schlaf,
zweitens fallen mir nicht die vergammelten Reste 20 Jahre alter Gummischläuche (Verbindung 1+2) entgegen...
Falls ich (Gott behüte) den Motor auseinander bauen muss, dann reißen mir nicht die Dichtungen (Dirko HT) und ich kann sie wieder verwenden!
Die Ventilschaft-Dichtungen schon vor der großen Reise zu tauschen, halte ich in jedem Fall für eine gute Idee.

Jeder, der ein altes Motorrad fährt, sollte auch etwas Schrauber-Talent mitbringen und zumindest grundsätzlich Ahnung von seinem Motorrad haben.

Ansonsten würde ich doch eher zu einer jungen gebrauchten raten... viele verkaufen ja schon nach 3-5 Jahren ihr Motorrad, um sich das neueste Modell zu kaufen, mit dem man dann vor der Eisdiele ganz toll angeben kann. So ein Motorrad sollte, in jedem Fall, auch für 30000-50000km gut sein... ohne Probleme! :idea:

Wer sich den Fortgang meiner "Bastelarbeiten" ansehen möchte... siehe Homepage!
Bei Google+ gibt´s auch ein Paar Bilder dazu...
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon klausmong1 » 14.05.2016 17:52

Das man mit einem alten Motorrad definitiv Schrauberkentnisse benötigt ist klar.

Allerdings sollte man das auch an einem neuerem Moped haben, wenn man damit ausserhalb Europas in der Welt rumfahren will.

Für mich ein Grund, warum ich mir billige Mopeds suche:
Wenn ich damit eine Panne habe, dann kann ich im Notfall mein Motorrad zurücklassen und habe nur wenig Stress.

Es gibt viele Länder, wo man dann horrende viel Zoll zahlt bzw gar nicht ausreisen kann.
25% Zoll in Russland, das sind bei einem 800 Euro Moped schlimmstenfalls 200 Euro.
Wenn ich ein gröberes Problem habe, schenke ich es wem vor Ort und kann einfach zum nächsten Zug.

Wenn ich ein 8.000 Euro Moped habe ( oder teurer ) dann geht das nicht.
Ersten zu viel Zoll, zweitens zu viel Wert in den Sand gesetzt.
Da muß ich dann richtig Geld in die Hand nehmen, um das Moped mit Container oder Flugfracht wieder nach Hause zu bringen.

Auch das geht noch, wenn man das im Vorfeld organisiert und weiß das dies an bestimmten Orten leicht möglich ist.

Das ist aber meist teuer, wenn man es kurzfristig unterwegs einfach mal so schnell lösen muß.

Ich bin selbst Techniker und schätze deswegen einfache Technik, wo nicht viel eingehen kann.
Daher war das für mich eben eine gute Sache, da billig was aufzubauen.

Motor Reparatur usw ist für mich kein Thema.
Wenn man es aber nicht selbst machen kann ist das ein Fass ohne Boden.
Ich nehme zB keine Mopeds, die lange gestanden sind.
So wie beschrieben Standschäden.
Ich habe gerade einen Motor einer Transe hier zerlegt, der hatte nicht viele KM runter, ist aber ein paar Jahre gestanden.
Und als ich den zerlegt habe, hat sich gezeigt, was ich vermutet habe: Rost an den Kolbenringen haben den Zylinder zerstört.
War mir egal, weil ich damit gerechnet habe und der Motor fast nichts kostete.
Und für mich war es sowieso ein Projekt, den Motor komplett zu zerlegen und neu mit Getriebelagern und Kurbelwellenlagern usw aufzubeuane.
Und neuen Übermaßkolben.
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon mic_schaf » 25.05.2016 22:08

Hallo!

Ich wollte nochmal Rückmeldung geben, das mein neues "zukünftiges Reisemotorrad" wieder fährt. Der Motor ist wieder zusammen und dicht.
Es fehlen noch ein Paar Kleinigkeiten, Ventile einstellen, Vergaser synchronisieren, Co. einstellen... aber läuft.
Natürlich gab es auch wieder unangenehme Überraschungen. Die Nockenwellen haben mittig riefen, eben so die Lagerschalen und natürlich der Zylinderkopf... und das bei 56000km! Aber am Rand sind keine, also nicht so schlimm... läuft sich vielleicht auf den nächsten 100000km wieder ein...
Wenn sich so was auf der Reise mit lautem Gekreisch verabschiedet, das ist sicher nicht lustig. Habe inzwischen 5x das Öl abgelassen und gefiltert. Inzwischen kommt kein Dreck/Brösel mehr.
Motorrad aufgeben und mit dem Zug oder Bus zurück kommen, wäre für mich ein Alptraum. Wie ist das eigentlich wenn man als Motorradreisender einreist und dann mit dem Bus wieder ausreisen will.. bei Carnet-Ländern ist dann doch auch das Carnet weg (1.500€)???

Da verstehe ich jeden, der mit einer Honda C90 oder etwas ähnlich einfachem auf Reisen geht. Für 70-80km/h Reisetempo locker schnell genug, sparsam, leicht zu reparieren und ggf. schmeißt du das Teil hinten auf´n LKW.
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon bug » 26.05.2016 08:19

omopenk hat geschrieben:Hallo,

XT660R hat meine vollste Empfehlung ...

das hätte ich jetzt auch geschrieben
die XT660R ist ein absolut strapazierfähiges Mopped - handlich und noch relativ leicht - bummelig 170kg
es gibt jede Menge Zubehör und Reisezutaten

die fangen aber ab 2k€ an
schönen Gruß aus HH

Barbara und Gerd
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon HaraldS50 » 22.08.2016 19:36

mic_schaf hat geschrieben:Nur mal so als "Nachbericht" zum Thema...

Ich hatte ja auch überlegt, eine gebrauchte ca. 20-30 Jahre alte Reiseenduro zu kaufen. Honda AT RD07 oder ähnliches.
Wegen der astronomischen Preise habe ich dann eine FJ 1200 gekauft, 56000 km, ...-Schraub-Schraub- :D ...


Tja, deswegen sind die AT's so teuer :shock: Wenn da Benzinpumpe und Regler gemacht wurden steht den nächsten 100tkm nix im Weg. Und wenn ein Öler dran ist hält auch die neue Kette länger als so mancher Kardan. :mrgreen:
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