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offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

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offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon stefan2210 » 06.03.2016 18:18

Hallo,
Ich habe vor 1 1/2 Jahren meinen Motorrad Führerschein gemacht. Jetzt bin ich gerade in Südostasien unterwegs und habe mir hier immer wieder kleine Motorräder ausgeliehen. Außerdem habe ich ein paar Leute getroffen, die von Europa bis hier her gefahren sind, was mich ziemlich neidisch gemacht hat. Somit habe ich Blut geleckt...

Zurück in Deutschland möchte ich mir deswegen jetzt mein erstes Motorrad zulegen. Ich will es sowohl im Alltag als auch für Reisen innerhalb Deutschlands und Europas verwenden. Besonderen Spaß hatte ich hier immer abseits der Straßen, je mehr es zum Trampelpfad im steilen Gelände wurde, desto besser :-). Ich weiß nicht, ob ich was ähnliches wie hier in Thailand auch in Europa finden kann, aber sowas würde mir am meisten Spaß machen. Später würde ich dann vielleicht auch nochmal eine längere Reise machen, die aus Europa raus geht.
Jetzt stellt sich bei mir die Frage welches Motorrad am besten zu mir passt. Einerseits gut für den Alltag und Reisetauglich, andererseits möchte ich auch mal etwas im Gelände fahren(es soll kein Cross sein, aber ich würde schon gern auf mehr als normalen Feldwegen fahren - falls ich sowas überhaupt in Europa finde)
Nachbmeiner Suche bin ich jetzt am ehesten bei der Yamaha XTZ 660 Tenere (Bj. 90-95) hängen geblieben. Auch die Transalp fällt in die nähere Wahl. Da ich jetzt auch bei der Tenere gelesen habe, dass sie kaum geländetauglich ist, bin ich mir wieder unsicher ob das passt. Ich glaubt die Frage ist, wie man geländetauglich definiert. Ich will steile und kleine Wege im Wald auch mal hochfahren können, aber nicht auf die MotoX Strecke gehen.

Ist die Tenere dafür i.O. oder gibt es vielleicht noch andere Motorräder, die gut passen könnten?

Mein Budget liegt bei ca. 1500-1800€.

Danke schonmal für Anregungen
Stefan
stefan2210
 
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon sushi » 06.03.2016 19:26

stefan2210 hat geschrieben:Ich glaubt die Frage ist, wie man geländetauglich definiert. Ich will steile und kleine Wege im Wald auch mal hochfahren können, aber nicht auf die MotoX Strecke gehen.

Mein Budget liegt bei ca. 1500-1800€.

Hallo

Tja, was ist geländetauglich? :lol:

Im Prinzip je leichter je einfacher.
40 kg können je nach Gelände mehr ausmachen als paar mm Federweg.

Es macht einen Unterschied ob das Motorrad 140-180kg, 180-220kg oder 220-260kg ist.

In der 180-220kg Klasse findest du die besten Kompromisse Gelände zu Langstreckenreisen.
Die von dir genannte XTZ660 ist da dabei. Der Unterschied zu einer Transalp ist von der Geländetauglichkeit her eher gering.
BJ90-95 ist schon recht alt, Ersatzteile ev. nicht mehr auf Lager etc.
Ist noch Vergaser, hatte so eine und bin mit der aktuellen XT660Z trotz Mehrgewicht durch den Einspritzer gerade in Höhen über 3000m besser bedient.
Schau auch mal die XT660R, die gibt es teils auch schon für dein Budget wenn du etwas "Basteln" kannst.

Willst du wirklich steile Wälder und Pfade fahren sollte es max. 150kg sein.
So wie du es in Asien gemietet hast.
Soll noch der ganze Hausrat mit sieht die Sache wieder schlechter aus.

Am besten mal Probefahren, dann weisst du mehr.

gruss sushi
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon Micha_k83 » 06.03.2016 19:38

Moin Stefan

Diese Frage habe ich mir vor ein paar Jahren auch gestellt. Bei näheren durchforsten diverser Foren und Testberichte bin ich bei einer Honda Afrika Twin hängen geblieben. Mein Buget hatte ich eingeschränkt bis 3000 Euronen. Bei der Suche in bestimmten Portalen (Mobile...) hatte ich mehrere gefunden. Diese fingen bei ca.1500Euro an.
Der Privatverkäufer war nur ca.80km von mir entfernt, daher hatte ich mich auch dafür entschieden. Es gab auch noch günstigere, aber quer in Deutschland verteilt und wenn ich mir die auch noch alle angeguckt hätte, wäre das, was ich dann gespart hätte, wieder im Spritgeld ausgegeben wurden.
Was ich sagen will ist, du bekommst bestimmt ein gutes Moped für deine 1800€, aber bei dem Preis hast du wahrscheinlich nicht so viel Zubehör, viele Km und musst noch etliches an Reparaturen reinstecken.

Zu deinen Mopedvorschlägen. Mögen mich die Tenerefahrer steinigen, aber aus Erfahrungen von Freunden und aus dem Web, ist das Moped zwar Reisetauglich, aber etwas anfällig. Da bist du mit der Transalp besser dran. Ich bin mit der Afrika auch schon oft im groben, steinigen, festen, oder nassen Untergrund unterwegs gewesen. Wirklich gut zu händeln. Ich finde das man keinen elektronischen Schnick-Schnack an einem Reisemoped brauch, eventuell ABS, aber dann wars das au, keine Traktionskontrolle, keine elektronische Fahrwerkseinstellungen und und und. Sowas kann unterwegs immer nur kaputt gehen und in Afrika, oder Russland kann dir das selten jemand reparieren. Die Schweißen dir höchstens den Rahmen, wenn der gebrochen ist... :D

Bei sowas erzählt dir fast jeder was anderes. Vielleicht kannst du ja mal Probefahrten machen, oder lese dich einfach durch dirverse Testberichte.

Hoffe dir etwas geholfen zu haben.

Mfg Micha
Zuletzt geändert von Micha_k83 am 14.03.2016 23:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon klausmong1 » 06.03.2016 20:03

Ich stand auch mal davor.

Hab von einem Freund eine Transalp für 800 Euro bekommen mit 70.000km.

Die hab ich etwas umgebaut, und um 2500 Euro bin ich damit in die Mongolei.

In der Zwischenzeit hat die 180.000km runter, war schon 2 x in der Mongolei, und auch Albanien, Griechenland, Rumänien, auf der LGKS usu usw
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon mic_schaf » 06.03.2016 20:57

Honda Afrika Twin ist auch gebraucht noch richtig teuer!

Das fängt an bei 950€ für einen Haufen "Mischschrott", verteilt auf dem Garagenfußboden und defektem Getriebe.

Für 1.500-2.000€ gibt´s über lackierte Kisten mit Bastel-Potenzial!

Für 3.000€ gibt´s Um-faller rechts und links, verkratzte Seitenverkleidung, beidseitig eingebeulter Tank!

Und dann gibt´s noch die 1x die Woche geputzt, 1000km im Jahr gefahren, mit Standschäden und verstecktem Rost für 3.500€ und mehr!

Ich suche ja schon länger aber inzwischen glaube ich, das gibt keinen! :roll:

Eine Trans-Alp ist deutlich billiger, das Angebot größer und viele "seriöse" Motorrad-Weltreisende haben damit schon die ganze Welt umrundet!

Eine kleine 250er ist auch was feines, aber der Bananensattel ist nicht so angenehm für 500km Etappen!

z.B. die Yamaha 250 Ténére, die man für schlanke 4.000$ in den USA und Mexiko bekommt!
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon sushi » 07.03.2016 20:51

Micha_k83 hat geschrieben:Mögen mich die Tenerefahrer steinigen, aber aus Erfahrungen von Freunden und aus dem Web, ist das Moped zwar Reisetauglich, aber etwas anfällig.

Hallo

Meinst du jetzt mit "etwas anfällig" nur die "XTZ 660 Tenere (Bj. 90-95)" ?
O.K. ein Motorrad das mittlerweile zwischen 21-26 Jahre eingefahren wurde, würde ich auch nur einem erfahrenen Schrauber empfehlen.

gruss sushi
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon DrWolle » 08.03.2016 09:36

Moin moin,
ich würde Sushi beipflichten und ebenfalls die XT660Z bzw. die XT660R empfehlen, beide sind noch relativ leicht (ca. 205 kg und 180 kg bei der R) und abgesehen vom ABS bei dem entsprechenden Modell der Ténéré ohne elektronischen Schnickschnack außer der Einspritzung.
Alternativ ist in meinen Augen die Transalp eine hervorragende Wahl, allerdings würde ich hier die Modelle mit Einspritzung empfehlen.
Gerade die Einspritzer haben bei großen Höhen bzw. schlechtem Sprit eindeutig ihre Vorteile.
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon klausmong1 » 08.03.2016 12:28

Wobei die Transen auch bei schlechtem Sprit ( 80er in UZ, KZ, KG usw , sowie verdrecktem Sprit ) und über 3000m immer gut funktionierten.
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon stefan2210 » 08.03.2016 15:58

OK. Scheint so als würden erstmal nur die Tenere und die Transalp infrage kommen. Dann werde ich die beide mal Probe sitzen/fahren, wenn ich wieder in D bin und dann danach entscheiden, welche sich besser anfühlt.

Danke erstmal für die ganzen Ratschläge :-).
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon omopenk » 09.03.2016 19:07

Hallo,

XT660R hat meine vollste Empfehlung (schau mal in den anderen Fred). Die Tenere ist ja so ziemlich identisch, hat aber einen größeren Tank.
Bei der Tenere würde ich die Variante ohne ABS vorziehen. Die ist mal ein paar Pfund leichter und hat die 200/220mm Federweg. Die ABS-Variante hat ca 50mm weniger. Für die Verträglichkeit mit schlechten Sprit würde ich mal ein wenig auf die Verdichtung achten. Sportliche Enduros haben viel Leistung und deshalb eine höhere Verdichtung. Dadurch werden diese auch empfindlich gegenüber dem Sprit. Sehr spontan in große Höhen drehende Motoren sind sehr Kurzhubig ausgelegt (Kolbengeschwindigkeit) wodurch meist im unteren Drehzahlbereich etwas der Dampf fehlt.

Gruß Joachim
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon scooter » 10.03.2016 09:00

Ich glaube, ich bin nicht der Einzige, der bestätigen kann, dass die XT`s auf 5000 m Höhe mit 80 iger Sprit einwandfrei laufen. Die Zuverlässigkeit ist schon beeindruckend.

Obwohl ich selbst jetzt schon die zweite Täterä habe tendiere ich immer mehr zur R. Der Gewichtsvorteil ist schon nicht zu verachten besonders wenn es auch mal abseits der Wege geht. Und wem der Tank zu klein ist kann sich ja nen Gilimototank mit 25 Litern draufsetzen, den gibt es für 200$.
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon pip » 10.03.2016 18:16

Es gibt durchaus kleinere Motorraeder, die als tourentauglich gelten koennen, bspw. Suzuki DRZ400 oder Beta Alp 4.0. Kleine Pfade wirst Du in Europa mehr suchen muessen als in Thailand, aber wenn Du welche findest, merkt man bei Transalp & Co schnell das Gewicht. Eine nette Uebersicht findet sich hier: http://www.svendura.de/enduros.php
Reiseberichte: Island, Marokko, Balkan. Fotos
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon MathiasH » 11.03.2016 18:39

DRZ 400 ist auf jeden Fall einsteiger- und tourentauglich und eignet sich super für Offroad-Touren, allerdings findet man praktisch kaum eine gute für weniger als 3500 Euro (wenn es die S mit Straßenzulassung sein soll). Das wäre das doppelte seines Budgets. Die Teneres gibt's dagegen schon für die Hälfte.
Motorradtour von Alaska nach Feuerland. [url]http://panamericana2012.wordpress.com/[/url]
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon Robin427 » 14.03.2016 22:22

Suzuki DR650 & Kawasaki KLR 650 wurden bis jetzt noch nicht erwähnt, die beiden sind auf anderen Kontinenten als gute zuverlässige Reise Motorräder mit guten offroad Eingeschaften bekannt.

vielleicht auch hier eine Ineressante alternative zu Dominator / XT660

BTW die DR 650 ist im Vergleich relativ leicht
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Re: offroadtaugliche Reiseenduro als Einsteigermotorrad

Beitragvon globi » 15.03.2016 20:27

Ich schmeiss jetz noch die Cagiva Elefant 750 in die Runde :D

Robust,leichter V2 , ich stell Sie auch mit Vollpack ohne grosse Müh wieder auf....und Pflegeleicht,ausser der Regler braucht aweng Zuneigung(dickeres Massekabel an die Batterie)

Hübsch ist Sie und Spass macht Sie auch :wink:

Gruss vom Globi
zahme Vögel singen das Lied der Freiheit,wilde Vögel fliegen.
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